Die Stürme des Zorns von Brandon Sanderson

Buchvorstellungund Rezension

Originalausgabe erschienen 2014unter dem Titel „Words of Radiance - The Stormlight Archive, Book 2 (Part 2)“,deutsche Ausgabe erstmals 2015, 800 Seiten.ISBN nicht vorhanden.Übersetzung ins Deutsche von Michael Siefener.

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In Kürze:

Ein Held, der sich mit ganzer Kraft gegen sein Schicksal stemmt. Ein General, dessen tödlichster Auftrag ist, den Krieg zu beenden. Eine Prinzessin, die nicht ahnt, welches machtvolle Erbe tatsächlich auf sie wartet. Und ein Assassine, dessen übermenschliche Fähigkeiten Könige und Fürsten erzittern lassen. Sie alle sind die einzigartigen Helden im großen Kampf um die Zukunft der Welt von Roschar – ein scheinbar aussichtsloser Kampf. Doch die Rettung naht bereits …

Der Krieg zwischen dem Königreich Alethkar und dem geheimnisvollen Volk der Parshendi tobt bereits mehrere Jahre. Politische Intrigen und die Jagd nach magischen Edelsteinen lassen die Hoffnung auf ein baldiges Ende des Krieges sinnlos erscheinen. Aber dann tritt mit dem jungen Kaladin nicht nur ein ungewöhnlicher Held auf, ein Dunkelauge und ehemaliger Sklave. General Dalinar Kholin, der Kaladin unter sein Kommando nimmt, beschließt auch, alle Vorsicht fahren zu lassen und zusammen mit seinem Sohn und Kaladin an der Verwirklichung der Verheißung zu arbeiten – und den Orden der Strahlenden Ritter neu zu gründen. Mit ihnen will Kholin den Kampf gegen den weißen Assassinen aufnehmen und den Krieg ein für alle Mal beenden – und so den alles zerstörenden Ewigsturm aufhalten. Doch der Orden ist mit einem jahrtausendealten Fluch belegt . . .

Das meint Phantastik-Couch.de: „Sanderson ist kein Autor, der sich kurz fasst – hat der Leser aber die Geduld, sich auf das Werk einzulassen, erwarten ihn faszinierende Gestalten.“82

Fantasy-Rezension von Carsten Kuhr

Vor Jahren begann alles damit, dass ein Attentäter in den Diensten der Paschendi den König der Alethi meuchelte. Seitdem findet auf der zerbrochenen Ebene ein Krieg statt, der von den Hochprinzen gesteuert wird. Dass diese ihre jeweils ganz eigenen, unterschiedlichen Ziele verfolgen könnte man getrost unter der Überschrift Politik ablegen, wenn sich die Lage nicht immer weiter zuspitzen würde.

Dies ist im Wesentlichen die Geschichte von zwei Menschen, die in diesen Krieg verwickelt sind.

Schallan kommt aus einem guten, aber schwierigen Familienverhältnissen. Einst war ihr Clan bedeutend, ihr Vater bemüht sich die von ihm despotisch geführte Familie wieder zu alter Macht zurückzuführen. Als Schallan aus der Herrschaft des Vaters ausbricht entdeckt sie, ganz Forscherin, in sich selbst merkwürdige Kräfte, mit deren Hilfe sie auf der zerbrochenen Ebene nicht nur ins Machtspiel eingreift, sondern auch nach der verschwundenen Stadt Sturmsitz sucht. So ganz nebenbei versucht sie noch die Wiederkunft der Bringer der Leere und damit die Vernichtung der Welt zu verhindern.

Kaladin gehört zu den ausgegrenzten, rechtlosen Dunkelaugen. Versklavt haben er und seine Kameraden von der Brücke Vier es durch ihren Mut und Einsatz geschafft, zur Leibwache des Königs berufen zu werden. Als Kaladin im Duell einem Kämpen rettet, sieht er die Gelegenheit endlich Rache für erlittene Unschuld zu fordern – und findet sich im Gefängnis wieder. Undank ist der Welten Lohn, wie man so treffend sagt.

Kurze Zeit später stürzt Kalodin zusammen mit Schellan in die Klüfte der zerbrochenen Ebene. Beide überleben und finden sich im Labyrinth wieder. Allen Wahrscheinlichkeiten zum Trotz überleben sie die Flut im Labyrinth, Schellan erkennt dabei ein Muster in den Inseln die zerbrochenen Land und begleitet den anschließenden Kriegszug gegen die Paschendi und erweist sich dabei als erste der wiederkehrenden Strahlenden Ritter …

Die Figuren und die markanten Kampfbeschreibungen dominieren diesen zweiten Teil des für die Übersetzung aufgesplitteten Romans

Auch der zweite Teil der Sturmlichtchroniken wurde für die Übersetzung, nachdem er im Original bereits über 1.000 Seiten umfasste, in zwei Bücher aufgeteilt.

Trotz der Splittung, einem kleinen Satzspiegel und relativ dünnen Papier hat auch vorliegender zweiter Teil des zweiten Bandes in der Übersetzung wieder fast 800 Seiten Umfang – Sanderson ist bekanntlich ein Autor, der sich gerne Raum für seine Beschreibungen nimmt.

Erstaunlich dabei, dass er seine Leser dabei nicht eine Sekunde langweilt. Durch die fortwährenden Wechsel der Perspektive beleuchtet er die Situation auf der gebrochenen Ebene nicht nur aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln, sondern es gelingt ihm auch, scheinbar mit leichter Hand, ein unheimlich detailreiches Bild seiner Welt, deren politischen Verflechtungen und gesellschaftlichen Strukturen zu zeichnen.

Vorliegend führt er seinen Plot zu einem fulminanten Finale – Fortsetzung in Arbeit.

Dabei erwarten den Leser einige unheimliche packende Kampfbeschreibungen. Splitterwaffen werden eingesetzt, dazu spielt die sehr geheimnisvoll umschriebene Magie eine immer bedeutendere Rolle.

Auch die Geheimnisse, die jede der Figuren eifersüchtig hütet, tragen darüber hinaus dazu bei, die Spannungskurve hoch zu halten. So erwarten einige atemberaubende Offenbarungen auf den Leser, nimmt die Handlung immer wieder eine unerwartete, so nicht vorhersehbare Wendung. Das zieht den Leser in den Plot, der aber die Kenntnis des ersten Teils unabdingbar voraussetzt.

So ist das Buch sicherlich nichts für die kurze Lektüre zwischendurch, hier ist Sitzfleisch gefordert, dann aber erschließt sich dem Leser eine faszinierend eigene Welt und eine verschachtelte, nichtsdestotrotz aber faszinierende Welt.

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