Nodus von Arthur C. Clarke

Buchvorstellung

Nodus von Arthur C. Clarke

Originalausgabe erschienen 1993unter dem Titel „Rama Revealed“,deutsche Ausgabe erstmals 1996, 666 Seiten.ISBN 3-453-09247-3.Übersetzung ins Deutsche von Roland Fleissner.

»Nodus« kaufen oder zum Merkzettel hinzufügen

bestellen bei amazon

in mein Bücherregal

In Kürze:

Endlich wird das Geheimnis von Rama gelüftet. Das riesige außerirdische Raumschiff ist ein Testgelände, in dem junge raumfahrende Rassen geprüft werden, ob sie reif sind, in die Gemeinschaft der intergalaktischen Spezies aufgenommen zu werden. – Die meisten Menschen schneiden bei dieser Prüfung schlecht ab. Sie werden als aggressiv, unbelehrbar und rassistisch eingestuft. – Nur wenige dürfen den Nodus bei Tau Ceti betreten, den der Schöpfer des Universums für die Vielfalt seiner Kraturen eingerichtet hat. – Ein atemberaubender SF-Thriller vom weltberühmten Autorenteam Arthur C. Clarke und Gentry Lee, mit dem der vierteilige Rama-Zyklus seinen packenden Abschluß findet. Wegen Verrats zum Tode verurteilt, steht Nicole in der galaktischen Kolonie die Hinrichtung bevor. Im letzten Moment kann sie den Schergen der grausamen Diktatur entkommen und zur Erde zurückkehren. Doch ihre Peiniger geben nicht auf. Ein packender SF-Thriller!

Ihre Meinung zu »Arthur C. Clarke: Nodus«

Klaus Beck-Ewerhardy zu »Arthur C. Clarke: Nodus«17.12.2009
Dies ist der vierte und letzte Band des „Rama“-Zyklus, der zunächst mit dem ersten Besuch eines „Rama“-Raumschiffes („Rendezvous mit Rama“) auf der Erde begann, der eher erfolg-los endete, der aber die Menschen dazu brachte einige grundlegende Wahrheiten über sich selbst zu hinterfragen - zumindest für eine kurze Zeit. Danach wurde ein zweites „Rama“-Schiff von einer menschlichen Expeditionsgruppe untersucht, die dann schnell selbst zum Untersuchungsobjekt wurde („Rendezvous mit Übermorgen“). Nach einiger Zeit wird ein repräsentativer Querschnitt von Menschen auf ein „Rama“-Schiff gebracht um dort auf ihre Tauglichkeit mit anderen raumfahrenden Lebewesen auszukommen getestet zu werden („Die nächste Begegnung“). Der vierte Band nun soll die Ergebnisse dieses Tests darstellen.

In der Menschenenklave auf dem riesigen Raumschiff hat sich ein Diktator an die Macht ge-schwunden und bereits die Habitate zweier anderer Rassen im Schiff erobert und die meisten der Einwohner vernichtet. In den besetzten Gebieten und in der Menschenenklave selbst herr-schen Angst und Schrecken und eine Reihe von Leuten wurden zu unliebsamen Personen er-klärt und machten sich eiligst aus dem Staub.

Ihre Flucht vor der diktatorischen Strafverfolgung treibt sie im wahrsten Sinne des Wortes in den Untergrund, wo sie eine Rasse von Oktoarachniden treffen, die ihnen aus zunächst noch unverständlichen Gründen unter die Arme greifen. Diese doch sehr andersartigen Lebewesen und ihre Begleiter sowie ihre Lebensart stellen die Toleranz einiger der Flüchtlinge auf eine sehr harte Probe und nicht jeder scheint sie bestehen zu können. Nur die Bedrohung außen – durch die Vertreterinnen und Vertreter der eigenen Art – können die Flüchtlinge mit ihren Gastgebern enger zusammen kommen lassen. Denn eine militärische Auseinandersetzung zwischen Menschen und Oktoarachniden erscheint unausweichlich. Und von den Besitzern und der Mannschaft des Schiffes ist nichts zu sehen oder zu hören.

Diese Situation – und noch einige andere, die folgen sollen – wird mehr oder weniger nach dem deus-ex-machina-Prinzip aufgelöst, eine Vorgehensweise, die zurecht von den meisten Literaturkennern als nicht so elegant gesehen wird. Und auch in diesem Fall wirkt sie sehr aufgesetzt und nimmt dann aus dem weiteren Handlungsverlauf jede mögliche Spannung her-aus.

Und diese Spannung hat es schon vorher schwer aufzukommen, denn nicht nur bleiben die einzelnen Handlungsträger auch in diesem letzten Teil weitestgehend sehr dünn charakteri-siert und da sie sehr, sehr oft in indirekter Rede präsentiert werden, kann man sich beim Lesen nicht wirklich mit ihnen identifizieren. Allein das macht das Lesen dieses Romans zu einem gewissen Mühsal. Genau, wie die meisten der Charaktere sehr vernünftig mit Konfliktsituati-onen umgehen – bis auf die zwei oder drei, die diese eigentlich erst erzeugen – erscheinen viele der intellektuellen und ethischen Konflikt, besonders gegen ende des Romans, als ziemlich aufgesetzt. Gelegentlich ausgelassene Buchstaben und eine nicht an allen Stellen gelungene Übersetzung senken das so schon sehr dünne „Lesevergnügen“ dann noch mehr. Nicht wirklich eines der überragenden Meisterwerke der SF-Literatur.
Ihr Kommentar zu Nodus

Hinweis: Fragen nach einem fertigen Referat, einer Inhaltsangabe oder Zusammenfassung werden gelöscht.