Hellboy-Storys 1. Medusas Rache von Christopher Golden

Buchvorstellungund Rezension

Hellboy-Storys 1. Medusas Rache von Christopher Golden

Originalausgabe erschienen 1999unter dem Titel „Hellboy: Odd Jobs“,deutsche Ausgabe erstmals 2012, 300 Seiten.ISBN 3942396211.Übersetzung ins Deutsche von molosovsky und Verena Hacker.

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In Kürze:

1994 erblickte Hellboy zum ersten Mal das Licht einer Comicseite und entwickelte sich in den nächsten Jahren zu einem phänomenalen Erfolg, der 2004 und 2008 mit den Kinofilmen von Starregisseur Guillermo del Toro seinen vorläufigen Höhepunkt erreichte. Im Dezember 1999 wiederum erschien der erste von inzwischen drei Sammelbänden mit Hellboy-Geschichten, die bisher nur auf Englisch erhältlich sind. Dem wollen wir nun abhelfen, denn ob im Comic, auf der Leinwand oder in Form des gedruckten Wortes – niemand erlebt so faszinierende, so unheimliche, so abgefahrene Abenteuer wie Hellboy! Einige der besten Phantastik-Autoren der angloamerikanischen Szene haben zur Feder gegriffen, um dem roten Riesen die Ehre zu erweisen. Jede Erzählung ist mit einer ganzseitigen Illustration von Hellboy-Schöpfer Mike Mignola versehen – ein Augenschmaus für Kenner und ein Muss für jeden Sammler.

Das meint Phantastik-Couch.de: „Die Stories zum Kult-Comic – ein etwas anderer Superheld tritt dem Bösen in den A .. llerwertesten“79

Horror-Rezension von Carsten Kuhr

Einst wurde er vom russischen Mystiker Rasputin im Auftrag der Nazis beschworen, der rothäutige Dämon Hellboy. Als Antichrist, als „Tier der Apokalypse“ wie sein Name Anung Un Rama übersetzt lautet, sollte er den Weltuntergang einläuten. Als die US-amerikanischen Soldaten ihn fanden nannten sie ihn Hellboy und übergaben ihn seinem Ziehvater Professor Trevor Bruttenholm. Nun bekämpft der Dämon mit einer steinernen Hand und seinem Schweif im Auftrag der Behörde zur Untersuchung und Abwehr Paranormaler Erscheinungen das Böse. 230 Kilogramm bringt er auf die Wage, zwei Meter zwanzig misst er von den Hufen bis zu den abgesägten Hörnern, ein Gegner, der so manchem Widersacher das Fürchten lehrt.

Vierzehn Autoren und ein Zeichner erweisen dem Boy in diesem Band ihre Referenz.

Wie so viele Superhelden erblickte Hellboy das Licht der Welt im Comic. Nachdem er in den gemalten Geschichten eine feste Fangemeinde hinter sich vereinen konnte, folgte das übliche Merchandise. Eine Verfilmung und Bücher mit dem Hellboy sollten weitere Umsätze generieren.
Dabei ist der Dämon der aus der Hölle beschworen wurde und nun auf Seiten der Guten in den Kampf zieht ungewöhnliches Heldenfutter. Anders als die üblichen Verdächtigen, Superman, Batman und Co ist er kein klassischer Superheld, sondern ein ambivalenter Charakter, dessen Andersartigkeit und Einsamkeit ihn als Charakter interessant machen und der schlussendlich im Kampf gegen eine Drachen stirbt (dt. Hellboy – Der Sturm).

Des weiteren sind seine Gegner, auf die er immer wieder trifft, ein wenig anders gestrickt, als die üblichen Bösewichte. Hellboy tritt, ganz seiner Herkunft folgend gegen Dämonen, Magier und Sagengestalten an, bekämpft ungewöhnliche Lebewesen und ist deutlich dunkler angelegt als seine Kollegen.

Anleihen bei antiken Mythen mischen sich mit Lovecraftschen Monstern und mittendrin ein wahrlich ungewöhnlicher Held

Entsprechend bieten sich auch die in diesem Band von einigen der talentiertesten Horror-Autoren verfassten Geschichten an. Es geht zum Beispiel gegen die wiederbelebte Medusa, ein aus dem 17 Jahrhundert stammenden Alchemisten, genauer gesagt dessen untoter Kopf der seine dunkle Magie in Paris ausübt, in Roswell sucht er im Auftrag eines der verfluchten Wissenschaftler, die die Atombombe entwarfen nach dessen verschwunden Sohn, eine menschengrosse, sprechende Ratte engagiert ihn als Mittelsmann, in Vietnam begegnet er dem Rachedämon Xin Loi, ein letzter Einsatz mit seinem Ziehonkel Commander Freedom, der mittlerweile als Senator tätig ist folgt, die Entführung von Kindern durch eine Fee will aufgeklärt werden, die Seele eines Serienkiller belebt eine Vogelscheuche und mordet munter weiter, im Redneckland brennen Kirchen oder Bigfoot persönlich lässt von sich hören.

Das alles liest sich, so unterschiedliche die Texte sich auch anbieten, so verschieden die Verfasser stilistisch arbeiten sehr gefällig und packend. Die Autoren treffen die Stimmung perfekt, bieten viel Flair sowie intelligente, phantasievolle Plots an, so dass der Fan ein Freudenfeuer entfachen kann.

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