Herrscher des Lichts von Brandon Sanderson

Buchvorstellungund Rezension

Herrscher des Lichts von Brandon Sanderson

Originalausgabe erschienen 2008unter dem Titel „The Hero of Ages“,deutsche Ausgabe erstmals 2010, 830 Seiten.ISBN 3-453-52338-5.Übersetzung ins Deutsche von Michael Siefener.

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In Kürze:

Wer ist der Held am Ende der Zeit? Einst töteten Rebellen den Obersten Herrscher des Reiches, um endlich Frieden zu schaffen. Doch nun kehren auch die dunklen Nebel zurück und bedrohen die Menschen. Nur wer das Rätsel der Vergangenheit zu lösen vermag, wird den Untergang der Welt noch verhindern können…

Das meint Phantastik-Couch.de: „Hut ab vor diesem Fantasy-Epos“92

Fantasy-Rezension von Verena Wolf

Zu Beginn von „Die Herrscher des Lichts“ ist die Situation verfahren. Vin wollte nur das Beste, als sie am Ende des zweiten Bandes „Krieger des Feuers“ bei der Quelle der Erhebung die Macht frei ließ, um nicht denselben Fehler zu machen wie der oberste Herrscher, der die Macht damals selbst gebrauchte. Aber damit ließ sie Ruin frei, eine tödliche Macht mit einem eigenen Bewusstsein, die nun die Welt der Nebelkinder vernichten will. Wie kann man ihn aufhalten?

Die Magie der Metalle

Brandon Sanderson schafft es, sein ausgeklügeltes Magie-System noch um eine weitere Facette zu bereichern: zur schon bekannten allomantischen und ferrochemischen Kraft kommt die hämalurgische Kraft. Man merkt erst in diesem Band, dass man sie schon längst kannte, nur nicht verstand. Was noch erstaunlicher ist, von dem ausgeklügelten Magiesystem abgesehen, ist jedes Detail der ersten zwei Teile, auch wenn man damals darüber weg gelesen hat, bedeutungsvoll und ein Bruchstück eines in sich schlüssigen Systems. Die Fäden und Ereignisse der komplexen Nebelwelt werden jetzt zusammengeführt. Das macht die Geschichte nur noch spannender, denn wie die verzweifelten Charaktere fürchtet man, dass Ruin immer einen Schritt voraus ist, da er einfach so viel mehr weiß und schon immer wusste. Im Anhang gibt es eine Zusammenfassung der vorhergegeangenen zwei Bände, sehr hilfreich für Neueinsteiger, auch wenn man jedem nur empfehlen kann, „Kinder des Nebels“ und „Krieger des Feuers“ als Ganzes zu lesen, weil es sich schlichtweg lohnt. Auch das Magiesystem ist gut aufgeschlüsselt und zusammen mit dem Index und den Karten sinnvolles Bonusmaterial.

Ein Manko ist nur Sandersons Hang zu Wiederholungen. Dass Vin und Elant so ihre Probleme mit ihrer Identität mächtige Kämpferin versus schüchternes Straßenkind beziehungsweise Träumer versus Realist haben, wissen wir. Genauso hat man langsam begriffen, was ein Raucher oder was ein Nebeling ist, das muss man nicht dauernd zusätzlich zu Schlagwortverzeichnis und Zusammenfassung breit erklären. Hier hätte der Rotstift des Lektors gut getan. Dementsprechend hat das Buch im Mittelteil einige Längen.

Doppelter Boden und die wahren Helden

Der rote Faden, der durch den ersten und zweiten Band läuft, kommt hier noch stärker zum Tragen: Ist das, was du zu wissen glaubst, wirklich so? Gibt es nicht noch eine Geschichte hinter der Geschichte des Landes, einen Sinn, der dir gerade noch verschlossen bleibt? Mit dieser Idee spielt Sanderson fantastisch. Der Leser schaut allmählich hinter die Kulissen des wahren Geschehens und das zeigt vieles in ganz neuem Licht. Niemand ist hier eindimensional gut oder böse – nicht einmal der oberste Herrscher, nicht einmal Ruin. Das macht das Buch so spannend, fesselnd und schlichtweg gut. Die Handlung wird aus unterschiedlichen Blickwinkeln erzählt, was der Story zusätzliche Tiefe gibt. Die kursiv gesetzten Zeilen, die jedes Kapitel wie Auszüge aus einem Tagebuch einläuten, beginnen mit „Unglücklicherweise bin ich der Held aller Zeiten“. Aber der Leser weiß aus den ersten beiden Bänden, dass diese vorgestellten Zeilen einen gern in die Irre führen, um so brennender möchte man wissen: wer ist es denn nun und was bedeutet das für die Geschichte und das Schicksal der Welt?

Eine gewisse lakonische Melancholie liegt über allem, bereits verstorbene Charaktere fehlen den übrig gebliebenen Rebellen – und dem Leser – schmerzlich. Brandon Sanderson schafft es atmosphärisch, das Buch mit Bravour abzuschließen. Er beweist, dass er nicht nur wunderbar erzählen kann und originelle Ideen hat, sondern das Schiff sauber in den Hafen segelt. Das Ende ist dramatisch mit Hang zur fantastischen Bombastik, aber übertreibt nicht, sondern liefert schlichtweg ganz großes Kino. Es fesselt, wie sich alle Teile der Saga zu einem logischen Ganzen fügen und alles, die Prophezeiung, die Tagebucheinträge einen Sinn ergeben. Man merkt, wie viel Gehirnschmalz Sanderson in diese Trilogie als Ganzes gesteckt hat und nicht nur einen überraschend erfolgreichen ersten Band stumpf weiterschreibt, weil es Geld bringt. Mit einem Kloß im Hals liest man, wie die Charaktere ihre Rollen, ja ihr Schicksal erfüllen und schlägt mit wehem Herzen das Buch zu. Eine wunderbares Fantasy-Meisterwerk ist zu Ende. Aber man wird es nicht vergessen. Respekt!

Ihre Meinung zu »Brandon Sanderson: Herrscher des Lichts«

Lukas zu »Brandon Sanderson: Herrscher des Lichts«06.08.2012
Ich bin vor 7 Minuten mit der Triologie fertig geworden und liege hier voller Ehrfurcht und Respekt vor diesem genialem Buch und dem brilliantem Autor. Das waren bis jetzt die besten Bücher, die ich gelesen habe. Und das waren schon zimlich viele. Wie zum Beispiel Eragon, Die Zwerge, die Chroniken von Askir und die dazugehörigen Götterkriege. Diese Bücher (besonders das Letzte) haben sie Alle übertroffen. 15€ für diese Genialität ist schon fast geschenkt.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Niesl zu »Brandon Sanderson: Herrscher des Lichts«05.09.2010
Dieses Buch ist eines der besten, ide ich je gelesen habe...und was das angeht bin ich sehr kritisch ;)

Brandon Sanderson baut eine völlig neue Welt auf, die nicht auf diesen klischeés von Elfen, Zwergen usw. beruht und verwebt dieses alles mit einer unglaublichen Art der Magie, die so noch nicht da war...

ich bin von diesem Buch einfach nur fasziniert. Man fiebert immer mit den Personen mit, da eben wie schon erwähnt, immer mal wieder die Perspektiven gewechselt werden.
Sanderson hat mit Elantris schon ein tolles Werk geschaffen, aber mit der Mistborn-Triologie stellt er selbst dieses Werk in den Schatten...

Er hat sich einfach selbst übertroffen!!!

Schade finde ich nur, dass öffters mal ein falscher Name auftaucht und den Leser verwirrt, aber ich denke, dass liegt eher an der Übersetzung, als an der Story.

Ich werde definitiv sein nächstes Buch auch lesen :)
EIKO zu »Brandon Sanderson: Herrscher des Lichts«10.08.2010
Leider kann ich mich meinen Vorschreibern nicht anschließen
Ich fand diese Triologie furchtbar langweilig und langgezogen.
Im ersten Teil war ich noch gespannt wie sich die Geschichte so entwickelt, aber die anderen 2 Teile habe ich nur noch überflogen. Mir fehlte die Spannung und der "Schmiss" um diese Bücher zu "verschlingen".
Ich lese sehr viel Fantasy-Romane/Bücher und dieses Bücher kann ich absolut nicht weiteremphelen.
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Tilion zu »Brandon Sanderson: Herrscher des Lichts«12.07.2010
Was soll man da noch hinzufügen? Ein wunderbarer Abschluss einer großartigen Geschichte wie man es leider nichtmehr so oft geliefert bekommt, da viele Autoren ihre Geschichten unnötig in die Länge ziehen und dabei den richtigen Moment, für einen guten Schluss, gerne verpassen. Nicht so Sanderson, am Ende war ich den Tränen nahe, so gefühlvoll und atemberaubend lässt er seine Geschichte um die Nebelgebohrenen auf den letzten Seiten ausklingen.
Mehr davon^^.
Snofru zu »Brandon Sanderson: Herrscher des Lichts«04.06.2010
ich kann mich firespeeder nur anschließen. brandon sanderson schafft mit seiner Trilogie um die Nebelgeborenen (wieder mal) eine völlig neue Welt, die einen von Anfang an in den Bann zieht.

schon mit Elantris hat uns brandon sanderson gezeigt, dass er nicht auf der 0815 schiene der fantasy bücher fährt in denen es magie, zwerge, elfen, drachen oder die üblichen verdächtigen gibt, nein er erschafft völlig neues universum, mit neuen und frischen ideen, es ist immer wieder ein genuss seine bücher zu lesen. der schreibstil ist einfach und verständlich gehalten, sodass man seine bücher sehr gut lesen kann und sich nicht erst an den schreibstil gewöhnen muss, sodass man die bücher sehr schnell durchgelesen hat (ich brauchte für alle drei bände à 850 Seiten ca. 2 Wochen, was wohl auch an der Spannung der Bücher gelegen hat :-)

die hauptfiguren sind einem von anfang an sympathisch, keine wirkt überflüssig oder nervt den leser

immer wenn man denkt: "was kommt denn noch auf den nächsten seiten, brandon sanderson hat doch nun schon genug neue ideen gebracht, kommt ein neuer gesichspunkt dazu (aber ich möchte nicht zu viel verraten), dabei wirkt jede neu eingeführte idee in sich logisch und nicht nur hinzugefügt um das buch zu verlängern, so wird einem nach und nach bewusst wie was miteinender zusammanhängt, aber wie gesagt, ich sollte nicht zu viel verraten :-)

wie firespeeder schon geschrieben hat macht der wechsel der "Sichtweise der Ereignisse durch verschiedene Personen" das buch sehr interessant, nie gab es einen punkt an dem ich dachte: "oh nein nicht schon wieder die person die erzählt"

also von mir eine uneingeschränkte LESE- und KAUFEMPFEHLUNG (vorallem für leute die mal was neues in der fantasyliteratur lesen möchten)

lg Snofru
firespeeder zu »Brandon Sanderson: Herrscher des Lichts«20.04.2010
Grandios, einfach nur Grandios...

Andere Worte kann ich für die Triologie und dieses Buch eingeschlossen nicht finden.

Der Perfekte Übergang, Spannende Erzählweise, Spannung bis zum Schluss und abwechselnde Sichtweise der Ereignisse durch verschiedene Personen.

Doch eines gefällt mir nicht.
Und das ist der Schluss.
Er lässt einiges offen und das finde ich sehr schade da das Buch mich so gefesselt hat.
Es ist eine andere Art der Magie und es weicht auch sehr von der 0815 Fantasy Geschichte ab.

Das ist NUR meine Meinung!

Gruß fire
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
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