Grabesstimmen von Charlaine Harris

Buchvorstellungund Rezension

Originalausgabe erschienen 2005unter dem Titel „Grave Sight“,deutsche Ausgabe erstmals 2008, 288 Seiten.ISBN 3423210516.Übersetzung ins Deutsche von Christiane Burkhardt.

»Grabesstimmen« kaufen oder zum Merkzettel hinzufügen

bestellen bei amazon

in mein Bücherregal

In Kürze:

Die neue Serie von Charlaine Harris mit der Hauptfigur Harper, die eine außergewöhnliche Gabe besitzt: Tote finden und deren letzte Momente nacherleben.Die junge Harper Connelly ist gewissenhaft, ehrlich, loyal – und in den Augen der meisten Menschen ziemlich seltsam. Seit sie als Teenager einmal vom Blitz getroffen wurde, hat Harper eine ungewöhnliche Gabe: Sie kann Tote finden und deren letzte Momente nacherleben. Diese Gabe hat sie zum Beruf gemacht – ganz normal für eine Dienstleistungsgesellschaft, meint sie, doch die Leute, denen sie bei ihrer Arbeit begegnet, sehen das oft anders …Gemeinsam mit ihrem Stiefbruder, Manager und Bodyguard Tolliver fährt sie in eine Kleinstadt in Arkansas, um nach einem verschwundenen Teenager zu suchen. Diese Aufgabe ist schnell erledigt, doch die Stadt anschließend wieder zu verlassen ist nicht ganz so einfach. Tolliver wird unter einem fadenscheinigen Vorwand verhaftet, und auf einmal ist Harpers Leben in Gefahr. Ganz eindeutig stimmt etwas nicht in Sarne, Arkansas.

Das meint Phantastik-Couch.de: „Serienstart mit origineller Idee“78

Horror-Rezension von Peter Kümmel

Mit Harper Connelly hat die amerikanische Autorin Charlaine Harris eine neue außergewöhnliche Serienheldin erschaffen. Harper wurde als Jugendliche vom Blitz getroffen und überlebte nur knapp. Doch seitdem hat sie eine ungewöhnliche Gabe. Sie spürt, wenn sie sich in der Nähe von Leichen befindet. Doch nicht nur das – sie erlebt deren Tod selber mit, kann also ihre Todesursache feststellen. Diese Fähigkeit nutzt Harper, indem sie sie als Dienstleistung anbietet und damit ihren Lebensunterhalt verdient. Bei den meisten Aufträgen geht es darum, eine vermisste Person zu finden. Diese Aufgabe kann sie natürlich nur erfüllen, wenn die betreffende Person tot ist und wenn ungefähr bekannt ist, wo sich die Leiche befindet.

Begleitet wird Harper von ihrem Stiefbruder Tolliver Lang, zu dem sie ein sehr herzliches Verhältnis hat. Er ist für sie Manager und Bodyguard. Böse Zungen behaupten allerdings, dass er quasi ein besserer Zuhälter ist, indem er für Harpers Arbeit leichtes Geld verdient.

Ihr aktueller Auftrag führt die beiden in die hinterwäldlerische Kleinstadt Sarne in Arkansas. Dort soll Harper die Leiche eines Teenagers finden. Das Mädchen verschwand gemeinsam mit ihrem Freund, der bereits erschossen aufgefunden wurde. Man ging bislang davon aus, dass der Junge, der Sohn der Auftraggeberin, zunächst seine Freundin und dann sich selber erschossen hat. Harper kann ihren Auftrag wie meistens schnell und gut erledigen. Sie stellt fest, dass man hier mit den Vermutungen ziemlich daneben lag, denn die beiden Jugendlichen wurden erschossen.

Man sollte davon ausgehen, dass diese Nachricht den Kummer der Mutter ein wenig lindern sollte, doch zeigt sich diese nicht sehr zufrieden. Überhaupt muß Harper immer wieder feststellen, dass viele ihrer Auftraggeber die Wahrheit nicht vertragen können und sie quasi als Überbringer von schlechten Nachrichten für diese verantwortlich machen. Bekanntlich wurden solche Leute im Altertum geköpft. So muß sie trotz ihrer Fähigkeiten immer mit einem zweifelhaften Ruf leben.

Als nach Harpers und Tollivers Abreise entdeckt wird, dass die Mutter des toten Mädchens erschlagen wurde, werden die beiden zurückgerufen und fortan allen möglichen Schikanen ausgesetzt …

Einfache Sprache ohne Schnörkel

Eine originelle Idee sorgt dafür, dass aus einem simplen Kriminalroman ein ungewöhnliches Buch wird, bei dem das Phantastische gar nicht so sehr im Vordergrund steht. Die übersinnlichen Fähigkeiten von Harper sorgen eigentlich nur dafür, dass die Ermittlungen in Gang kommen. Die Aufklärung des Falles dagegen erfolgt in konventioneller Art und Weise. Natürlich mischen unsere beiden Helden dabei als Amateurdetektive kräftig mit.

Harper und Tolliver wachsen dem Leser durch ihre sympathische Art schnell ans Herz. Dadurch und mit sprachlich recht einfachen Mitteln ohne unnötige Schnörkel sorgt die Autorin dafür, dass sich das Buch flott lesen lässt. Kleine Randbemerkungen und Details sorgen dabei für das ein oder andere Schmunzeln.

Neben dem eigentlich Fall bieten die Reaktionen auf Harpers Tätigkeit den meisten Stoff zum Nachdenken. Unglauben, Ablehnung, Enttäuschung – nur selten kann sie ihre Auftraggeber wirklich zufrieden stellen, obwohl sie alles richtig macht.

„Grabesstimmen“ ist ein flott geschriebener Mystery-Krimi für ein junges oder jung gebliebenes Publikum, der viel Spaß macht. Bleibt zu hoffen, dass sich das originelle Grundkonzept nicht allzu schnell totläuft.

Ihre Meinung zu »Charlaine Harris: Grabesstimmen«

tassieteufel zu »Charlaine Harris: Grabesstimmen«23.09.2010
Nachdem Harper Connelly von einem Blitz getroffen wurde, hat sie eine außergewöhnliche Gabe, sie kann Tote aufspüren und deren letzte Momente nacherleben. Diese Gabe hat sie zu ihrem Beruf gemacht und mit ihrem Stiefbruder Tolliver reist sie nun quer durch die USA, von einem Auftrag zum nächsten. Bei der Suche nach einem verschwundenen Mädchen in Sarne, Arkansas gerät sie aber ins Visir eines Mörders.
Ich bin nicht so der große Fantasy Leser, mag aber ab und an ein wenig Mysterie bei einem Krimi und so war ich gespannt auf "Grabesstimmen" und wurde auch nicht enttäuscht. Sicher ein Überflieger an Spannung ist das Buch nicht, wer bei einem Krimi auf atemlose Action und rasante Abläufe steht, wird hier sicher nicht gut bedient sein, denn die Geschichte entwickelt sich zunächst nur langsam und ein versierter Krimileser durchschaut ab ca. der Hälfte des Buches, wohin das Ganze steuert. Sehr positiv empfand ich, das die phantastischen Elemente die Krimihandlung nicht zu sehr überlagert haben. Harpers Gabe wird sogar recht logisch erklärt und bis auf die ungewöhnlcihe Art und Weise, wie Harper die Leichen findet, folgt der Verlauf der Story daher auch mehr den Regeln eines Krimis. Die beiden Hauptfiguren sind sehr
sympahtisch geschildert und wachsen einem recht bald ans Herz. Beide schleppen auf Grund ihrer schwierigen Kindheit reichlich emotionalen Ballast mit sich herum und Harpers Gabe sorgt auch nicht dafür, das sie ein normales Leben führen können. Egal wo sie auch hinkommen, schlägt ihnen nach Erfüllung ihres Auftrags Mißtrauen, Borniertheit und manchmal auch Hass
entgegen, so auch in Sarne und eigentlich wollen Harper und Tollvier den Ort so schnell wie möglich verlassen, doch der Sheriff will die Beiden nicht gehen lassen und so werden sie wohl oder übel in die weiteren Ermittlungen hineingezogen und decken nach und nach Geschehnisse auf, die allerdings doch etwas vorhersehbar sind.
Ein eingängiger, flotter Schreibstil rundet das Ganze ab und läßt das Buch in einem Rutsch auslesen.

Fazit: orginelle Idee und glaubwürdige Charaktere verbinden sich zu einer unterhaltsame Geschichte, die ein paar nette Lesestunden garantiert
LadyGodywer zu »Charlaine Harris: Grabesstimmen«18.06.2009
Naja,
da ich total auf die Sookie - Reihe stehe, wollte ich mir dieses Buch auch mal zu Gemüte führen, doch leider hat es mich total kalt gelassen und habe es mitten in der Mitte unterbrochen um ein neues Buch anzufangen.
Die Charaktere sind zu einfach gestrickt und überhaupt nicht überzeugend. Die Story soweit ich gelesen habe, überhaupt nicht spannend und fesselnd. Eine herbe Enttäuschung,werde die Nachfolger definitiv nicht lesen :(
tedesca zu »Charlaine Harris: Grabesstimmen«22.05.2009
Ein harmloses und amüsantes Lesevergnügen, wenn man auch ab und zu mal zu Fantasy greift. Die Figuren sind nett, die Handlung halbwegs spannend, genau richtig für ein paar ruhige Lesestunden. Für Fans der Sookie-Stackhouse-Reihe eher eine Enttäuschung, denn Harper ist definitiv keine zwiete Sookie, dafür fehlt ihr der Witz und auch eine Spur die Naivität. "Grave Sight" ist der erste Teil einer Serie, die nächsten werde ich sicher auch lesen.
Ihr Kommentar zu Grabesstimmen

Hinweis: Fragen nach einem fertigen Referat, einer Inhaltsangabe oder Zusammenfassung werden gelöscht.