Elfenkönigin von Bernhard Hennen

Buchvorstellungund Rezension

Elfenkönigin von Bernhard Hennen

Originalausgabe erschienen 2009, 800 Seiten.ISBN 3-453-53340-2.

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In Kürze:

Das Schicksal der Elfen erfüllt sich Nach Jahrhunderten hat Elfenkönigin Emerelle ihren Thron verloren. Unerkannt reist sie durch das Land, an ihrer Seite Ollowain, der wiedergeborene Held, der ihr in den Drachenkriegen das Leben rettete. Da erreicht sie eine erschütternde Nachricht: Albenmark droht unter der Herrschaft der Trolle unterzugehen. Emerelle muss sich entscheiden: Kämpft sie für ihre Liebe oder für ihren Thron …

Das meint Phantastik-Couch.de: „Der neue würdige Tolkien“100

Fantasy-Rezension von Amandara M. Schulzke

Emerelle als vertriebene Königin und fahrende Ritterin, in der Zeit, als Trolle und Kobolde über Albenmark herrschen, an ihrer Seite Ollowain. Wir erinnern uns, dass ihm der rebellische Lutin Elija Glops seine Erinnerung an seine jetzige Inkarnation geraubt hat. So zieht er als der Spieler Falrach mit ihr, verwundert darüber, dass sie Ollowain liebt und dass er keine Magie mehr wirken kann. Ob sie die Liebe zu dem Mann wiederfindet, der vor Jahrhunderten sein Leben für ihres gab? Im verbrannten Land, das einst die Drachen verwüsteten, begibt sie sich auf die Suche nach ihrem wahren Ich.

Währenddessen lagern Trolle, Kobolde und andere Bewohner Albenmarks im Thronsaal, als wäre es auf dem freien Feld. Nur die Trollschamanin Skanga weiß darum, wie gefährlich die Königin für die Herrschaft Gilmaraks ist. Sie schließt ein unheilvolles Bündnis mit der verfeindeten Elfin Alathaia, um Emerelle zu töten. Der Lutin Nikodemus Glops und der Troll Madra sollen sie finden, das gelingt ihnen auch, doch wem gehört ihre Loyalität? In Albenmark vermutet der Herr der Wasser von Vahan Calyd eine Verschwörung und macht sich auf den Weg, den Tod seines Sohnes aufzuklären.

Unterdessen zieht der Priester Jules den „Waisenjungen“ Adrien zu einem hervorragenden Ritter heran, der Begründer des Ordens vom Aschenbaum wird und seine verschollene unerfüllte Liebe Elodia sucht.

Lebende Bücher

Wir wissen um die großartigen Handlungsstränge, die uns Hennen in seinen Romanen präsentiert, so kann diese kurze Zusammenfassung von 900 Seiten nur ein billiger Abklatsch der vielfältigen Geschehnisse und Abenteuer sein, die uns in dem siebenten Band dieser Saga erwarten. Viele Rezensenten haben schon in höchsten Tönen die Werke Hennens besungen. „Bildgewaltig, fesselnd, mitreißend...“ Wie schafft es Hennen, einen Bestseller nach dem anderen zu platzieren? Indem er eine magische Welt erschafft, in der sich jeder Leser wieder finden kann, die Hausfrau gleichermaßen wie der Staatschef, die Wahrsagerin, der Soldat, Geliebte und Ungeliebte, gleichermaßen Jugendliche, Erwachsene und die, die die Zeit der Reife schon erreicht haben.

Mag die Welt noch so fantastisch sein, begegnen wir in der Verfremdung uns allen bekannten Verhaltensweisen oder Situationen, die unsere moderne Welt in ihrer Bewusstheit oder Unbewusstheit beuteln. Hennen begibt sich auf die Standpunkte der Protagonisten. Sind wir mit Emerelle unterwegs, ist sie im Recht. Skanga muss so handeln, genauso wie die Grauhäute, ein Koboldvolk, das es nur im verbrannten Land gibt. Wir fiebern mit allen mit, genau in den Momenten, in denen wir über sie lesen. Meisterhaft lässt uns Hennen an den Gefühlswelten der einzelnen teilhaben und vor allem an ihren Entscheidungsprozessen. Bei Tolkien war alles klar, die Guten kämpften gegen die Bösen. Bei Hennen gibt es das nicht, nicht einmal bei dem Devanthar, der zwar das wahre Böse verkörpert, doch lest selbst. Der größte Unterschied zu der Qualität von Tolkien besteht in der Vielfalt der erfundenen Charaktere, Wesen, Völker, die sich in aller Widersprüchlichkeit zu einem organischen Ganzen fügt.

Hennen schreibt große Fantasy, Fantasy, die uns herzhaft lachen lässt oder der Taschentuchindustrie höhere Umsätze beschert. Seine Geschichten und Figuren gehen nah. Sie verfolgen uns in unseren Träumen, weil wir sie teils realistischer erleben als unsere Jetztwelt oder den Alltag. Andere Bücher sind zum Lesen, Hennens Bücher zum Leben.

Ein paar Worte an den Verlag: Ja, die Schwerter auf den zahlreichen Covern garantieren den Wiedererkennungseffekt. Aber wie nichtssagend! Hennen hat sich mittlerweile einen solchen Ruf erschrieben, dass es die wohl nicht mehr braucht. So werden die köstlichsten Pralinen in Packpapier eingeschlagen. Und warum bitte nicht endlich mal ein Hardcover? Büchersammler stellen sich nicht gerne Taschenbücher ins Regal!

Ihre Meinung zu »Bernhard Hennen: Elfenkönigin«

Lorion zu »Bernhard Hennen: Elfenkönigin«14.07.2010
Der Großteil der Elfenromane von Hennen ist sicherlich ein Stück gelungener als "Elfenkönigin", dennoch haben wir es hier meiner Meinung nach mit einem sehr gutem Buch zu tun. Ich verstehe jene nicht, die behaupten, dass es keine Story in diesem Roman gäbe! Die Kapitel seien lieblos "zusammengeklatscht"? Für mich war es eher spannend von Handlungsstrang zu Handlungsstrang zu springen und somit an jeden dieser gefesselt zu sein.

Der Vergleich mit Tolkien ist natürlich nicht angebracht. Ich bin ebenfalls der Meinung, dass Hennen Hennen sein will und nicht Tolkien. Diesen Anspruch hat kein ernst zu nehmender Fantasy-Autor.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Schattenklinge zu »Bernhard Hennen: Elfenkönigin«16.03.2010
Bernhard Hennen ist ein großartiger Autor, das muss einfach mal gesagt werden, aber...!
Dieses Buch gehört zu dem schlechtesten, was ich jemals gelesen habe!
"Die Elfen" oder auch "Elfenwinter" haben eine interessante Story, die glaubwürdig und fesselnd geschrieben wurde, die Charaktere wirkten sympathisch und man kann die Handlungen nachvollziehen. In diesem Buch sieht das ganz anders aus, dem Autor sind ganz einfach die Ideen ausgegangen und man quält sich durch die Geschichte, bis das Buch ENDLICH ein viel zu rasches, unverständliches Ende findet. "Elfenkönigin" ist, das muss einfach mal ausgesprochen werden, SCHUND!!

Dass die Redaktion "Der neue "würdige"(???) Tolkien" schreibt, ist nichts anderes als eine Beleidigung für Tolkien. Es gab andere Bücher von Hennen, wie oben gesagt, die dem "Herrn der Ringe" wesentlich näher kamen als dieser Schrott!
Bitte behaltet Bernhard Hennen als sehr guten Autor in Erinnerung und geht, wenn ihr dieses Buch seht, daran vorbei!
1 von 7 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Jon Bosques zu »Bernhard Hennen: Elfenkönigin«14.12.2009
Ich habe dieses Buch bereits bestellt und wollte mir als "Einstimmung" die ein oder andere Kritik im Vorraus ansehen.
Nachdem ich aber die Überschrift gelesen habe, ist mir ehrlich gesagt die Lust vergangen. "Der neue, würdige Tolkien". Es ist nicht nur, dass ich diesen Tolkienvergleich dermaßen banal und abgegriffen finde, es ist für mich vielmehr ein Zeichen, entweder für die Unqualifiziertheit oder die Gleichgültigkeit mit der der Artikel verfasst wurde.
Tolkien ist keine Fantasy, die ganze Fantasy ist Tolkien. Alles was in dem von ihm geprägten Stil verfasst wird, ahmt ihn nach, und nichts was nachahmt, kann sein Vorbild erreichen, zerbricht es nicht die Grenzen, die die High-Fantasy auferlegt.
Hennen ist zweifelsohne ein sehr guter Autor, ich denke sogar, der Beste den wir für diesen Bereich haben, aber Hennen will nicht Tolkien sein, ist es nicht und wird es auch niemals werden.
Daher sind jegliche Vergleiche mit dem Großmeister der High-Fantasy derart schwachsinnig, dass sie mehr über sich selbst als über das Werk aussagen.
Erst wenn einem bei einem Buch und seiner Beurteilung der Name Tolkien nicht mehr in den Sinn kommt, kann man den Autor auf seine Stufe heben.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Iralatana zu »Bernhard Hennen: Elfenkönigin«18.11.2009
Dieses Buch ist eine Beleidigung. Das Fantasy-Genre lebt fraglos von sorgfältig durchkomponierten Plotlinien und deren narrativer Kraft. Doch davon ist in diesem Flickenteppich von einem Buch nichts zu spüren: Die einzelnen Kapitel wirken lustlos aneinander geklatscht. Die verschiedenen Erzählstränge sind äußerst schlecht zusammengefügt. Die Hauptcharaktere borgen ihre Lebendigkeit aus den anderen Bänden, wenn sie überhaupt welche besitzen. Die Nebencharaktere fallen allenfalls durch matte Farblosigkeit auf. Die Story – welche Story?
Eigentlich schade, denn Hennen hat schon gezeigt, dass er es deutlich besser kann. So drängt sich letztlich der Eindruck auf, dass hier ein sehr unfertiges Manuskript als Buch gedruckt wurde – über die Gründe dafür lässt sich nur spekulieren, aber dabei ziehen dunkle Vermutungen betriebswirtschaftlicher Natur auf. Wie dem auch sei. Das Buch ist (leider) ein totaler Reinfall.
3 von 7 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Cyril zu »Bernhard Hennen: Elfenkönigin«29.10.2009
Wieder ein Top-Fantasybuch aus der Elfenreihe.
Ich habe alle Bücher gelesen und finde es nach "Die Elfen" am besten von allen. Auch die Elfenritter-Triologie und die beiden anderen Bände waren gut. Aber diesen fehlte der gewisse Kick.
Die vielen Anlehnungen an die vorherigen Werke sind besonders gelungen. Ich habe bisher kaum Unstimmigkeiten entdeckt ausser die um die Bergung von Alfaldas' Leiche. Das soll aber nicht störren.

Dieses Buch sollte bei keinem Elfen-Fan fehlen.
2 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
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