Der Engel mit dem Schwert von C. J. Cherryh

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Der Engel mit dem Schwert von C. J. Cherryh

Originalausgabe erschienen 1985unter dem Titel „Angel with the Sword“,deutsche Ausgabe erstmals 1988, 405 Seiten.ISBN 3-453-02789-2.Übersetzung ins Deutsche von Thomas SChichtel.

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LemmyCaution zu »C. J. Cherryh: Der Engel mit dem Schwert«03.08.2012
Fantasy steht auf dem Rückumschlag der Heyne-Taschenbuchausgabe, obwohl es sich doch eindeutig um einen SF-Roman handelt, der sich noch dazu in die "Future History" der Autorin einfügt. Doch irgenwie hatten sie recht, die Leute vom Heyne-Verlag, dass sie diesem Roman das Prädikat Fantasy verliehen.
Die Geschichte spielt auf dem Planeten Merovin, einer Welt, die eigentlich von keinem Menschen bewohnt sein dürfte, da sie dem Hoheitsgebiet der Sharrh zuzurechnen ist. So sind die Menschen gezwungen, den von ihnen besiedelten Planeten wieder freizugeben, als die Shaarh dies verlangen. Doch nicht alle verlassen ihre Heimat, und als sich auch die Sharrh nach dem offiziellen Abzug der Terraner nicht mehr um Merovin kümmern, beginnen die Überlebenden mit dem Neuaufbau. Abgeschnitten von jeglichen Kontakten zur Außenwelt beginnt sich die Gesellschaft zu verändern. Neue Religionen bilden sich, die Technik wird primitiver. Jahrhunderte danach beginnt der eigentliche Roman.
Altair Jones, ein junges Mädchen, lebt in Merovingen, einer der hundert Städte Merovins. Merovingen wird geprägt durch seine tausend Brücken und Stege, die oft dreistöckig die ungezählten Kanäle überqueren und die Stadt in einen lebenden Irrgarten - immer gegen den drohenden Verfall ankämpfend - verwandeln. Altair lebt in der Welt der Kanäle und ist hier durchaus bekannt. Als sie eines Tages einen jungen Mann aus einem der Kanäle fischt, der kurz zuvor in denselben geworfen wurde, ändert sich durch diese Tat ihr weiteres Leben. Sie verliebt sich in den jungen Mann, wird in gefährliche Intrigen verwickelt und muss um ihrer beider Leben kämpfen. Soweit die stark vereinfacht beschriebene Handlung.
Was einem eigentlich bei jedem Roman der Autorin auffällt, ist der sorgfältig ausgearbeitete Hintergrund ihrer Geschichten. So auch hier. Die Darstellung Merovingens besticht durch eine außerordentlich genaue Charakterisierung der Stadt und ihrer vielfältigen Bewohner. Die Unterschiede zwischen Unter- und Oberschicht werden deutlich und kritisch herausgearbeitet. Stilistisch ist der Roman hervorragend aufgebaut. Der Leser begleitet die Entwicklung Altair Jones und wird ein teil von ihr. Das Lesen dieses Romans hat mir wahres Vergnügen bereitet. Ich kann ihn daher ohne Vorbehalte empfehlen. Ich würde gerne wieder auf diese Welt zurückkehren, und ich hoffe, C.J. Cherryh auch.
Der Anhang des Buches bedarf noch einer Erwähnung. Er besteht aus einer Vielzahl von Informationen über die Geschichte, die Religionen, Jahreszeiten und vieles mehr von Merovin. Doch den Höhepunkt bilden die ausgezeichneten Karten Erhard Ringers in Verbindung mit den Illustrationen von John Stewart, die es dem Leser vereinfachen, die Geschehnisse mitzuverfolgen.
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