Elfenwinter von Bernhard Hennen

Buchvorstellungund Rezension

Elfenwinter von Bernhard Hennen

Originalausgabe erschienen 2006, 900 Seiten.ISBN 3-453-52137-4.

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In Kürze:

Über hunderttausend verkaufte Exemplare, monatelang auf der Spiegel-Bestsellerliste: Bernhard Hennens „;Die Elfen“; war der in Deutschland erfolgreichste Fantasy-Roman seit Jahren. Mit „;Elfenwinter“; kehrt er zurück in die Welt der geheimnisvollsten Geschöpfe, die es je gegeben hat. Dies ist die definitive Geschichte über ein Volk, das aus dem Mythenschatz der Menschheit nicht wegzudenken ist – unentbehrlich für jeden „;Herr-der-Ringe“;-Leser.

Das meint Phantastik-Couch.de: „Elfen, Trolle und ein eisiges Land“95

Fantasy-Rezension von Anna Hild

Wer hätte das gedacht, der zweite Band von Bernhard Hennens Elfen-Trilogie geht einen großen Schritt zurück in der Zeit. Viele Leser hatten sicherlich auf eine Fortsetzung der Geschichte der ihnen ans Herz gewachsenen Helden Nuramon und Farodin gehofft, doch dieser Band schenkt ihnen einen würdigen Dritten im Bunde: Ollowain, den Schwertmeister der Königin. Viele Jahre schon sind Farodin, Nuramon und Mandred auf ihrer Suche nach Noroelle im Netz der Albenpfade verschollen, doch das Leben steht auch in Albenmark nicht still und Intrigen in den eigenen Reihen von enormer Tragweite könnten auch Farodins und Nuramons Mission zunichte machen.

Ein wirklich furioser Auftakt: jemand trachtet der Elfenkönigin Emerelle nach dem Leben. Die Königin steht kurz vor ihrer Wiederwahl als Herrscherin aller Albenkinder in Albenmark, doch das ist nicht unumstritten. Andere Herrschaftshäuser streben nach der Macht und sehen ihre einzige Chance darin, die noch immer beliebte Herrscherin gewaltsam zu stürzen. Ihr Schwertmeister steht vor der fast unmöglichen Aufgabe, sie innerhalb der Massen zu beschützen, welche nach Vahan Calyd gekommen sind, um dem Lichterfest und Emerelles erneuter Inthronisation beizuwohnen. Und Emerelle trifft die nach seiner Meinung wahnwitzigste Entscheidung: sie will sich den Albenkindern zeigen, in einer offenen Sänfte. Ollowains Befürchtungen sind nicht unbegründet, es kommt zu einem Attentat auf Emerelle und Chaos bricht aus in Vahan Calyd. Denn offenbar war der Übergriff nur das Signal für eine riesige, unbekannte Seestreitmacht, die Stadt dem Erdboden gleich zu machen.

Auftritt Menschen und Trolle

Trolle auf See? Das mag keiner der Elfen und ihrer Verbündeten so recht glauben. Es heißt, Trolle meiden voller Angst das Wasser, denn durch ihre Massigkeit gehen sie unter wie die Steine, aus denen sie der Sage nach geschaffen wurden. Und doch ist die unbekannte Seestreitmacht der Auftakt des großen Krieges der Trolle und Elfen. So treffen wir auch alte Bekannte aus dem ersten Band hier wieder: Skanga, die mächtige Schamanin der Trolle und Orgrim, den späteren Herzog und genialen Heerführer, zu diesem Zeitpunkt noch kleiner Rudelführer und Objekt der Abscheu seines Königs.

Ollowain setzt wiederum alles daran, die beim Attentat verletzte Königin in Sicherheit zu bringen. Eine halsbrecherische Flucht mit den unwahrscheinlichsten Verbündeten führt sie schließlich zu einem Albenstern. Von dort an den sichersten Platz, der Ollowain noch bleibt: die Welt der Menschen.

Dort ist Alfadas, der bei den Elfen erzogene Sohn des Mandred, mittlerweile Jarl von Firnstayn geworden und hat mit Asla eine Familie gegründet. Sein Ruf als sagenumwobener ‚Halbelf‘ und Heerführer von geradezu unheimlichem Erfolg ist dem alt gewordenen König der Fjordländer jedoch ein Dorn im Auge. Folglich werden auch hier Intrigen in Gang gesetzt und König Horsa nutzt geschickt die Ankunft der bewußtlosen Elfenkönigin, um Alfadas und hunderte Menschenkrieger auf eine Selbstmordmission zu schicken, in den Krieg gegen die weit überlegenen Trolle. So wird die Familie schließlich getrennt, und auch Asla muss sich im vermeintlich sicheren Fjordland Gefahren stellen, die sie an ihre Grenzen führen werden.

Ein Albenstern aus Schicksalspfaden

Das ist der Ausgangspunkt aller sich kreuzenden Schicksalspfade in diesem Band. Was Bernhard Hennen daraus macht? Wieder einmal eine Geschichte, die ihr Tempo und ihre Vielfalt bis zum Schluss aufrecht erhält, mit einer Vielzahl von Helden und Hauptpersonen, wobei jeder Charakter mit so viel Persönlichkeit ausgestattet wird, dass man aus dem Staunen nicht herauskommt.

Nicht nur die Elfen und Menschen werden mit glaubwürdiger Persönlichkeit ausgestattet, auch über die Trolle erfährt man, dass diese nicht die blutrünstigen Bestien sind, für die sie von ihren Gegnern gehalten werden. Die Perspektive des Romans wechselt zwischen den Schauplätzen hin und her, und so lernen wir auch die Trolle aus deren eigenem Blickwinkel kennen. Hier findet sich wieder das Prinzip, das bei Bernhard Hennen so gut funktioniert: gut oder böse sind Taten, aber keine Völker. Heldenfiguren sind in seinen Romanen folglich auch keine Helden, weil sie sich einem Prinzip unterwerfen oder dogmatisch ‚das Gute‘ verteidigen, sondern weil sie in all ihren Konflikten versuchen, ihre Aufrichtigkeit und ihr Mitgefühl nicht zu verlieren. Und zu überleben.

Neben den großen Schauplätzen der Schlachten und Intrigen versteht es dieser Autor auch immer wieder, die Beziehungen zwischen den einzelnen Charakteren detailreich zu gestalten. Natürlich liegt viel Motivation der ‚großen‘, übergreifenden Handlung im Bereich der familiären und freundschaftlichen Bande. Darüber hinaus entsteht durch diese Einblicke in die Privatheit der Personen auch die einzigartige Tiefe der erzählten Persönlichkeiten. Als Beispiel kann hier die Beziehung zwischen Ollowain und seinem ihm entfremdeten Vater stehen. Hennen baut eine komplexe Schicht von Verletzungen, Enttäuschungen und Konflikten zwischen den beiden auf. Es sind dabei keine wirklich ungewöhnlichen Beziehungen oder Konflikte, nichts, was man nicht schon aus anderen Romanen kennt. Gerade familiäre Konflikte sind sicherlich ‚Brot und Butter‘ fast jeder dramatischen Handlung. Und doch, oder gerade wegen dieser sehr gut ausgearbeiteten, aber vertrauten Strukturen erlebt der Leser die Charaktere des Romans als so lebendig.

Auch in ‚Elfenwinter‘ schafft es Hennen erneut, seinen wunderbaren, bildhaften Erzählstil zu Höchstleistungen zu bringen. Er ist wahrhaftig ein Meister des ‚Kopf-Kinos‘ – wenn sich beispielsweise in einer entscheidenden Schlacht hunderte Elfen aus ihren Verstecken unter dem Schnee erheben oder die vor den Trollen flüchtenden Menschen in ihrer Verzweiflung den tollkühnen Plan fassen, absichtlich eine Lawine auszulösen, dann ist die Erzählweise so zwingend, dass man sich den Bildern im Kopf für lange Zeit nicht mehr entziehen kann und beim Lesen die Gänsehaut vorprogrammiert ist.

Ihre Meinung zu »Bernhard Hennen: Elfenwinter«

Stefan83 zu »Bernhard Hennen: Elfenwinter«02.09.2012
Nachdem mir "Die Elfen" (trotz der ungewohnten Zeitreise-Thematik) überraschend gut gefallen hat, waren die Erwartungen an die Fortsetzung "Elfenwinter", das im Grundtenor der Rezensionen als "besser" bezeichnet wird, demensprechend. Potenzial wäre, besonders nach dem fulminanten Beginn, auch vorhanden gewesen - leider hat Hennen sehr viel davon ungenutzt bzw. auf der Strecke liegen lassen. Die Charaktere bleiben irgendwie blass (kein Vergleich zu "Die Elfen"), mit dem Troll Orgrim ist dem Autor noch die charismatischste Figur gelungen. Trotz reichlich Action und viel Blut reißt mich der Plot, der zwar unterhält, aber wirklichen Tiefgang vermissen lässt, nicht mit. Hennens Versuch, dies mit viel Heldenpathos zu übertünchen, misslingt. Mit ein bisschen mehr Sorgfalt hätte "Elfenwinter" ein großer Wurf werden können - so reiht es sich ein in die Reihe kurzweiliger, aber bedeutungsloser Fantasy-Werke. Da am Schluss jedoch mehrere Handlungsstränge offen bleiben, werd ich wohl dennoch zu "Elfenlicht" greifen.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Fin zu »Bernhard Hennen: Elfenwinter«17.07.2012
Ergreifende und ins Herz treffende Rede von Alfadas an sein "Heer", bevor die Ausbildung für den Krieg gegen die Trolle beginnt. Mir sind dabei fast die Tränen vor Rührung gekommen - allerdings saß ich da gerade im EC nach Duisburg *lol*. Danke Bernhard Hennen für eine weitere fesselnde Geschichte.
Kanns kaum erwarten, wie es weiter geht.
Ollowain zu »Bernhard Hennen: Elfenwinter«18.12.2010
Ich liebe Bernhard Hennens Romane und würde sie jedem empfehlen.. der 2te teil ist ihm echt gelungen und ich freue mich wirklich wenn ich eines seiner Bücher lese.. ein Fantasy Roman der mit Action, Liebe und viel Abenteuer ausgeschmückt ist.. die Figuren und sowohl auch die Welt der Elfen sind sehr faszinierend.. ein Muss für jeden Bücherwurm :)
KAHABA zu »Bernhard Hennen: Elfenwinter«16.11.2009
Um es kurz zu sagen : ELFENWINTER IST SPITZE
Als Hörbuch von Hans Peter Hallwachs gesprochen sehr angenehm zu hören ! Spannung und Brutalität hervorragend in der Geschichte vorkommend ! Bernhard Hennen ist für mich die Spitzenkraft im Fantasy Genre . JETZT KOMMT ELFENLICHT DRAN !!! Danke Bernhard Hennen !
netzhog zu »Bernhard Hennen: Elfenwinter«16.08.2009
wieder als Hörbuch "reingezogen" obwohl beim ersten Buch aus diese reihe "die elfen" das lesestil von H.P. Hallwachs mir misfiel.
ich persönlich fand das zweite teil um einiges besser als das erste teil. vielleicht lag es es zum teil daran, dass ich mich ein bisschen mehr an Hallwachs gewohnt habe. aber ich fand auch die aufteilung / aufbau des geschichtes deutlich spannender. die geschichte war breiter gefächert & sorgte damit für eine ganz ander lesefluß.
das dritte teil hab ich mir schon besorgt & fang gleich damit an ;)
0 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Manuel zu »Bernhard Hennen: Elfenwinter«18.09.2007
Ich habe die letzen 250 Seiten an einem Tag gelesen!!! So sehr hat mich das Buch gefesselt!!!! Das dürfte eigenlich alles sagen!!! Morgen werd ich beim Buchhändler stehen und Teil 3 kaufen!!!!
Damon zu »Bernhard Hennen: Elfenwinter«27.05.2007
Das Buch ist wie sein Vorgänger wunderbar - es ist nicht wirklich eine Fortsetzung des ersten Teils, sondern vielmehr eine "Geschichte zwischen der Geschichte", also mit parallel geschehenden Gegebenheiten. Trotz dessen muss man nicht auf altbewährte Charaktere aus Teil 1 verzichten ;)
Varg zu »Bernhard Hennen: Elfenwinter«27.03.2007
Sehr gutes Buch. Man kann nach den ersten hundert seiten nicht mehr aufhören es zu lesen. Die Schlachten gegen die Trolle waren sehr fesselnd, so das ich keine minute mehr aufhören konnte es zu lesen. Auch die Beschreibungen waren sehr Detailreich und zeigten die Brutalitäten und die aussichtlosigkeit des Krieges. Ein gutes Buch das ich nur empfehlen kann.
Marcel zu »Bernhard Hennen: Elfenwinter«11.01.2007
Elfenwinter ist zwar keine richte Fortsetzung von die Elfen, ist aber dennoch ein schönes buch. Die ausgefallenen Ideen von Berhard Hennen und die gute Handlung des Buches sprechen stark für es ... manchmal werden Teile aus dem alten Buch erwähnt ... aber man kann es auch ohne Vorwissen lesen ... Alles in allem ist es eine Würdige fortsetzung. Die Elfenromane von bernhard hennen sind jedem Fantasy - Liebhaber zu empfehlen ...
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