Vabanque von

Buchvorstellungund Rezension

Vabanque von

Originalausgabe erschienen 2007, 224 Seiten.ISBN 3898403602.

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Das meint Phantastik-Couch.de: „Ein gefährliches Spiel nähert sich dem Ende“69

Horror-Rezension von Eva Bergschneider

„;Vabanque“ ist der zehnte Teil der Anthologien „;Wolfgang Hohlbeins Schattenchronik“. Nach dem bewährten Konzept, mit aktueller und in der Vergangenheit spielender Handlung, führt das Autorenduo den Kampf der Vampire gegen ihren ärgsten Feind Lee Khan in die Endphase. Wird der Rat des Wiedergängers Thomas Kürten (siehe „Der Vampir von Düsseldorf“) den Schattenweltlern zum Sieg verhelfen?

Nach Paris der Geheimnisse wegen

Auf der Flucht vor den Schergen des Drachen, tauchen Dilara und Calvin dieses mal bei der Künstlerin Nuit in Paris unter. Sie suchen in der Saine-Metropole das Herz eines mächtigen Vampirs. Der Bund hofft, ihn zu erwecken und im Kampf gegen Lee Khan auf seine Seite ziehen zu können.

Paris erweckt in Dilara alte Erinnerungen an eine Bekanntschaft, die sie während der Krönung Napoleons machte; die des Österreichers Friedrich Esterhazy. Gemeinsam mit dem jungen Vampir jagte sie einst die Gebrüder Szornek, die die „;Schattenchronik“ an sich gebracht hatten.

Dilara spürt, dass diese Erinnerung, aber auch Nuits exzentrisches Kunstevent in der Kirche Sacré -Coeur Schlüsselmomente für zukünftige Ereignisse darstellen.

In Wiens Katakomben

Während dessen haben Guardian und Semjasa die internen Querelen in London hinter sich gelassen und verfolgen eine ähnliche Spur. Sie suchen die Gebeine des Baron von Szornek. Ihre Gegner wissen, welchem Zweck dieser Fund dienen soll. Sie stellen den verbündeten Vampiren in der Familiengruft eine Falle.

Die Atmosphäre bleibt

Auch im zehnten und vorletzten Schattenchronik-Band wechseln aktuelle Geschehnisse und historische Kapitel einander ab. Der Leser folgt den Protagonisten nach Paris, Wien, London und nach China, zur Festung des Drachen.
In Paris scheinen nicht nur die Vampire ihre wahren Absichten zu verbergen. Calvin misstraut der angeblichen Künstlerfreundin und Dilara wird mit einem Flashback-Erlebnis konfrontiert. Ist die verblüffende Ähnlichkeit der Tänzerin Camille mit ihrer einstigen Widersacherin Delphine ein Zufall?

Die unterschiedlichen Charakteristika der beiden Vampire kommen in diesem Kapitel besonders gut zur Geltung. Dilara ist die Denkerin, während Calvin entschlossen und, wenn es sein muss, brutal agiert. Ihre Fähigkeiten ergänzen sich perfekt im Krieg gegen die drohende Vernichtung ihrer Rasse. Trotz ihrer düsteren Fremdartigkeit sind Dilara und Calvin die Identifikationsfiguren.

Auch Guardian besticht in „;Vabanque“ durch Charisma und eine überraschende Verletzlichkeit, als er einen Gefährten, der ihn eher widerwillig unterstützt, verliert.
In jeder Textzeile schwingt eine sinistre Gefahr mit. Die mystische Atmosphäre entsteht durch eine filigrane Komposition aus schaurigen Geschichten, finsteren Schauplätzen und faszinierend dunklen Seelen. Durch ihre sorgfältige Platzierung unterstreichen die wenigen Gewaltakte den düsteren Charakter der Geschichte, ohne abzustumpfen.

Das Gesamtkonzept verblasst

Trotz der drei spannend und atmosphärisch erzählten Handlungsstränge, fällt auf, dass die Rahmenhandlung auf ein Minimum geschrumpft ist. Der große Disput zwischen den Vampirclans ist hier der Kürzung der Serie, die eigentlich 12 statt 11 Bände umfassen sollte, zum Opfer gefallen. Es ist zu befürchten, dass wichtige Ereignisse unter den Tisch fallen und nicht alle Geschichten der „;Wolfgang Hohlbeins Schattenchronik“ zuende erzählt werden.

Insgesamt bietet „;Vabanque“ ein gruseliges und kurzweiliges Leseerlebnis, wenn auch das Gesamtkonzept und damit die Komplexität der Saga gelitten hat.

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