An den Feuern der Leyermark von Carl Amery

Buchvorstellung

An den Feuern der Leyermark von Carl Amery

Originalausgabe erschienen 1979, 347 Seiten.ISBN 3-485-00369-7.

»An den Feuern der Leyermark« kaufen oder zum Merkzettel hinzufügen

bestellen bei amazon

in mein Bücherregal

In Kürze:

Eine „alternate timestream novel“ nennt sie der Autor augenzwinkernd, und an einem ganz bestimmten Punkt zweigt die hier geschilderte Geschichte von der Zeitlinie ab, wie wir sie in den Geschichtsbücher kennen, durch einen Irrtum im Jahre 1866:
Ein fränkisches Mitglied der Ministerialbürokratie in München, wie fast alle Standesgenossen vom historisch notwendigen Sieg Preußens überzeugt, ordert in einem spielerischen Anfall von Sabotage unbesehen einen „Restposten“ aus dem soeben zu Ende gegangenen amerikanischen Bürgerkrieg: 560 „Godfrey-Rifles“. Er weiß nicht, dass es sich um ein Spitzenprodukt der konföderierten Waffentechnik handelt, das nicht mehr zum Einsatz kam, Das „Rifles“ nicht nur die Gewehre, sondern auch die Schützen bezeichnet. Dies wird erst in vollem Ausmaß klar, als 560 assortierte Halunken und Abenteurer aus den Staaten über den Königsplatz in München marschieren. Der Kaltschnäuzigkeit, dem Draufgängertum und vor allem der überlegenen Waffenkraft der amerikanischen Söldner haben die preußischen Truppen wenig entgegenzusetzen. Die Leyermark, wie Bayern sich nennt, wird zum bedeutendsten Staat Mitteleuropas …

Ihre Meinung zu »Carl Amery: An den Feuern der Leyermark«

Roger Lynch zu »Carl Amery: An den Feuern der Leyermark«30.11.2016
Roger, Lynch München, den 30.12.1961

Ehrlich gesagt hatte ich Carl Amerys Buch schon im Laden gesehen als es erstmals bei Heyne herausgebracht worden war. Die starke inhaltliche Verfremdung hatte mich aber abgestoßen. Jahre später hatte ich es mir dann auf einem Flohmarkt erworben. ich hatte mir überlegt nicht so zimperlich damit zu sein. Denn von der Handlung und der Darstellung her ist das Ganze schon sehr interessant gemacht; so wie in dem alten Filmklassiker. DIE MAUS DIE BRÜLLTE ( ein fiktiver europäischer Zwergstaat erklärt den USA den Krieg und stilt eine Atombombe ) Natürlich bin ich über die Verfremdung auch heute nicht begeistert auch wenn das nun mal Amerys Stil ist.
MLorent zu »Carl Amery: An den Feuern der Leyermark«23.12.2013
Die Grundidee ist sehr interessant und hätte viel Potential gehabt. Der Erzählstil ist meiner Ansicht nach zu verworren und auch die Charakterisierung von zeitgenössischen historischen Personen und Orten zu sehr verfremdet.
Was den Dialektanteil angeht, stimme ich meinem Vorschreiber vorbehaltlos zu.
Roger Lynch zu »Carl Amery: An den Feuern der Leyermark«05.11.2013
Kenne Amery vom UNTERGANG DER STADT PASSAU her als einen tiefsinnigen, ironsichen Autor mit Liebe zu Mensch und Geschichte.
AN DEN FEUERN DER LEYERMARK follgt in Abstrakion einer möglichen Variante zur Realität. Nicht nur die amerikansche Ingenuität, sondern auch die kulturelle Enflussnahme von Übersee bereits einige Zeit vor dem ersten und zweiten WK wird beschrieben auf alle kulturellen Bereiche.
Das Vorbild sind die Bücher von TURTELDOVE, ASIMOV und ANDERSON.
AMERY gelingt die Übertragung ihres Stils ins Deutsche, wobei er, was den bayrischen Anteil angeht, etwas zu weit geht. Das volkstümlich bajuwarische in dem Buch erschwert das allgemeine Verständnis für die Handlung doch sehr. Trotzdem eine beachtliche Leistung
Ihr Kommentar zu An den Feuern der Leyermark

Hinweis: Fragen nach einem fertigen Referat, einer Inhaltsangabe oder Zusammenfassung werden gelöscht.