Vor Vampiren wird gewarnt von Charlaine Harris

Buchvorstellungund Rezension

Originalausgabe erschienen 2010unter dem Titel „Dead in the Family“,deutsche Ausgabe erstmals 2011, 384 Seiten.ISBN 3423212837.Übersetzung ins Deutsche von .

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In Kürze:

Sookie Stackhouse, die gedankenlesende Kellnerin, musste einiges wegstecken in der letzten Zeit – die gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen übernatürlichen Wesen, in die sie verwickelt war, sind nicht leicht zu verkraften. Immerhin ist ihre Beziehung zu dem Vampir Eric anscheinend in eine neue Phase getreten. Doch dann tauchen zwei Vampire aus Erics wechselvoller Vergangenheit auf. Sie sind ein gefährliches Paar. Und sie haben ihre eigenen Pläne, was Sookies Zukunft betrifft. Es sieht ganz so aus, als würde Sookies sehnsüchtiger Wunsch nach ein bisschen Ruhe und Frieden noch lange nicht erfüllt werden.

Das meint Phantastik-Couch.de: „Die gedankenlesende Kellnerin und die liebe Verwandtschaft“45

Horror-Rezension von Carsten Kuhr

Das Leben könnte so schön sein, wenn, ja wenn es nicht immer die lästige Verwandtschaft geben würde. Auch unsere gedankenlesende Kellnerin Sookie Stackhouse aus Bon Temps Louisiana weiß davon ein Lied zu singen. Nicht nur ihr Bruder Jason, der ihr schon mehr als genug Sorgen und Ärger gemacht hat, und ihr Cousin, ein männerstrippender Elf, der gerade bei ihr eingezogen ist, erweisen sich dabei in diesem Band als besondere Belastung. Nein, es ist ihre Blutverwandtschaft mit dem Vampirsheriff Erik, die ihr dieses Mal ins Gehege kommt. Denn Eriks lang verschollener Meister, der Römer Appius Livius Ocella, und dessen neuer Schützling, Andrej Romanow, einer der Zarensöhne, machen Zwischenhalt in Bon Temps – und das bedeutet einmal mehr Stress pur für unsere hemdsärmlige und direkte Kellnerin, denn so einfach lässt sich sich ihren Liebsten nicht abspenstig machen, zumal auch noch ein Elf Jagd auf sie macht …

Daily Soap im Vampirland

Was mit unheimlich Tempo und einer atmosphärisch exakten Darstellung des Lebens und Denkens der Menschen im südlichen Teil der USA begann, später dann eine ganz eigene Vampirgesellschaft portraitierte und dabei mit markanten Charakteren, aber auch jeder Menge Situationskomik aufwartete, das hat sich zwischenzeitlich ein wenig totgelaufen.

Nach dem Ausflug in die große weite Welt der Vampirkönige und -königinnen ist Sookie wieder in ihr Heimatkaff – und etwas anderes ist die kleine, beschauliche Gemeinde, in der jeder jeden kennt, nicht – zurückgekehrt. Statt nun in den Metropolen der Vampirwelt ihre Taten zu vollbringen, schlägt sie sich lieber mit den Alltagsproblemen zu Hause rum. Dies ist aus der Sicht des Lesers auch wahrlich nicht schlimm. Ganz im Gegenteil überzeugte die Autorin hier in einem Umfeld, das sie aus eigener Erfahrung kennt, in dem sie aufgewachsen und verwurzelt ist, wesentlich mehr, als auf der grossen Bühne. Dennoch mangelt es der Handlung an etwas.

Lange habe ich gerätselt, was dem Plot abgeht, bis ich darauf stieß, dass die menschlichen Schicksale, die den ersten Bänden auch ihre Prägung gaben, fehlen. Sicherlich, Sookie kümmert sich um die, die ihr wichtig sind, nur dass es sich dabei mittlerweile um Gestaltwandler, Elfen und Vampire handelt und die normalen Personen untergehen.

Zudem konnte ich gerade im ersten Drittel des Buches nicht umhin zu bemerken, dass mich die nicht wirklich spannende oder auch nur ansatzweise dramatische Handlung ein wenig an eine der Daily-Soap-Operas erinnert, die allnachmittäglich unsere Bildschirme beherrschen. Es geht um nichts, es passiert nichts, und wenn man das Buch erst auf Seite 150 beginnen würde, würde man auch nichts vermissen. Das ist eine Harris eigentlich unwürdige Zeilenschinderei, die ihrem Kanon nichts, aber auch gar nichts hinzufügt. Erst mit dem Auftauchen des Römers kommt wieder Drive in die Handlung, wird es wieder spannend. Und ab da geht es wirklich wieder faszinierend zu.

Wenn sich die Autorin auf ihre Stärken besinnt, dann zeigt sie, was diese Bücher zu einer der herausragenden Beispiele der Urban Fantasy gemacht hat. Hoffen wir, dass sie nach einem etwas schwächeren Zwischenspiel bald wieder zu alter Form aufläuft, ein Anfang ist ab dem zweiten Drittel dieses Romans gemacht.

Ihre Meinung zu »Charlaine Harris: Vor Vampiren wird gewarnt«

CC (interessierte Ahnungslose) zu »Charlaine Harris: Vor Vampiren wird gewarnt«13.02.2012
Nachdem Harris in den vergangenen Bänden ihre Figuren eingeführt hat, indem sie Krimi- und Spionageplots verwendete, ist sie nun an dem Punkt angekommen, an dem sie diese "Hilfsmittel" nicht mehr braucht. Wer braucht schon einen Plott, wenn die Leser aufgrund der Sympathie für ihre Figuren, dem wer-kriegt-wen und den alltäglichen Irrungen und Wirrungen trotzdem lesen? So schreibt die Autorin in diesem Buch eine Anreihung von Begebenheiten aneinander, die zwar allesamt die Protagonistin betreffen, die aber ansonsten in keiner Weise zusammengehören und ein großes Bild, eine tatsächliche Geschichte, vermissen lassen. Hatte ich bei einem der vorhergehenden Bände noch das Gefühl, daß das eine Vorbereitung auf etwas Größeres werden soll, habe ich nun den Eindruck, daß sich Harris in der Nähe ihrer Protagonistin einfach zu wohl fühlt, um großangelegte Unternehmungen mit ihr zu machen. Die riesigen Verstrickungen um Sookie herum funktionieren einfach nicht mehr.

PS: Liebe/r Golem, ich glaube, Godric war nur in der Serie der Schöpfer. Im Buch kannten sie sich nur.
Golem zu »Charlaine Harris: Vor Vampiren wird gewarnt«16.05.2011
Als erstes, Ich bin ein Fan der Serie und habe auch die HBO Serie gesehen. Jedes Buch direkt vor erscheinen vorbestellt und sehnsüchtig erwartet.
Hab das Buch jetzt gelesen und muß sagen, daß ich enttäuscht bin. Wie schon der Vorgänger "Vampirgeflüster" schwach war, ist dieses noch schwächer. Harris scheint das Interesse an der Serie verloren zu haben und die Handlung plätschert da nur so locker hin. Da wird einfach belangloses Zeug erzählt. Klar es gibt auch paar Höhepunkte, aber relativ wenig. Der Mordversuch durch Vampirkiller an Sookie, die vom Vertrezer des "Königs" beauftragt wurden, kann natürlich verhindert werden. Dann taucht irgendwie der "Macher" von Eric auf, ein Vampir aus dem alten Rom, uralt und sehr mächtig. Komisch, ich hab als Macher von Eric immer noch Godric in Erinnerung. Wird da was durcheinandergebracht?
Dieser Römer bringt noch einen Zarensohn mit, Alexij, den er nach der Ermordung der gesamten Zarenfamilie noch schnell "rübergebracht" hat. Der kleine ist total durchgedreht. Dann wird wiieder was Elfen eingebracht. Das macht fast Sinn. Durch den Römer und Alexej bleiben im Fangtasia die Gäste weg. Warum genau wird nicht erklärt. Alles plätschert da so ziemlich lieblos geschrieben vor sich her. Harris arbeitet wohl zuviel an anderen Serien. Es scheint, daß sie dieses Buch einfach nur geschrieben hat um es zu schreiben. Es fehlt der Esprit, der Humor und auch Spannung. Ich habs zu Ende gelesen, weil ich einfach durchwollte. Nicht weil es mich gepackt hat.
Ich werde auch noch die restlichen wohl noch erscheinenden Bücher lesen. Aber ich erwarte sie nicht mehr mit Spannung. Schade.
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