Am Ende der Zeit von Aileen P. Roberts

Buchvorstellungund Rezension

Am Ende der Zeit von Aileen P. Roberts

Originalausgabe erschienen 2009, 450 Seiten.ISBN 3-442-47680-1.

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In Kürze:

Die Sieben, die einst von dem Kriegsgott Thondra auserwählt wurden, um den Untergang der Welt zu verhindern, sind endlich vereint. Doch sie wurden von denen verraten, die sie für Freunde hielten. Im Kampf gegen die finsteren Mächte brauchen sie nun Verbündete, die zu ihnen stehen. Schließlich lauern überall Gefahren, die nicht nur die Freundschaft der Sieben bedrohen, sondern auch die Liebe zwischen Rijana und Ariac …

Das meint Phantastik-Couch.de: „Ein fast großartiges Fantasy-Epos“85

Fantasy-Rezension von Amandara M. Schulzke

Die sieben jungen Krieger flüchten vor König Greedeon, der gemeinsam mit Zauberer Hawionn ein falsches Spiel treibt. Sie bemächtigen sich eines Schiffes und fahren über gefährliche Gewässer erst einmal zu den Piraten, Rudrinns Heimat. Sie brauchen Verbündete für die bevorstehende Schlacht gegen König Scurr, der die Seele des Verfluchten Kaar in sich trägt. Bald trennen sich die sieben Gefährten, um entweder in ihre Heimat zu reisen oder die Elfen und Zwerge aufzusuchen. Doch überall im Land streunen die Blutroten Schatten umher, die Krieger König Scurrs, Orks und Trolle. Gnadenlos sind sie auf der Jagd nach den Sieben, besonders nach dem Steppenjungen Ariac, der in Ursann bei Scurr ausgebildet wurde. Dazu spielt die Natur verrückt: Vulkanausbrüche, verheerende Stürme, Eiseskälte im Sommer. Alle Gefährten haben mittlerweile Liebste gefunden, doch werden sie sich alle wieder finden in den Wirren des aufgescheuchten Landes? Alte Bande halten, neue schmieden sie. Und erwartete Loyalität versinkt in Verrat. Bald erfahren sie, dass König Scurr nicht das einzige Verhängnis ist, das die Welt erwartet.

Gemischte Gefühle

Der erste Teil dieser Saga hatte ein spannendes Ende, der zweite wurde deshalb mit Ungeduld von den Lesern erwartet. Schafft es Roberts auch im zweiten Teil, die Großartigkeit weiterzuführen? Ja und nein. Es dauert eine Weile, bis wir endlich wieder Überraschungen erleben, die das Geschehen beeinflussen. Logisch, dass die Sieben von den Piraten mit offenen Armen empfangen werden. Etwas schwach gestaltet sich bei fast allen Wiedertreffen von Helden und ihren Verwandten oder Freunden die immer wieder dargestellte Freude. Manchmal wirkt die Darstellung der Geschehnisse des ersten Bandes etwas hausbacken. Zum Beispiel erwähnte Roberts immer wieder, dass Ariac in Ursann erzogen wurde. Um daran zu erinnern, hätte sie auch über einzelne grausame Situationen von damals berichten können. Bei den vielen Wiedersehen gibt es nichts Trauriges zu berichten. Freudige Ausnahme: die Heimkehr des Königssohnes Falkann.

Besser als im ersten Teil, der hauptsächlich die Geschichte von Rijana und Ariac erzählte, kommen im zweiten die anderen fünf der Sieben zur Geltung, einschließlich ihrer Gefährten und Freunde, die alle Aufgaben zur Rettung der Welt übernommen haben. Das schafft ein stimmigeres Bild. Wir erleben die unterschiedlichen Verflechtungen, ihre Temperamente, ihre Charakterzüge. Ariac trennt sich von Rijana, daraus ergeben sich Konflikte und Situationen, die dem Roman Würze geben.

Die schwächste Stelle im Buch ist der Tod zweier wichtiger Protagonisten. Hier hat Roberts eine Möglichkeit verschenkt, uns ein wirklich schicksalhaftes Ereignis detailliert, spannend und dramatisch miterleben zu lassen. Dieser Part hätte zwanzig Seiten mehr gebraucht, die hätten woanders gut eingespart werden können. Wenn zwei so wichtige Personen sterben, möchte der Leser wissen, wie der Kampf verlaufen ist und welche Verletzungen sie davongetragen haben. Außerdem ist unlogisch, dass die Soldaten von Scurr die wertvollen Schwerter nicht mitgenommen haben.

Begeisterung wie im ersten Teil kommt erst etwa ab der Mitte des Romans auf, Roberts hat sich dann warm geschrieben, während die erste Hälfte doch oft zu vorhersehbar war. Dem Roman hätte gut getan, wenn Roberts auf wenigen Seiten am Anfang eine kurze Zusammenfassung des ersten Bandes „Die Zeit der Sieben“ gebracht hätte. Trotzdem ist es in der deutschen Fantasylandschaft ein sehr empfehlenswertes Werk.

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