Die Kinder des Nebels von Brandon Sanderson

Buchvorstellungund Rezension

Die Kinder des Nebels von Brandon Sanderson

Originalausgabe erschienen 2006unter dem Titel „The Final Empire“,deutsche Ausgabe erstmals 2009, 880 Seiten.ISBN 3-453-52336-9.Übersetzung ins Deutsche von Michael Siefener.

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In Kürze:

Seit über eintausend Jahren ist die Welt von Asche bedeckt. Seit über eintausend Jahren herrscht der unsterbliche Lord Ruler und versklavt das Volk der Skaa. Die Hoffnung scheint längst verloren, bis eines Tages ein junger Mann mächtige Fähigkeiten entwickelt und eine Schar von Rebellen versammelt. Sein Plan: Er will sie ebenfalls die Kontrolle über die magischen Kräfte lehren – und den allmächtigen Lord Ruler stürzen …

Das meint Phantastik-Couch.de: „Eine faszinierende neue Nebel-Welt“87

Fantasy-Rezension von Verena Wolf

Brandon Sanderson machte mit seinem Debüt „Elantris“ Furore. Er meldet sich zurück mit dem Buch „Kinder des Nebels“, dem Auftakt zu einer neuen Fantasy-Trilogie.

Die Macht der Metalle

Sanderson erschafft wieder etwas ganz Eigenes. „Kinder des Nebels“ spielt in einer düsteren Welt, von einem roten Himmel regnet es Asche und jede Nacht steigen beängstigende Nebel auf. Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung herrschen. Die Skaa arbeiten ohne jede Aussicht auf Änderung als Sklaven, die Oberschicht steht unter der genauen Kontrolle von sogenannten Obligatoren und Inquisitoren. Der oberste Herrscher ist ein Despot, Zensur und absoluter Gehorsam sind Pflicht. Es ist die Vision einer Erde, in der das Böse gewonnen hat. Aber dann findet sich eine kleine Gruppe, die als Rebellen den obersten Herrscher stürzen wollen, ihr Anführer ist Kelsier, ein Nebelgeborener. Neu und sehr durchdacht ist das magische System, was Sanderson entwickelt hat: die Allomantik. Die sogenannten Nebelinge können mittels Metallen Magie wirken. Die Fähigkeiten hängen von dem Metall ab, das sie nutzen können. Je nachdem, ob sie Eisen, Stahl, Zinn, Messing, Kupfer, Weißblech, Zink oder Bronze einsetzen sind ihre Sinne schärfer, ihre Kraft größer, können sie Gefühle lenken oder Metalle oder sich selbst per Magie bewegen. Darüberhinaus gibt es – selten – Nebelgeborene, die alle Metalle nützen können. Wie seine Hauptfigur Vin lernt der Leser nach und nach diese faszinierende Magie kennen und schätzen.

Nebelgeborene und gescheiterte Retter

Die Hauptfiguren sind Vin, ein Skaa-Mädchen aus der Gosse, das zu der Rebellengruppe stößt, ihre magischen Fähigkeiten entdeckt und auf den Bällen der Oberschicht spionieren soll. Sehr schön detailliert ist ihr facettenreicher Charakter dargestellt und ihre Entwicklung von einer ängstlichen Halbwüchsigen zu einer ernstzunehmenden Gegnerin im Nebel. Der zweite Hauptcharakter ist Kelsier, ein ewig lächelnder, sehr intelligenter Kerl, der mit einer Kaltschnäuzigkeit auf seine Ziele hinarbeitet, die verblüfft. Schön ist, dass Sandersons Charaktere nie eindimensional sind, man sieht sie vor sich und lernt sie wie Freunde kennen. Hier hat er ein Duo geschaffen, das äußerst gut funktioniert. Manchmal scheinen die Figuren ein wenig zu selbstsicher, zu humorvoll und unbeeindruckt für ein solch negatives Szenario. Aber vielleicht würden sonst diese Helden schlichtweg nicht planen, was keiner vorher gewagt hat: den Alleinherrscher stürzen. Die Geschichte fließt linear und überraschend leicht für so eine verzweifelte Welt. Aber das ist Gemäkel auf sehr hohem Niveau.

Gelungen ist das Szenario einer Welt, bei deren Rettung vor 1000 Jahren irgendetwas schrecklich schief gelaufen sein muss, wodurch sie sich in die apokalyptische Aschewelt verwandelte. Endlich mal eine Prophezeiung, die nicht automatisch eintraf wie gedacht. Ein netter Zug sind die jedem Kapitel vorangehenden Auszüge aus dem Tagebuch des prophezeiten Weltenretters, die seine Zweifel und Gedanken offenbaren. Erst nach und nach wird klar, wie sehr die damaligen Ereignisse noch immer die Gegenwart beeinflussen. Sanderson kriegt gut die Kurve, lässt den Leser nicht hängen, denn auch wenn „Kinder des Nebels“ der Auftakt zu einer Trilogie ist, ist das Buch in sich abgeschlossen und rund. Man möchte trotzdem, dass die Nebelgeborenen – wie Freunde – irgendwann zurückkehren.

Ihre Meinung zu »Brandon Sanderson: Die Kinder des Nebels«

Daniel zu »Brandon Sanderson: Die Kinder des Nebels«06.06.2013
Das Buch ist nicht der Hammer. Also ich bin mir bewusst, dass es unterschiedliche Meinungen gibt. Aber wie dieses Buch im Schnitt auf 90 Punkte kommt, ist mir ein Rätsel. Es hat nicht mehr Potential auf Sinnvolle Unterhaltung als das Nachmittagsprogramm im TV. Die in der Rezension beschriebene Düstere Stimmung kommt tatsächlich auf. Aber dabei bleibt es auch. Aus dieser Welt hätte eine schöne Reihe werden können. Doch das Buch zieht sich ohne Ende wie ich finde. Ab und zu wird ein wenig Spannung aufgebaut, die dann aber auch meist schnell verpufft... Am Ende möchte man wissen wie es weiter geht, aber nach den enttäuschenden ersten 800 Seiten wollte ich kein Geld und vor allem Zeit für eine Fortsetzung ausgeben.
Anne-Marie Huschka zu »Brandon Sanderson: Die Kinder des Nebels«24.03.2011
Ich weiß nicht wo ich da anfangen soll ... ich weiß wo ...


DAS BUCH IS DER HAMMER ^^

Ich lese es gerade zum 2. Mal und ich liebe es ... besonders den Kelsier ... er is einfach fantastisch, genau wie Vin, Weher, Hamm, Dox, Sazed, Renoux - Graf Renoux, Eliant und der ganze rest. Außer Coman ... glaube ich ... der war scheuslich ... aber egal ...

ich finde das Buch genail ... besonders die Stelle wo sie Vin aufnehmen ...

Kelsier: Du brauchst dich keine sorgen machen, außer vor Docksohn schlechten Atem,
Docksohn: Und Kelsier´s Witzen ....

das finde ich genail ... und noch vieles mehr ... oder wo sich Kelsier in die Kutsche schwenkt und ihr davon nichts sagt ... auch fantastisch ... oder an der stelle wo Vin Kelsier eine Standpauke hält, wo sie nach den Kampf mit Shan nach Hause kommt, oder wo sie Kelsier hilft auf den Dach bei der ersten Hinrichtung ...

ich bin froh das ich das buch gelesen habe ... es is nur jammer schade das Kelsier dann stirbt ... und Marsch aufersteht ...

da habe ich mich schrecklich gefühlt ... ich habe so gesagt, mein armer Kelsier ... ich ...

er war so fantastisch ....

ich spreche des wegen hier mit (das tue ich sonst nie) EIN GROßes LOB AUS

Sehr schön geschrieben

lg
anne-marie huschka
0 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
ElRascalito zu »Brandon Sanderson: Die Kinder des Nebels«22.07.2009
Sehr interessanter Auftakt des Sanderson Epos. Besonders die Art der "Magie" gefiel mir, da sie von den üblichen "Standardkünsten" abweicht und trotz allem gut erklärt und mit Worten visualisiert wird. Die Story empfand ich als flüssig und gut geschrieben, ein Großteil der Charaktere wird sympathisch charakterisiert. Einige (mehr oder minder) überraschende Wendungen + ein relativ abgeschlossenes Buchende runden das durchaus positiv zu betrachtende Werk Sandersons ab. Zu schade, dass man auf die deutschen Folgebände noch so lange warten muss. Nichtsdestotrotz eine absolute Kaufempfehlung.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
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