Die letzte Generation von Arthur C. Clarke

Buchvorstellung

Originalausgabe erschienen 1953unter dem Titel „Childhood´s End“,deutsche Ausgabe erstmals 1960, 282 Seiten.ISBN 3-453-87534-6.Übersetzung ins Deutsche von Else von Hollander-Lossow, Bernhard Kempen.

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In Kürze:

Gleich zu Anfang der Handlung erscheinen gigantisch große Raumschiffe über den Großstädten der Erde. Die Außerirdischen nehmen zwar Kontakt zu den Menschen auf, wollen sich jedoch selbst nicht zeigen. Sie werden „Overlords“ genannt und sind den Menschen in jeder Beziehung weit überlegen, vor allem in technischer und moralischer Hinsicht. Sie sollen die Menschheit zu neuer Reife führen, um einen Evolutionssprung auf eine weitere Entwicklungsstufe einzuleiten, die andere Zivilisationen der Galaxis bereits erreicht haben. Dazu wird die Erde zunächst befriedet, alle Ursachen für kriegerische Auseinandersetzungen werden beseitigt. Jeder führt schließlich ein menschenwürdiges Dasein, Hunger und Not gibt es nicht mehr. Die Erde verwandelt sich geradezu in ein Paradies. Nach fünfzig Jahren zeigen sich die Overlords erstmals, und sie gleichen dem Bild, das sich die Menschen von Teufeln gemacht haben: Sie tragen Hörner auf dem Kopf und haben einen langen Schwanz. Ein neugieriger junger Mann schmuggelt sich an Bord eines der Raumschiffe der Overlords und hat so die Möglichkeit, den Heimatplaneten der Außerirdischen zu besuchen. Auf der Erde zieht sich unterdessen eine Gruppe von Künstlern auf eine einsame Insel zurück, um ohne die Segnungen der neuen Technologie auszukommen. Doch ausgerechnet dort werden die ersten Kinder einer gänzlich neuen Generation geboren. Diese Kinder haben die Fähigkeiten der Telepathie und Präkognition. Sie beginnen von anderen Welten zu träumen, und als sie sich zusammenschließen, verlassen sie als gemeinsamer Geist die Erde. Ihre Eltern sind die letzte Generation der Erde, mit der die gesamte ursprüngliche Bevölkerung des Planeten ausstirbt.

Ihre Meinung zu »Arthur C. Clarke: Die letzte Generation«

Matthias zu »Arthur C. Clarke: Die letzte Generation«11.05.2017
Wenn ich mir die heutigen Staatenlenker so ansehe,muss ich feststellen das wir als Menschheit die Overlords dringender benötgen denn je. Ich war der Ansicht das der Mensch den nächsten Schritt vom irdischen bzw planetarischen zum kosmischen Raum inKürze vollziehen wird. Stattdessen erhebt sich der Popanz Nation aus der Versenkung. Das ist ein gewaltiger Rückschritt Für mich ist die Nationalität oder Staatsangehörigkeit lediglich ein Ordnungsbegriff oder eine Formalität der überwunden werden sollte. Die EU oder die UNO müssen unbedingt erneuert bzw reformiert werden . Nur auf diesem Weg werden wir uns als Menschheit weiter entwickeln . Nationale Kleingeisterei hilft uns nicht weiter sondern führt zu neuen Konflikten. Die Aufbruchsstimmung der Jahre 1989- 90 ist nahezu verflogen. Meiner Ansicht nach sollten wir den Blick in den Sternenhimmel wieder wagen und neugierig sein.
Stefan Bogdanski zu »Arthur C. Clarke: Die letzte Generation«10.03.2015
Dieses Buch gilt zurecht als Klassiker der SciFi, und auch über ein halbes Jahrhundert nach seiner Veröffentlichung fasziniert die Idee hinter den Overlords. Wie hier Esoterik und Religion ineinander fließen, ist geschickt konstruiert.

Das Buch ist genau richtig, wenn man seine Hirnwindungen durchlüften möchte. Aber eines darf man nicht erwarten: ein klassisches Happy End. Je nach persönlichem Geschmack kann man das Ende positiv werten, aber einen bitteren Beigeschmack hat es doch. (Ich persönlich hätte ja die gleiche Endstation wie die Overlords vorgezogen, nicht deren Herren, aber das ist Geschmackssache.)

Dennoch - eine Dystopie, die man selbst lesen muss, um sich eine Meinung zu bilden. Und es ist faszinierend, wie viele andere Geschichten sich offenbar hier bedient haben.
weltenbummlerin zu »Arthur C. Clarke: Die letzte Generation«15.05.2014
Das Buch ist nicht nur gut geschrieben, sondern - wenn man bedenkt, dass es aus den 1950er Jahren stammt - von großer Aktualität und Weitsicht, z. B. die Forderung nach der Abschaffung aller Religionen. Mit dem fulminanten Ende gehört "Die letzte Generation" zu den "perfekten Bücher": ausgefallene Ideen, ein logischer Aufbau, plastische Charaktere und ein Spannungsbogen, der sich bis zur letzten Zeile spannt! Unbedingt zu empfehlen!
sagaya zu »Arthur C. Clarke: Die letzte Generation«06.05.2014
Raumschiffe schweben über den größten Städten der Erde und ein Gesandter wird ein MIttelsmann zwischen der Menschheit und den Außerirdischen. Der Kontakt gestaltet sich unerwartet. Der Roman ist wirklich visionär für die Zeit, in der er geschrieben wurde. So erkennen die Außerirdischen in Religionen und fehlender Empfängnisverhütung Kernprobleme und schaffen sie ab. Bei einem Stierkampf lassen sie die Zuschauer telepatisch an den Qualen des Stieres teilnehmen. Auch andere Formen der Tierquälerei finden so ein schnelles Ende.
Beverly zu »Arthur C. Clarke: Die letzte Generation«05.08.2012
Mir kam der Altmeister SF manchmal etwas altbacken vor und mit seinem hochgelobten "2001" wurde ich nicht richtig warm. In "Die letzte Generation" dagegen zeigt sich Arthur C. Clarke als brillianter Visionär, der zeigt, welche tragischen Folgen die Weiterentwicklung der Menschheit für die Menschen haben können. Von dem Geplänkel zu Anfang des Romans soll sich niemand täuschen lassen - auf sein Ende kommt es an und das hat es in sich! Clarke zeigt darin, dass die Evolution von Bewusstsein und Intelligenz im Kosmos Wege einschlagen könnte, an die weder die Optimisten ("Menschen wie Götter") noch die Kulturpessimisten ("Der Mensch hat seine Grenzen erreicht") denken.
Khaless zu »Arthur C. Clarke: Die letzte Generation«08.02.2009
Ein Klassiker und noch dazu einer Besten! Wie schon geschrieben wurde, erkennt man, dass viele SF-Bücher und Filme ihre Anregungen hier geholt haben. Die Idee der allmächtigen Aliens, die bedrohlich wirken, aber eigentlich gar nicht sind, ist brilliant. Ein zeitloses Buch, dass einem Hoffnung gibt, dass wir Menschen uns vielleicht doch nicht selbst vernichten...
K.-G.Beck-Ewe zu »Arthur C. Clarke: Die letzte Generation«11.01.2008
Wer die Konzepte von Geschichten und Fernsehserien wie „Aliens Nation“, „V“, „Die Besucher“ und so weiter schätzt sollte dieses Buch lesen um zu sehen, wo sie ihren Ursprung haben könnten. Tatsächlich sind mir beim Lesen etwa 20 Bezüge zu modernerer und bekannterer SF eingefallen. Sogar so B-Movie-Klassiker wie „The Stepford-Children“ und der auf diesen Seiten besprochene Roman „Das Darwin-Virus“ zeigen deutliche Anleihen an dieses Buch. Die Letzteren beiden Bücher zusammengenommen ergeben ziemlich genau das Konzept dieses Romans. Was sicherlich sehr für seine Qualität spricht und ihn auch noch 50 Jahre später frisch und lesenswert macht. Sogar Roland Emmerichs „Independence Day“ hat sicherlich einige Anleihen an diesem Roman genommen und sei es nur über den Umweg von „V“. Gleichzeitig ist dies ein sehr religiöser Roman.

Im beginnenden 21. Jahrhundert macht sich die Menschheit bereit um den ersten bemannten Flug zum Mars zu starten. Plötzlich erscheinen über den wichtigsten Städten der Erde gigantische Raumschiffe, die dort absolut regungslos verharren. Die Bevölkerung der Welt ist überrascht und verängstigt und als sich die Besatzungen der Schiffe über einen langen Zeitraum nicht melden, steigt die Spannung ins Unermessliche. Schließlich nimmt eines der Schiffe Kontakt mit allen Menschen auf, indem es die gesamten Radionetze okkupiert und in perfektem Englisch wird der Menschheit erklärt, dass sie jetzt eine Art Hausmeister habe, der alles besser machen würde. Der Versuch eines Landes, eines der Raumschiff aus dem Himmel zu blasen verpufft wirkungslos und unbeachtet. Durch den General-Sekretär der UNO erklärt Karellen, der „Hausmeister“, wie die Menschheit ihr Leben von heute an zu führen habe. Doch obwohl die Neuankömmlinge – die bald den Spitznamen „Overlords“ erhalten – es problemlos verstehen, ihre Forderungen durchzusetzen, wird dabei niemals offensichtliche Gewalt eingesetzt und noch nicht einmal der General-Sekretär bekommt sie in seiner Amtszeit jemals zu Gesicht.

Die Manipulationen und Einflussnahmen der „Overlords“ beenden alle Kriege auf der Welt und leiten ein „Goldenes Zeitalter“ ein, dessen Vorzüge schließlich fast alle Menschen über-zeugen und als sie sich nach 50 Jahren den Menschen zum ersten Mal zeigen, macht ihre offensichtliche Ähnlichkeit mit überlieferten Teufelsbildern kaum noch jemanden nervös. Tatsächlich stellen sie sich mehr und mehr als interessante und rätselhafte Begleiter heraus, die allerdings zwei Nachteile haben. Zum Einen verhindern sie jeden weiteren Versuch der Menschen in den Weltraum vorzudringen (s. Die Taelons in „Die Besucher“) und sie schwiegen sich weiterhin über den eigentlichen Grund ihres Auftauchens auf der Erde aus. Als dieser schließlich klar wird ist die Überraschung groß, aber durch die von den „Overlords“ geleistete Vorarbeit ist die Menschheit nun in einem psychologischen Reifezustand, der es ihr ermöglicht, die Offenbarung zu akzeptieren und auch ihre Konsequenzen zu ertragen. Diese gehen sehr über das eigentliche SF-Betrachtungsfeld hinaus und berühren den Bereich des Metaphysischen, bis sie schließlich ganz in diesem aufgehen.
Shrike zu »Arthur C. Clarke: Die letzte Generation«11.01.2008
Die letzte Generation" von Arthur C. Clarke ist ein Klassiker. Einer der spirituellsten Romane in der SF-Literatur.
Es geht in großen und ganzen um die geistige Transformation der menschlichen Spezies.
Clarke spielt mit religiösen Mythen und esoterischem Wissen.
Die außerirdischen sind weniger die gefallenen Engel, sondern als Lichtbringer, Schicksals – Variationen des menschlichen Bewusstseins dargestellt.

Der Roman macht durch seine Handlung, Dramatik und der guten Idee wirklich Spaß.
Die Geschichte ist in drei große Abschnitte eingeteilt, die sehr flüssige und spannende geschrieben sind. Was die Tiefe und die philosophischen Ausrichtung des Werkes keines Wegs mindert.

Auf jeden Fall ein Meisterwerk und eine klare Leseempfehlung!
2 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
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