Christopher Evans

Christopher Riche Evans führte ein kurzes aber produktives Leben. Geboren am 29. Mai 1931 in Aberdyfi, einem kleinen Dorf in Wales, flog er ab 1950 zwei Jahre für die Royal Air Force. Zurückgekehrt ins zivile Leben, arbeitete Evans als Journalist, bevor er 1957 ein Studium der Psychologie am University College in London begann, das er 1960 abschloss bzw. an der Physikalischen Fakultät der University of Reading ergänzte. Ab 1964 arbeitete Evans bis zu seinem frühen Tod als Informatiker für das National Physical Laboratory im Londoner Stadtteil Teddington.

Evans blieb darüber hinaus als Publizist aktiv. Außerdem trat er im Radio und im Fernsehen auf. Als Zeitzeuge der frühen Computertechnik und Mikroelektronik beschrieb er nicht nur deren zukünftige Möglichkeiten, sondern erkannte auch die Notwendigkeit, die Aussagen von Pionieren zu sammeln und zu bewahren. In den 1970er Jahren interviewte Evans u. a. Konrad Zuse und Grace Hopper für das Science Museum London.

Als Psychologe und Informatiker beschäftigte Evans zeitlebens das Problem der Kommunikation zwischen Mensch und Maschine, wobei ihn das Gehirn als (nur bedingt zuverlässige) Schnittstelle besonders interessierte. Neben zahlreichen Büchern und Zeitschriftartikeln entstanden zwei Sammlungen ´psychologischer´ Horror- und SF-Geschichten, deren Autoren in genau diese Kerbe hieben.

Verheiratet und Vater zweier Kinder, erlag Christopher Evans am 10. Oktober 1979 gerade 48-jährig einem Krebsleiden.

Phantastisches von Christopher Evans:

  • Sonstige/Sachbücher
    • (1966) Brain Physiology & Psychology (mit A. D. J. Robertson)
    • (1968) Cybernetics (mit A. D. J. Robertson)
    • (1973) Kulte des Irrationalen
      Cults of Unreason
    • (1977) Der Ich-Test
      Understanding Yourself
    • (1978) Psychology: A Dictionary of Mind, Brain and Behaviour
    • (1979) Die winzigen Riesen. Mikroprozessoren revolutionieren die Gesellschaft
      The Mighty Micro: The Impact of the Computer Revolution / The Micro Millennium
    • (1983) Landscapes of the Night: How and Why We Dream (mit Peter Evans)