Feuerprobe von Ben Bova

Buchvorstellung

Feuerprobe von Ben Bova

Originalausgabe erschienen 1982unter dem Titel „Test of Fire“,deutsche Ausgabe erstmals 1991, 364 Seiten.ISBN 3-453-04304-9.Übersetzung ins Deutsche von Norbert Stresau.

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Ihre Meinung zu »Ben Bova: Feuerprobe«

SFotto zu »Ben Bova: Feuerprobe«02.08.2009
Kein tolles Buch, obwohl die Story auf den ersten Blick eigentlich ganz spannend klingt.

Eine ungewöhnlich starke Sonneneruption zerstört das gesamte Gebiet von Europa und der Sowjetunion. Bevor die Sonne in den USA aufgeht, ist der Spuk auch schon wieder vorbei.
Die Sowjets interpretieren das Ereignis fehl, und starten sofort den nuklearen Gegenschlag. Sie zerstören ihrerseits alle größeren Städte der USA.

Die einzigen, die die Geschichte relativ unbeschadet überstehen, sind die Bewohner einer Mondkolonie. Um die Kolonie weiterführen zu können, benötigen sie jedoch dringend spaltbares Material von der Erde. Douglas Morgen übernimmt die Aufgabe, zur Erde zu fliegen, um die Brennstäbe zu besorgen.
Auf der Erde (hier die USA) herrschen inzwischen chaotische Zustände. Die Städte sind zerstört und Plünderer-Banden ziehen raubend und mordend durch die Lande.
Douglas Morgen beschließt auf der Erde zu bleiben, um sich ganz dem Neuaufbau der Zivilisation zu widmen. Jahre später folgt ihm sein Sohn Alec um die Mission zu beenden und die Brennstäbe doch noch auf den Mond zu bringen.
Douglas hat inzwischen alles spaltbare Material aus den Reaktoren geholt und in seiner Festung gelagert.
So kommt es, wie es kommen muss: Vater und Sohn treffen sich zum großen Showdown am Schluss.

Soweit eine kurze Zusammenfassung.

Der Roman stammt aus dem Jahre 1982 - fast ein bisschen spät also für diese typische "Kalte-Krieg"-Propaganda.
-Natürlich fühlen sich die bösen Russen angegriffen und starten innerhalb weniger Minuten ihre Atomraketen.
-Natürlich verfügen die bösen und etwas beschränkten Russen nicht über die technischen Mittel, die wahre Ursache der Katastrophe zu erkennen.

Gottseidank wird diese Vorgeschichte in weniger als 20 Seiten abgehandelt.

Die Ungereimtheiten hören aber danach nicht etwa auf.
-Man kann offensichtlich mit Shuttles problemlos zwischen Erde und Mond, wie mit dem Reisebus, pendeln, hat von der Erde aus aber immer nur für wenige Minuten Funkkontakt zum Mond!
-Warum kann man sich die Brennstäbe nur im radioaktiv verseuchten Amerika besorgen?
-Obwohl auf dem Mond (ein sechstel Erdanziehung !) geboren und aufgewachsen, bereitet es Alec keinerlei Probleme, Wochen und Monate schwerbewaffnet auf der Suche nach seinem Vater durch unwegsames Gelände zu wandern und zu reiten!
-Wohin sind Regierung, Polizei, Armee, Geheimdienst und Nationalgarde verschwunden?
-Und warum haben sich die Mondbewohner eigentlich von der Erde losgesagt? Es gibt dafür keine logische Erklärung.

Fazit:
Zu viele Ungereimtheiten, die die eigentlich gar nicht so schlechte Geschichte kaputt machen.
Als eingefleischter Ben Bova - Fan kann man das lesen, man versäumt aber nichts, wenn man es bleiben lässt.
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