Die Dame vom See von Andrzej Sapkowski

Buchvorstellung

  • Fantasy
  • Science-Fiction
  • Horror
  • Mystery

Originalausgabe erschienen 1999 unter dem Titel Pani jeziora, deutsche Ausgabe erstmals 2011 , 640 Seiten. ISBN 3423248173. Übersetzung ins Deutsche von Erik Simon.

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In Kürze:

Ciri, Prinzessin von Cintra und Schützling des Hexers Geralt von Riva, ist auf geheimnisvolle Weise in eine fremde Welt versetzt worden. Dort trifft sie auf einen jungen Ritter namens Galahad, der sie für die Dame vom See hält und dem sie ihre Geschichte erzählt:

Die Kriege und Machtkämpfe, die seit Langem tobten, haben ihren Höhepunkt erreicht. Vilgefortz mit seinen Helfershelfern stellt sich zur Schlacht, bei der viele von Geralts Gefährten ihr Leben lassen müssen. Und es droht neue Gefahr in Gestalt des Kaisers Emhyr von Nilfgaard. Er wird von derselben uralten Prophezeiung geleitet, die auch das Handeln von Vilgefortz und Ciri bestimmte. Wiewohl im Besitz überwältigender Übermacht, scheut Emhyr bei der Konfrontation mit Geralt und Ciri vor der letzten Konsequenz zurück: Denn mit Ciri verbindet ihn mehr als nur die alte Weissagung …

Ihre Meinung zu »Andrzej Sapkowski: Die Dame vom See«

Nanni zu »Andrzej Sapkowski: Die Dame vom See« 18.04.2011
EIGENE MEINUNG:
Wie auch in den vorhergehenden Bänden schmeißt uns Autor Andrzej Sapkowski wieder mitten ins Geschehen. Mitten in eine Geschichte, die an völlig neuer Stelle anknüpft, als sie im letzten Buch endete. Und nicht nur das, er nutzt in jedem Buch ein anderes Stilmittel, um die Geschichte fortzuführen. In „die Dame vom See“ erfahren wir über einige vergangene Taten und unklar gebliebenen Geschehnisse durch Condwiramurs Visionen ähnliche Träume. Dies ist von ihm natürlich bewusst so gewählt, denn es passt zu diesem Abschlussband, in dem sich „Vergangenheit und Zukunft schrecklich verflochten haben“.
Wie immer muss sich der Leser zunächst orientieren, was das Lesen anfangs immer etwas erschwert, wird aber durch Spannung und Abenteuer entschädigt.
Nach dem Einstieg durch Condwiramur und Nimue, einer Figur aus der walisischen Sagenwelt, deren Legende in der Geschichte noch eine weitere Rolle spielen wird, erfährt der Leser den Werdegang von Ciri, dem Löwenjungen, aus Ciris eigener Sicht. Dem jungen Ritter Galahad, der sie „Die Dame vom See“ nennt und von ihrem Anblick verzaubert ist, erzählt sie ihre Geschichte, ab dem Zeitpunkt, zu dem sie in den Schwalbenturm stieg.
„Die Dame vom See“ ist für mich der emotionalste der Geralt Bände. Fünf Bücher lang bin ich an Geralts Seite geritten, hab mit Ciri gekämpft und mir Rittersporns lustiges Geschwafel angehört. Ich habe Freunde und Feinde kommen und gehen sehen und fühle mich so dazugehörig, dass ich mir wie eine Figur der Saga vorkomme. Da bleibt es nicht aus, dass man mit seinen Gefährten auch Freud und Leid teilt.
Andrzej Sapkowski ist ein ganz großer Erzähler. Ein Fantast mit Liebe zu seiner Geschichte, ihrem Verlauf und ihren Charakteren. Alles geschildert mit viel Liebe zum Detail, Spannung und dem ihm eigenen Witz, Charme und Sarkasmus, der nicht nur die Figuren, sondern die Bücher an sich so besonders und lesenswert machen.
Ich will gar nicht zu viel verraten, denn es dies ist schnell geschehen, wenn ich noch ausführlicher auf den Band eingehe, der mir nicht nur Gänsehaut verursacht, sondern auch manchen Schrecken versetzt hat. Der für Überraschungen gut ist und mich nun leider endgültig von meinen Gefährten trennt.

FAZIT: Wer die anderen Bände der Hexer Geralt Reihe gelesen hat, der kann auch vor diesem Band nicht halt machen. Dem grandiosen Abschluss einer Sag, die dem Leser, gerade durch diesen wunderbaren letzten Band, immer im Herzen bleiben wird.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Randyll zu »Andrzej Sapkowski: Die Dame vom See« 19.02.2011
fantastisch. erik simon vermag es, die sprachliche kraft und fülle von sapkowski im deutschen wiederzugeben, ohne dass das werk etwas von seinem charme und seinem raubeinigen humor einbüsst.
grad wenn man zuvor fantasy von mittelmass gelesen hat, jauchzt der eigene sprachsinn hier bei jedem satz.

der finale teil der pentalogie um den hexer geralt hat einen verwirrenden einstieg, da der autor, wie man es sich von im gewohnt ist, wieder eine völlig andere perspektive für den prolog wählt. nur langsam tastet er sich an die ereignisse heran. vielfach ist das buch auch in rückblenden in verschiedene zeiten verschachtelt, oft sogar als rückblende in der rückblende.
das macht das ganze werk, insbesondere aber diesen letzten teil der saga nichts für mal eben zwischen durch. man muss und soll auch bewusst lesen. dies ist auch erforderlich, da viel vom witz und tiefgang erst offengelegt wird, wenn man selbst etwas nachdenkt.

Die Geralt-Sage, inklusive den zwei Prequel-Kurzgeschichten-Sammlungen, gehört für mich neben George R. R. Martins "Lied von Eis und Feuer" zum Besten vom Besten in der Fantasy.
2 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
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