A. E. van Vogt

Alfred Elton van Vogt wurde am 26. April 1912 in Winnipeg, Manitoba, Kanada als Sohn eines eingewanderten niederländischen Rechtsanwalt geboren. Als sein Vater seinen Job verlor, ging er von der Schule ab und begann als Hilfsarbeiter. Nebenher schrieb er Hörspiele, melodramatische Kurzgeschichten und Romane aus dem Prostituiertenmilieu. 1935 gewann er damit einen mit 1000 Dollar dotierten Preis des Magazins True Story. Seine erste SF-Kurzgeschichte „Vault of the Beast“ erschien 1939. Durch die gute Zusammenarbeit mit dem Herausgeber John W. Campbell konnte van Vogt viele Kurzgeschichten und Romane veröffentlichen. Er arbeitete viele Stories zu Romanen aus oder bastelte nicht unbedingt miteinander in Zusammenhang stehende Geschichten zusammen.

Er heiratete 1939 Edna Mayne Hull, die ebenfalls SF schrieb und mit der er später gelegentlich auch zusammenarbeitete. 1940 hatte er seinen ersten großen Erfolg mit dem Mutantenroman „Slan“. 1944 wanderte er mit seiner Frau aus und zog nach Los Angeles.

Ende der 40er-Jahre wendete sich van Vogt anderen Interessensgebieten zu: Als Co-Autor wirkte er 1956 an einem Buch über Hypnose mit und wurde zu einem Anhänger von L. Ron Hubbards Dianetik-Theorie. Als Hubbard diese zur Scientology-Sekte ausbaute, distanzierte sich van Vogt von ihm und der Sekte. Ende der 1950er Jahre begann er wieder zu schreiben, seine späteren Werke wurden jedoch nicht mehr von der Leserschaft angenommen.

Seine Werke charakterisiert der Kampf von einem oder mehreren Einzelgängern, die mit besonderen Fähigkeiten ausgestattet sind, für ein großes Ziel. Diese Supermensch-Geschichten konnten die Leserschaft eine Zeitlang fesseln, machten van Vogt aber auch zu einem der umstrittensten Autoren der Science Fiction. Nach dem Tod seiner Frau im Jahr 1975 heiratete er 1979 zum zweiten Mal.

Die Episode „Discord in Scarlet“ aus dem Buch „Die Expedition der Space Beagle“ diente 1979 offensichtlich als Grundlage für den Film „Alien“. Van Vogt begann in den 1980er-Jahren einen entsprechenden Rechtstreit und erhielt im Rahmen eines Vergleichs 50.000 US-Dollar zugesprochen.

Van Vogt erkrankte in den 90er-Jahren an Alzheimer und starb am 26. Januar 2000 in Hollywood nach einer Lungenentzündung.

Phantastisches von A. E. van Vogt:

  • Storysammlungen
    • (1943) Ungeheuer an Bord
      M33 in Andromeda
    • (1948) Vorstoß ins Unbekannte (mit Edna Mayne Hull)
      Out of the Unknown
    • (1952) Away and Beyond
    • (1952) Destination Universe
    • (1956) Der erste Marsianer
      The Far-Out Worlds of A E van Vogt
    • (1965) Monsters
    • (1967) The Van Vogt Omnibus
    • (1970) The Sea Thing and Other Stories
    • (1971) Der große Galaktiker
      The Proxy Intelligence and Other Mind Benders
    • (1971) Die Zeit der Androiden
      More Than Superhuman
    • (1971) The Van Vogt Omnibus 2
    • (1972) The Book of Van Vogt
    • (1973) Far Out Worlds of Van Vogt
    • (1973) The Three Eyes of Evil Including Earth’s Last Fortress
    • (1974) The Best of A. E. van Vogt
    • (1976) The Gryb (mit Edna Mayne Hull)
    • (1978) Das Zeitpendel
      Pendulum
    • (1979) The Best of A. E. van Vogt 1949-1968
    • (1979) Lost: Fifty Suns
    • (1979) The Best of A. E. van Vogt 1940-1948
    • (1999) Futures Past: The Best Short Fiction of A.E. Van Vogt
    • (2002) Essential A.E. van Vogt
  • Sachbücher
    • (1956) The Hypnotism Handbook (mit Charles Edward Cooke)
    • (1975) The Money Personality
    • (1979) Reflections of A. E. van Vogt: The Autobiography of a Science Fiction Giant
    • (1992) The Report on the Violent Male
  • Über den Autor