Drachenklänge von Anne McCaffrey

Buchvorstellungund Rezension

Drachenklänge von Anne McCaffrey

Originalausgabe erschienen 1998unter dem Titel „Masterharper of Pern“,deutsche Ausgabe erstmals 2002, 588 Seiten.ISBN 3-453-19673-2.Übersetzung ins Deutsche von Ingrid Herrmann-Nytko.

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In Kürze:

Nach den gefeierten Romanen „;Die Chroniken von Pern: Ankunft und Drachenauge“; kommt nun ein neues Abenteuer aus dem großen Drachenreiter von Pern-Zyklus, der wie kein anderer Elemente aus Fantasy und Science Fiction verbindet und seit Jahrzehnten Leserinnen und Leser begeistert.

Das meint phantastik-couch.de: „Eine traumhafte Geschichte“91

Science-Fiction-Rezension von S.B. Tenz

Die Zeit des Fädenfalls rückt näher, doch gibt es viele Bewohner auf Pern, die die Gefahr unterschätzen. Sie lehnen es ab, sich gegen die Invasoren aus dem All zu wappnen. Die Zeiten haben sich geändert und von den einst so stolzen Drachenreitern sind nur noch wenige übrig. Viele halten die Drachenreiter mittlerweile für überflüssig und bezeichnen sie sogar als Schmarotzer. Diesen Skeptikern stehen die Harfner gegenüber, deren Aufgabe es ist, an die Traditionen zu erinnern. Die Harfner wissen, dass die Drachenreiter die einzige Waffe im Kampf gegen die tödlichen Fäden darstellen.

Es ist eine Zeit der Konflikte, in die Robinton – Sohn des Meisterharfner Petiron und der Meistersängerin Merelan – hineingeboren wird. Schon in frühester Kindheit zeigt sich sein außergewöhnlich musikalisches Talent. Robinton komponiert Partituren, die jedermann liebt und zu singen in der Lage ist. Die Werke seines Vaters hingegen – zweifellos einzigartige Meisterwerke – sind jedoch komplizierter und fast unmöglich zu singen. Einzig seine Frau Merelan ist in der Lage, Petirons Kompositionen unter größten Anstrengungen vorzutragen.

Robinton selbst ist beliebt und genießt innerhalb der Harfnerhalle höchste Anerkennung. Es lässt ihn fast verzweifeln, dass ausgerechnet sein Vater sein größter Neider ist, und als es zwischen Robinton und seinem Vater zum endgültigen Bruch kommt, verlässt der Junge die Harfnerhalle und geht seinen eigenen Weg.

Von schweren Schicksalsschlägen begleitet lernt Robinton Pern und seine Bewohner kennen. Dabei muss er feststellen, dass längst nicht alle Bürger den Harfnern wohlgesonnen sind. Er, der er einer der wenigen ist, der die seltene Gabe besitzt mit den Drachen zu sprechen, spürt die drohende Gefahr für Pern als Erster. Doch zunächst schenkt ihm niemand Glauben. Bis es schließlich zu spät ist.

Eion Leseabententeuer auf hohem Niveau

Anne McCaffrey gehört sicher zu den populärsten Autorinnen der Welt. „;Drachenklänge“ ist der 15. Band im Zyklus „;Der Drachenreiter von Pern“;. Der erste Band (Die Welt der Drachen) erschien bereits 1973. Seitdem hat sich eine große Fangemeinde um diese fantastische und komplexe Saga gebildet.

Nach zuletzt zwei eher schwächeren Bänden innerhalb dieses Zyklus ist Anne McCaffrey mit „Drachenklänge“ wieder der ganz große Wurf gelungen. Knapp 600 Seiten, von denen nicht eine einzige langweilig ist. Der Roman lebt ganz besonders von seinen brillanten Dialogen und bezaubernden Figuren.

Flüssig geschrieben, erzählt die Autorin die Geschichte Robintons und damit die Geschehnisse auf Pern aus dessen Sicht. Der Roman beginnt langsam und gemächlich, gewinnt dann aber immer mehr an Tempo, um schließlich mit einem spektakulären Finale zu enden. Der Leser leidet buchstäblich mit Robinton dessen Überlebenswille vom Schicksal auf eine harte Probe gestellt wird. (Achtung, Taschentücher bereithalten!)

Robinton wird letztendlich zum Symbol für Toleranz, Weisheit und Gerechtigkeit, und damit auch zum Hoffnungsträger der Harfnerhalle. Frei von Klischees schafft die Autorin ein überaus glaubwürdiges Szenario. Unschwer erkennt man Anne McCaffreys Liebe zur Musik, die diesen Roman zu etwas ganz Besonderem macht. Manchmal glaubt man fast die Klänge zu vernehmen, die in der Harfnerhalle komponiert werden. Dabei wird der Roman selbst zu einer Ballade. Eine Komposition vollendeter Erzählkunst aus der Feder einer begnadeten Virtuosin der Literatur. So sollte Fantasy jedenfalls sein: aufregend, literarisch und intelligent.

Wer auf gewaltige und blutrünstige Schlachten – die in diesem Genre ja nicht selten sind – verzichten kann, wer Elben, Zwerge oder Magier nicht vermisst und stattdessen auf der Suche nach einer Geschichte ist, in der man völlig versinken kann und die einen während des Lesens verzaubert, der sollte sich „;Drachenklänge“; auf gar keinem Fall entgehen lassen. Darüber hinaus bietet sich dieser Roman gerade zu als Einstieg in die fantastische Welt um Pern und seinen Drachenreitern an. Anschließend möchte man alle 14 vorherigen Bände am liebsten nacheinander verschlingen.

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