Das Lied von Malonia von Catherine Banner

Buchvorstellungund Rezension

Das Lied von Malonia von Catherine Banner

Originalausgabe erschienen 2008unter dem Titel „The Eyes of a King“,deutsche Ausgabe erstmals 2008, 480 Seiten.ISBN 3-7645-3000-6.Übersetzung ins Deutsche von Patricia Woitynek.

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In Kürze:

Ein skrupelloser Tyrann beherrscht das Reich Malonia, seit Prinz Ryan, der rechtmäßige Thronfolger, verschwunden ist, ohne eine Spur zu hinterlassen. Doch dann findet der junge Malonier Leo North ein geheimnisvolles Buch, das ihm verrät, wohin der Prinz verbannt wurde: in ein Reich namens England, das von seiner Heimat durch eine magische Pforte getrennt ist …Aber wird Prinz Ryan in der Stunde der Not zu seinem Volk zurückkehren – auch wenn er dafür die Frau verlassen muss, die er mehr liebt als das Leben? Der erste Roman einer fantastischen Trilogie – das Debüt einer erst achtzehnjährigen Engländerin. Catherine Banner entführt die Leser in eine fantastische Welt voll großer Gefühle, Magie und Abenteuer. Großartige All-Age-Fantasy aus England: so gefühlvoll wie Jenny-Mai Nuyens NIJURA, so spannend wie Christopher Paolinis ERAGON – und so originell und jung wie die Autorin selbst!

Das meint Phantastik-Couch.de: „;Überzeugendes Debüt einer jungen Autorin“83

Fantasy-Rezension von Eva Bergschneider

„;The Eyes of a king, Book I“ heißt der Originaltitel des ersten Teils aus Catherine Banners „;Manolia“- Zyklus. Selten erhielt eine Fantasy-Autorin für ihre erste Romanveröffentlichung so viele Vorschusslorbeeren. Erst vierzehn Jahre jung soll Catherine Banner gewesen sein, als sie anfing, über Manolia zu schreiben, als aufregendstes Nachwuchstalent wird sie in ihrer englischen Heimat gefeiert.

In Deutschland präsentiert das neue Bertelsmann Fantasy-Imprint Penhaligon Banners Debüt als All-Age Fantasy im Hardcover. Die Umschlaggestaltung zeigt ein scheinbar altes, an den Ecken in Bronze eingefasstes Buch, das von Bändern zusammengehalten wird. In der Mitte des Frontcovers schaut ein junges Gesicht durch einen Spiegel in unsere Welt. Was erwartet den Leser nun hinter diesem ansprechenden Buchdeckel?

Leo und Stirling

Der 15-jährige Leo North hat kein einfaches Leben. Er lebt mit seiner Großmutter und seinem kleinen Bruder Stirling in der ärmsten Gegend in Kalitzstad. Beide Jungen besuchen die Offiziersschule, denn König Lucien von Malonia braucht alle jungen Männer an der Front im Krieg gegen das Nachbarland Alcyria. Stirling würde lieber Pastor werden und Leo hat einen Hang zu magischen Spielereien, doch die Magie ist in Malonia streng reglementiert und nur der Regierung vorbehalten.

Zwei Ereignisse im langen Winter Malonias hellen den Alltag der Jungen auf: Der Fund eines geheimnisvollen Buches, in dem nach und nach Geschichten erscheinen und der Einzug der hübschen Maria in die Nachbarwohnung.

Fiktion oder Spiegel zu einer anderen Welt?

Die Geschichten, die das magische Buch Leo und Stirling erzählt, spielen in England, einer nur in Legenden existierenden Welt. Sie berichten von dem Magier Aldebaran und dem Sohn des alten Königs Cassius II. Leo und Stirling kennen sich mit der Historie Malonias aus, da ihr verstorbener Vater einst ein berühmter Schriftsteller war, bevor dessen Werke verboten wurden. Die Brüder ahnen bald, dass diese Geschichten mit Malonias Schicksal verbunden sind. Aus einer Prophezeiung über die Rückkehr des Prinzen erhoffen viele Malonier noch immer die Überwindung der totalitären Verhältnisse. Für Leo treten die Geheimnisse des Buches in den Hintergrund, als Stirling am stillen Fieber erkrankt. Während dessen findet in einer anderen Welt ein junger Mann seine große Liebe und hadert mit seiner Bestimmung.

Eintritt in eine fremde Welt mal anders herum

„;Das Lied von Malonia“ erzählt zwei Handlungsstränge in zwei verschiedenen Welten . Leo North Geschichte spielt in einer Fantasywelt, die ein wenig an das 19. Jahrhundert erinnert. Der verbannte Prinz Cassius heißt in England Ryan. Er, seine Freundin Anna und der Magier Aldebaran erleben dort das 20. Jahrhundert.

Die Ereignisse in England wirken zunächst wie eine Fiktion innerhalb der Romanhandlung. Leo North liest einzelne Kapitel, die sporadisch erscheinen und Ereignisse mit erheblichen Zeitsprüngen erzählen. Aus der Sicht Leos verfolgt man, wie sich das Geschehen in England mit der Handlung in Malonia verbindet.

Im Mittelpunkt steht allerdings nicht das Schicksal dieses Landes, sondern das der Protagonisten. Der Leser teilt mit Leo die vielen Sorgen und seltenen Freuden und leidet mit ihm, als sein Bruder sich mit einer tödlichen Krankheit infiziert.

Der verbannte Magier Aldebaran ist eine weitere prägnante Figur, die mit magischen Fähigkeiten verbissen für eine Revolution kämpft und Entscheidungen trifft, die ihn nicht immer sympathisch machen. Lediglich Ryans und Annas Geschichte wirkt in der sonst düsteren Atmosphäre anfangs etwas kitschig.

Vielfältige Perspektiven

Catherine Banners Spiel mit verschiedenen Erzählperspektiven prägt den Roman. Leo North erzählt über sein Leben als 15-jähriger Junge in der Ich-Form. Als Erzählrahmen dient seine Jahre später stattfindende Reflektion der Ereignisse, die er in Briefen an seinem Onkel schreibt. Die Geschehnisse in der Parallelwelt England werden zunächst episodenhaft, dann immer ausführlicher aus mehreren Perspektiven in dritter Person erzählt. Stellenweise hätten die Übergänge besser zusammengeführt werden können. Dennoch gelingt es der Autorin, aus den abstrakt wirkenden Handlungselementen eine runde Erzählung zu formen.

Dank des kreativen Aufbaus, des feinsinnigen Erzählstils und der exzellenten Personenzeichnung, zieht „;Das Lied von Malonia“ den Leser bis zur letzten Seite in seinen Bann, obwohl nicht wirklich viel passiert. Die Handlung und die Protagonisten heben sich angenehm von denen der üblichen Fantasy-Quests ab.

„;Das Lied von Malonia“ wirkt als Auftakt einer Trilogie erstaunlich geschlossen, obwohl viele Fragen offen bleiben. Catherine Banner verzichtet darauf, mit einem Cliffhänger den Leser zum Kauf des nächsten Bandes zu animieren. Umso mehr darf man darauf gespannt sein, ob im Anschlussband der politische Machtkampf in Malonia mehr im Vordergrund stehen wird und wie es mit Leo, Anna und dem Prinzen weiter geht.

Das Attribut „;aufregenstes Nachwuchstalent“ für die junge Autorin mag pathetisch klingen. Allerdings ist Catherine Banner tatsächlich eine begnadete Erzählerin, die die Fantasy-Literatur hoffentlich mit vielen ähnlich kreativen Werken bereichern wird.

Ihre Meinung zu »Catherine Banner: Das Lied von Malonia«

Dracon zu »Catherine Banner: Das Lied von Malonia«08.02.2012
Die Autorin soll erst 14 Jahre alt gewesen sein als sie mit dem Buch angefangen hat und genauso liest sich das Buch auch wie ein schlechter Schulaufsatz holprig, langweilig, ständige überflüssige Wiederholungen. Spannung ist hier Mangelware eigentlich ist sie im gesamten Buch nicht vorhanden. Die Hauptpersonen bleiben blas und unglaubwürdig.Meiner Meinung nach wollte der Verlag hier schnell auf den Erragon Zug aufspringen und vom Erfolg ein Stück abhaben. Die vollkommen überhöhte und überzogene Bewertung von Frau Bergschneider ist nur schwer nachzuvollziehen.
Für mich war das Buch eine einzige Enttäuschung und ein klarer Fehlkauf leider.
Dani@Leseratte zu »Catherine Banner: Das Lied von Malonia«26.01.2010
Ein wunderbar bewegendes Buch in der sich die magische Welt "Malonia" auf seltsame Weise mit der uneseren vermischt. Aber auch das Vereinen von fantastischen und magischen Aspekten mit realen Problemen lässt einen das Buch nicht mehr aus der Hand legen.
Leo, der einem direkt sympathisch erscheint, welcher unter der Diktatur in Malonia leidet und durch den Verlust seines Bruders, aufgrund einer geheimnisvollen Krankheit, seinen Verstand zu verlieren droht.
Maria, die ihm immer zur Seite steht und selbst damit zu kämpfen hat, in dieser Zeit alleinerziehende junge Mutter zu sein.
Ein mystreiöses Buch als Verbindung zu England, wo Ryan als verbannter junger Prinz gegen die Revolution kämpft. Er selbst von Trauer behaftet, durch den Verlust seiner Familie, sucht seinen Platz in der Welt und findet Anna, welche er zugleich wieder loslassen muss.
Wird ihm die Rückkehr gelingen? Und was verbindet England mit Malonia noch?
Ein sehr tiefgründiger Fantasy-Roman über Liebe und Trauer und daraus resultierende Hoffnung. Es macht Lust auf Band 2...
Alfe zu »Catherine Banner: Das Lied von Malonia«20.01.2010
Ich habe dieses Buch im Internet gesehen, win paar Seiten gelesen - und ich wollte es unbedingt haben. Jedoch konnte ich es in keiner Buchhandlung finden ( es war wirklich wie verhext xD), na ja als ich es dann doch noch bekam hab ich zu lesen gegonnen. Und ehrlich gesagt hat es nicht wirklich meinen Vorstellungen entsprochen. Der Schreibstil ist jetzt nicht unbedingt der beste. Ich habe bis zur 92. Seite in diesem Buch gelesen - dann hat ich wortwörtlich keinen Bock mehr. Es war so langweilig und auch nicht unbedingt die Fantasy-Genre, die ich bevorzuge. Na ja es kommt natürlich auf den Geschmack an, und es ist auch wirklich bewundernswert, dass die Autorin noch so jung ist, aber das Buch ist wirklich nicht mein Fall... xD
... zu »Catherine Banner: Das Lied von Malonia«28.01.2009
Das Buch ist einfach nur GENIAL! Mein Lieblingsbuch ist Eragon, also eigentlich eine etwas andere Vorliebe, aber das Buch ist soo toll. Vorallem das Ende ist gut gelungen, das Ryan schließlich doch zu ihr kommt. Ich fand es sehr traurig das Stirling gestorben ist,habe sogar ein bisschen geweint, aber ich freue mich schon darauf zu erfahren wie es weiter gehen soll
Lilith1976 zu »Catherine Banner: Das Lied von Malonia«30.10.2008
Obwohl ich die Story recht viel versprechend fand und auch gerne gewusst hätte, wie sich alles weiterentwickelt, habe ich das Buch nach gut 100 Seiten beiseite gelegt. Schuld war der leider sehr holprige Schreibstil (vielleicht lag es auch an der Übersetzung?), der zeigt, dass Fantasie und Kreativität allein nicht reichen, wenn das Handwerkliche nicht stimmt. Kurze Sätze, viele Wiederholungen, ich hätte mir oft gewünscht, dass die Autorin mal auf den Punkt kommt. Vielleicht ist es ja auch so beabsichtigt gewesen, dass die Autorin erst quälend langsam mit Informationen über die Welt des Protagonisten herausrückt und man viel zwischen den Zeilen erschließen muss. Andererseits sind andere, nicht handlungsrelevante Textstellen unnötig ausgewalzt.
Sicher ein vielversprechendes Talent, aber ich möchte da lieber etwas reifere Werke abwarten.
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