Alica und die Dunkle Königin von Bernhard Hennen

Buchvorstellungund Rezension

Alica und die Dunkle Königin von Bernhard Hennen

Originalausgabe erschienen 2005, 323 Seiten.ISBN 3-570-30806-5.

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In Kürze:

Alica reist zum Rittergut ihrer Großeltern und damit mitten hinein in ein Fantasy-Märchen der etwas anderen Art: In dem Gemäuer treibt ein Geisterfalke sein Unwesen und Alica verliebt sich bald in einen jungen Husaren, der ihr im Spiegel erscheint. Und dann taucht auch noch der Heinzelmann Wallerich auf, von Köln in die Eifel strafversetzt, um den Falken mit Magie, modernster Technik und Alicas Hilfe nach „Nebenan“ zu bringen – der Welt der Fabelwesen. Auf dem Rücken der Möwe Schnapper stürzen sich die beiden ins Abenteuer und rufen damit die dunkle Königin hinter den Spiegeln auf den Plan.

Das meint Phantastik-Couch.de: „Pubertäre Wirren“95

Fantasy-Rezension von Amandara M. Schulzke

Die vierzehnjährige Alica soll ihre Großeltern väterlicherseits besuchen, da ihre Mutter nach der Geburt ihres Bruders schwerkrank auf der Intensivstation liegt. Den Bruder mag sie nicht, den neuen Freund der Mutter auch nicht. Ihr Vater ist seit fünf Jahren auf einer Expedition verschollen. Mutterseelenallein steht sie auf dem verlassenen Bahnhof und wird nicht abgeholt. Sie ist sauer und macht sich alleine auf den Weg. Doch das einsame Rittergut Greifenstein ist verlassen und ohne Strom. Sie durchsucht das Haus nach einem Lebenszeichen ihrer Großeltern. Dabei greift sie auf dem Weg zum Dachboden ein Falke an. Sie stürzt. Als sie wieder wach wird, sind ihre Großeltern da, der Großvater mürrisch und die Großmutter liebevoll. Der Falke stellt sich als Geist heraus und im Spiegel des Badezimmers begegnet ihr François, ein junger französischer Husar, in den sie sich verliebt. Wie kann sie den Falken stoppen und François wiedersehen? Unterstützung bekommt sie von völlig unerwarteter Seite, von dem Heinzelmann Wallerich und seiner bissigen Möwe Schnapperich.

Dunkle Spannung

Die Neuauflage von „Alica und die dunkle Königin“ führt uns wieder nach „Nebenan“, in die Welt, in der Märchen- und Sagengestalten leben, die in der Welt der Menschen nichts mehr zu suchen haben. Denn nur dort kann sie das Rätsel um den Geisterfalken und den jungen Trompeter lösen. Wie von Hennen gewohnt, ist auch „Alica“ spannungsgeladen, beschert uns Überraschungen, lässt uns innig und intensiv an den Gefühlen und Entscheidungen der Protagonisten teilhaben. Hennen ist das Kunststück gelungen, sich als erwachsener Mann in die Gefühlswelt eines Teenagers, der zudem noch massive Probleme hat, einzufühlen. Der Leser fiebert mit Alica mit und erinnert sich möglicherweise an seine erste Liebe. Eine besondere Rolle spielt ihr Verhältnis zum Großvater, von dem sie sich anfangs ungeliebt und bevormundet fühlt. Hennen schafft es meisterhaft, die Ambivalenz und die Entwicklung ihrer Beziehung zu Akzeptanz und Freundschaft herauszuarbeiten. In „Alica“ hat sich Hennen auf einen Handlungsstrang konzentriert, dabei gelingt es ihm, auch die Nebenfiguren stilsicher und detailliert lebendig werden zu lassen.

„Nebenan“ ist ein Buch mit viel Humor. Der blitzt in „Alica“ auch immer wieder auf. Heinzelmänner und Kobolde haben eben ihre eigene Auffassung von der Welt und wie sie sein sollte. Doch mit „Alica“ findet der Leser ein Buch, bei dem er sich durchaus gruseln kann und in dem dunkle Spannung aufkommt, wenn es darum geht, dass Alica der dunklen Königin den Preis für deren Unterstützung zu zahlen hat. Dazu ist sie aus Loyalität zu den Heinzelmännern nicht bereit.

Um François zu treffen, muss sie in die Zeit Anfang des 19. Jahrhunderts zurück. Das beschert uns neben der gelungenen fantastischen Welt auch Einblicke in den napoleonischen Feldzug in der Eifel. Mit 330 Seiten ist der Roman schnell ausgelesen, sein Ende bietet jedoch Stoff für einen Nachfolgeband, von dem wir hoffen, dass sich Hennen die Zeit dafür nimmt. Hennen wird von der Öffentlichkeit an seinen Elfen-Bänden gemessen. Mit der Geschichte um das junge Mädchen und ihre Erlebnisse in der Vergangenheit und „Nebenan“ schenkt er uns eine Praline für zwischendurch und ein fesselndes, witziges und romantisches Muss für Hennen-Fans.

Der Verlag Ueberreuter hat sich mit dem Cover und der Innengestaltung des Romans viel Mühe gegeben. Das Cover mit Hochprägung ist eine Freude für das Auge und entspricht dem Inhalt des Romans gefühlvoll.

Ihre Meinung zu »Bernhard Hennen: Alica und die Dunkle Königin«

Alisa zu »Bernhard Hennen: Alica und die Dunkle Königin«12.08.2007
Als ich die ersten 50 Seiten des faszinierenden Buches "Alica und die Dunkle Königin" gelesen habe, dachte ich mir ein anderes Buch zu besorgen, weil mir dieses zu langweilig ershien. Aber ich zwang mich doch weiterzulesen und jetzt bin ich unglaublich froh darueber, denn ich hab mein Lieblingsbuch gelesen/gefunden! Vor allem begann das Buch um die Kapitel "Vegetarier, welke Blumen und tote Tauben" und "Mathematik und Hexerei" zu fesseln! Es war einfach faszinierend! Als ich das Buch gelesen habe, konnte ich es garnicht glauben... Ich haette mir gewuensht, das Buch wuerde nie enden! ;-) Ich habe es gleich per icq meinen Freundinnen weiterempfohlen! Ich kam garnicht mehr aus dem Shwaermen heraus! *gGg* Naja... auf jedenfall ein tolles Buch, das man unbedingt gelesen haben sollte!
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