Anthony Burgess

John Anthony Burgess Wilson wurde am 25. Februar 1917 in Manchester geboren. Seine Mutter starb, als er zwei Jahre alt war. Er lebte zunächst bei seiner Tante und später bei seinem Vater, nachdem dieser wieder verheiratet war. Er wollte Musiker werden, wurde jedoch zum Studium nicht angenommen. Statt dessen studierte er englische Literatur am Xaverian College in seiner Heimatstadt Manchester. Von 1940 bis 1946 diente er in der Armee. Er war auf Gibraltar stationiert und unterrichtete dort Sprachen. Er heiratete 1942. Nach dem Krieg arbeitete er als Dozent an verschiedenen Schulen. Anschließend war er für das britische Kultusministerium tätig. In dessen Auftrag war er von 1954 bis 1957 Erziehungsoffizier in Malaysia und danach im Kolonialdienst in Brunei. Während dieser Zeit begann er mit dem Schreiben. Unter den Pseudonymen Joseph Kell und John B. Wilson schrieb er einige unbeachtete Romane. 1959 wurde bei ihm ein Gehirntumor diagnostiziert und er kehrte nach England zurück. Er befürchtete, dass er nicht mehr lange zu leben hätte und stürzte sich in seine Arbeit. Innerhalb eines Jahres schrieb er fünf Romane. Untersuchungen in London blieben ohne Befund und er verarbeitete diese Erlebnisse in dem Buch „The Doctor is Sick“.

Erfolgreicher wurde Burgess, als er beschloss, das Schreiben zu seinem Beruf zu machen, was er sich durch seine Ersparnisse aus seinem Auslandsaufenthalt und durch eine Erbschaft seiner Frau leisten konnte. Er wandte sich nun der Science Fiction zu. Bekannt wurden seine Dystopien „The Wanting Seed“ und vor allem „A Clockwork Orange“, das von Stanley Kubrick sehr erfolgreich verfilmt wurde.

Nachdem seine Frau 1968 starb, heiratete er seine Freundin, eine Italienerin, mit der er bereits 1964 einen Sohn bekam. Bedingt durch Burgess’ großen Erfolg und die hohen Steuern zog das Paar zunächst nach Malta, dann nach Rom. Burgess unterrichtete in den 1970ern an verschiedenen Universitäten in den USA und ließ sich schließlich in Monaco nieder. Anthony Burgess starb am 25. November 1993 als reicher Mann in London an Lungenkrebs.

mehr über Anthony Burgess:

Phantastisches von Anthony Burgess:

  • Enderby
    • (1968) Enderby (Sammelband)
      Enderby
      • (1963) Inside Mr Enderby
      • (1968) Enderby Outside
    • (1974) Das Uhrwerk-Testament
      The Clockwork Testament or Enderby’s End
    • (1984) Enderby’s Dark Lady or No End to Enderby
  • Storysammlungen
    • (1994) Future Imperfect
  • andere Bücher
    • Malayan Trilogy
      • (1964) The Long Day Wanes (Sammelband)
        • (1956) Time for a Tiger
        • (1957) The Enemy in the Blanket
        • (1959) Beds in the East
    • (1956) Byrne
    • (1960) Der Doktor ist übergeschnappt / Der Doktor ist defekt
      The Doctor Is Sick
    • (1960) The Right to an Answer
    • (1961) Devil of a State
    • (1961) The Worm and the Ring
    • (1961) Ein-Hand-Klatschen (als Joseph Kell)
      One Hand Clapping / One Hand Clappin
    • (1963) Honig für die Bären
      Honey for the Bears
    • (1964) The Eve of Saint Venus
    • (1964) Nothing Like the Sun
    • (1965) A Vision of Battlements
    • (1966) Tremor
      Tremor of Intent
    • (1966) Urgent Copy
    • (1971) MF
    • (1974) Napoleonsymphonie
      Napoleon Symphony
    • (1976) Moses: A Narrative
    • (1977) Abba Abba
    • (1979) Man of Nazareth
    • (1980) Der Fürst der Phantome
      Earthly Powers
    • (1980) Das Reich der Verderbnis
      The Kingdom of the Wicked
    • (1986) Carmen
    • (1986) Der Mann am Klavier
      The Pianoplayers
    • (1989) Belsazars Gastmahl
      Any Old Iron
    • (1991) Mozart and the Wolf Gang
    • (1993) Der Teufelspoet
      A Dead Man in Deptford
    • Storysammlungen
      • (1980) Two Tales of the Future
      • (1986) But Do Blondes Prefer Gentlemen?
      • (1989) The Devil’s Mode
      • (1995) The Complete Enderby
      • (1998) One Man’s Chorus: The Uncollected Writings
    • Drehbücher
      • (1985) Oberon Old and New (mit J. R. Planche)
      • (1986) Blooms of Dublin
      • (1990) A Clockwork Orange 2004
    • Bilderbücher
      • (1979) Land Where the Ice Cream Grows
    • Sachbücher
      • (1963) The Novel Today
      • (1964) Language Made Plain
      • (1965) Ein Mann in Dublin namens Joyce
        Here Comes Everybody
      • (1966) Coaching Days of England
      • (1967) The Novel Now: And Guide to Contemporary Fiction
      • (1967) Age of the Grand Tour (mit Francis Haskell)
      • (1970) Shakespeare. Eine Biographie
        Shakespeare
      • (1973) Joysprick: An Introduction to the Language of James Joyce
      • (1976) New York
      • (1976) Der lange Weg zur Teetasse
        A Long Trip to Teatime
      • (1978) Ernest Hemingway, vorgestellt von Anthony Burgess – Ernest Hemingway and his World
      • (1982) Wiege, Bett und Récamier. Kleine Kulturgeschichte des Liegens
        On Going to Bed
      • (1982) This Man and Music
      • (1983) The Heritage of British Literature (mit Elizabeth Bowen, Lord David Cecil, Graham Greene und Kate O’Brien)
      • (1984) 99 Novels: The Best in English Since 1939
      • (1985) D. H. Lawrence. Ein Leben in Leidenschaft
        Flame Into Being: The Life and Work of D. H. Lawrence
      • (1986) Homage to QWERT YUIOP
      • (1986) Little Wilson and Big God
      • (1990) You’ve Had Your Time: Second Part of the Confessions
      • (1991) On Mozart: A Paean for Wolfgang
      • (1992) A Mouthful of Air
      • (1992) The Book of Tea
  • Über Anthony Burgess
    • (1971) The Consolations of Ambiguity: An Essay on the Novels of Anthony Burgess (von Robert K. Morris)
    • (1972) Anthony Burgess (von Carol M. Dix)
    • (1979) Anthony Burgess (von Geoffrey Aggeler)
    • (1980) Anthony Burgess (von Jeutonne Brewer)
    • (1984) Anthony Burgess: An Annotated Bibliography and Reference Guide (von Paul W. Boytinck)
    • (1990) Clockwork Universe of Anthony Burgess (von Richard Mathews)
    • (1991) Anthony Burgess (von Harold Bloom)
    • (1991) Anthony Burgess Revisited (von John J. Stinson)
    • (1992) Anthony Burgess (von Samuel Coale)
    • (1997) Clockwork Orwell. Über die kulturelle Wirklichkeit negativ-utopischer Science Fiction (von Thomas Nöske)