Jakob Rubinstein von Andreas Gruber

Buchvorstellungund Rezension

Jakob Rubinstein von Andreas Gruber

Originalausgabe erschienen 2003deutsche Ausgabe erstmals 2017, 176 Seiten.ISBN nicht vorhanden.

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In Kürze:

Scheinbar sind die düsteren Gassen Wiens der Mittelpunkt unheimlicher Lügen, Intrigen und Verschwörungen. Geheimnisse werden vom Innenministerium vertuscht, Menschen verschwinden spurlos, Konzerne führen inoffizielle Experimente, doch der jüdische Privatdetektiv Jakob Rubinstein deckt sie auf …eher zufällig, denn mit brillanter Logik.
An seiner Seite recherchieren seine Schwester Rachel, seine Sekretärin Lisa, der homosexuelle Kolumnist Nicolas Gazetti und der faule Kater Dr. Watson – ein Team, das erfolgloser nicht sein könnte, doch mit dem Wiener Bürgermeister Dr. Gödl haben sie ein starkes Ass im Ärmel.
Gemeinsam nehmen sie es mit Psychiatern, Wissenschaftlern, der Ärzte-Lobby, der Wiener Polizei und den Regierungsbeamten des In-nenministeriums auf, in deren Dunstkreis sie mit ihren Ermittlungen ständig schlittern.

Sechs sonderbare Kriminalfälle eines jüdischen Privatdetektivs aus den dunklen Ecken Wiens.

Das meint Phantastik-Couch.de: „Der jiddische Detektiv, der schwuler Kolumnist und Wien – eine brisante Mischung“78

Horror-Rezension von Carsten Kuhr

Es ist schon eine ganze Weile her, dass ich erstmals auf einem Buchcover auf den Namen Andreas Gruber stieß. Weit mehr als 10 Jahre ist es jetzt her, im Mai 2003 erschien im Basilisk Verlag in einer hochwertigen Hardcoverausgabe seine erste Novellensammlung. In fünf Fällen schilderte er damals die Erlebnisse eines Jiddischen Detektivs im Wien der Jetztzeit, der von seiner gepiercten Sekretärin und einem schwulen Kolumnisten unterstützt wird.

Mittlerweile ist Andreas Gruber mit seinen Kurzgeschichten-Collectionen beim Luzifer Verlag heimisch geworden, der eine überarbeitete und um eine neue Geschichte ergänzte Neuauflage der Rubinstein Geschichten vorlegt.

Sechsmal ermittelt Rubinstein mit wechselnden Partnern an seiner Seite in mysteriösen Fällen. Neben seiner Schwester Rachel sind seine Sekretärin Rita Biedermann und der Kolumnist Nicolas Gazetti als Unterstützer mit von der Partie.

Es geht um Ermittlungen in Sachen entführte Kinder, verwirrter Jugendliche, ein halbes Dutzend scheinbar ums Leben gekommene Wiener Prominente, ein Klient auf der Suche nach der Liebe seines Lebens und um die Wasserversorgung der Beamten der Wiener Hofburg. Seine Deduktionen führen Jakob in ein Wien abseits der gängigen Touristen-Sehenswürdigkeiten. Mit viel Wiener Schmäh und Lokalkolorit ausgestattet folgen wir dem adipösen Private Eye mit einem Faible für Frank Sinatra in seine Fälle, an deren Ende zumeist eine Konfrontation mit Rubinsteins „Erzfeind“, dem österreichischen Innenminister auf ihn wie uns wartet.

Andreas Gruber gelingt es, den Leser wunderbar stimmig in die Wiener Welt eintauchen zu lassen, die Charakterisierung der Personen ist ihm gelungen, da fällt es wenig ins Gewicht, dass Rubinstein die Fälle eher durch Zufall und mit viel Glück löst, als durch Tüchtigkeit und Kombinationsgabe; Eigenschaften die auf einen Jakob Rubinstein aber sowieso weniger zutreffen …

So bietet vorliegender Band ein willkommenes Wiedersehen mit einem ungewöhnlichen Detektiv der zeigt, dass es abseits von Poirot und Columbo selbst in der Wiener Provinz interessante Rätsel zu lösen gibt.

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