Bryan Talbot: Grandville - Mon Amour von Bryan Talbot

Buchvorstellungund Rezension

Bryan Talbot: Grandville - Mon Amour von Bryan Talbot

Originalausgabe erschienen 2011unter dem Titel „Grandville Mon Amour“,deutsche Ausgabe erstmals 2013, 103 Seiten.ISBN 3943808033.Übersetzung ins Deutsche von Resel Rebiersch.

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In Kürze:

Wie sähe die Welt aus, wenn Napoleon bei Waterloo gewonnen hätte? Vielleicht wäre die Sozialistische Republik Britannia nur ein kleiner, unbedeutender Staat, verbunden mit dem großmächtigen Empire France über die Kanalbrücke?
Der Psycho-Killer „Mad Dog“ Mastock entkommt auf dem Weg zum Schafott aus dem Hochsicherheitstrakt des London Tower. Wenige Tage später beginnt in der Grandville Paris eine Mordserie, die Mad Dogs Handschrift trägt. Detective Inspector LeBrock und sein Assistent Roderick Ratzi nehmen sofort die Fährte auf …

Das meint Phantastik-Couch.de: „Rückkehr in die Stadt der Liebe – und des Todes“94

Science-Fiction-Rezension von Horst Illmer

Kurz vor seiner Hinrichtung flieht ein wegen vielfachen Mordes verurteilter Psychopath aus dem Londoner Tower. Da diese altehrwürdige Einrichtung eigentlich als ausbruchsicher gilt, muss der Killer einen oder mehrere Helfer gehabt haben – aber da es keine Überlebenden dieser Aktion gibt, gestalten sich die Untersuchungen von Scotland Yard schwierig.

Ein weiteres „Hindernis“ bei den Ermittlungen ist, dass Inspektor LeBrock, Scotland Yards fähigster Mann, seit seiner Rückkehr aus Paris dienstunfähig ist. Zerfressen von der Vorstellung an Sarahs Tod (siehe GRANDVILLE, Band 1) eine erhebliche Mitschuld zu tragen und tief versunken in Selbstmitleid droht LeBrock an sich selbst zugrunde zu gehen. Doch sein treuer Adjutant Ratzi gibt ihn nicht auf. Und als LeBrock endlich nüchtern genug ist, um zu begreifen, dass „Mad Dog“ Mastock, den er ins Gefängnis gebracht hat, wieder frei ist, erwacht auch sein Jagdinstinkt wieder.

Voller Elan will er sich auf die noch frische Fährte stürzen, doch die Chef-Etage des Yard scheint plötzlich gar kein so großes Interesse an einer schnellen Lösung mehr zu haben. LeBrock wird von dem Fall abgezogen, obwohl „Mad Dog“ Mastock bereits wieder mit dem Töten begonnen hat – und die Spur führt in die „Große Stadt“, nach Paris.
Kurzentschlossen und auf eigene Faust folgt LeBrock der blutigen Spur …

Entgegen allen Befürchtungen ist beim zweiten Fall, den LeBrock und Ratzi zu lösen haben, keinerlei Qualitätsabfall zu Band 1 zu bemerken. Ja, fast scheint es so, dass Talbot, nachdem er erst einmal den Hintergrund dieser von sprechenden Tieren bevölkerten Alternativwelt erfunden hat, sich nun hier heimisch fühlt und völlig unbeschwert losfabuliert.

Spannung, Erotik, Rätsel, Politik und jede Menge überraschende Wendungen halten den Leser in Atem und lassen ihn voller Ungeduld Seite um Seite umblättern und dem großen (und großartigen) Finale entgegenfiebern.

Das Schlussbild von GRANDVILLE MON AMOUR zeigt Sarahs Grabstein, an dem ein geläuterter LeBrock einen Blumenstrauß abgelegt hat: Das Leben geht weiter …und die Abenteuer des „Inspektor LeBrock von Scotland Yard“ in GRANDVILLE finden ihre Fortsetzung hoffentlich bald in Band 3!

(Horst Illmer, Februar 2013)

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