Abarat - Tage der Wunder, Nächte des Zorns von Clive Barker

Buchvorstellung

Abarat - Tage der Wunder, Nächte des Zorns von Clive Barker

Originalausgabe erschienen 2004unter dem Titel „Abarat - Days of Magic, Nights of War“,deutsche Ausgabe erstmals 2005, 568 Seiten.ISBN 3-453-53261-9.Übersetzung ins Deutsche von Karsten Singelmann.

»Abarat - Tage der Wunder, Nächte des Zorns« kaufen oder zum Merkzettel hinzufügen

bestellen bei amazon

in mein Bücherregal

In Kürze:

Der Auftakt des Abarat-Zyklus war ein Ereignis. Candys Abenteuer auf der geheimnisvollen Inselwelt, von Clive Barker fulminant in Text und Bild umgesetzt, wurden von der Kritik hoch gelobt. Auch der zweite Band der vierbändigen Saga ist ein vom Autor selbst illustriertes, farbgewaltiges Gesamtkunstwerk und erscheint limitiert in exklusiver Ausstattung.

Seit Candy, von einer goldenen Wolke angezogen, über das Meer Izabella in die wundersame Welt Abarat gelangt ist, hat sich ihr Leben von Grund auf verändert. Nichts erinnert mehr an das nörgelnde Schulmädchen aus Chickentown, Minnesota. Auf Abarat hat Candy eine Mission zu erfüllen, die ihr Mut, Geschick und Intelligenz abverlangt. Sie allein vermag Lord Carrion, den Fürsten der Mitternacht, aufzuhalten und die Inselwelt vor der ewigen Dunkelheit zu bewahren. Carrion setzt alles daran, ihrer habhaft zu werden, doch Candy entflieht ein ums andere Mal. Gemeinsam mit ihren Gefährten gelangt sie von Insel zu Insel und spürt zunehmend eine seltsame Vertrautheit mit dem Archipel. Als sie plötzlich auch die Worte der Magie spricht, die sie niemals zuvor gelernt hat, weiß sie, dass sie das Geheimnis ihrer Vergangenheit lüften muss, bevor die Mächte des Tages und die Mächte der Nacht im unvermeidlichen Kampf aufeinander prallen.

Ihre Meinung zu »Clive Barker: Abarat - Tage der Wunder, Nächte des Zorns«

Alexi1000 zu »Clive Barker: Abarat - Tage der Wunder, Nächte des Zorns«08.07.2009
Der 2. Band, des auf 4 Teile ausgelegten Abarat - Zyklus. Barker führt die Rundreise weiter fort, die Protagonisten entwickeln sich weiter und die Story wird genial fortgeführt. Mehr Worte braucht es eigentlich nicht...
Wer den 1. Teil mochte wird sich auch hier schnell wieder einfinden, das einzig traurige ist die lange Wartezeit bis zum Nachfolger.

Fazit: Genial wie der Vorgänger, sehr gute 90°.
K.-G.Beck-Ewe zu »Clive Barker: Abarat - Tage der Wunder, Nächte des Zorns«23.09.2007
HEIß ERSEHNTE FORTSETZUNG

Hier ist der lang erwartete zweite Teil der Erzählungen um Candy Quakenbush und ihren neuen Freund Malingo. Gegen Ende des ersten Bands waren die beiden immer noch auf der Flucht vor Houlihan, der ihnen durch Prinz Carrion, den Herrscher der Mitternachtsinsel auf den Hals gehetzt worden war, weil Candy durch John Mischief bei dessen Flucht nach Chickentown einen rätselhaften Schlüssel in den Kopf gesetzt bekommen hatte und so nach Abarat gekommen war. Nun hat sie einige der Inseln bereits besucht und dabei Schicksalsweberinnen, böse Zauberer und allerlei seltsame Gestalten getroffen und mehr und mehr erweckt den Archipel von Abarat das Gefühl der Vertrautheit in ihr. Ein Gefühl, das eine wirklich tief gehende Ursache hat.

In Chickentown selbst gehen ebenfalls seltsame Dinge vor sich. Der Geist eines Selbstmörders, der einmal mit einer Schicksalsweberin verheiratet gewesen war, spukt in dem Raum in dem er sich das Leben genommen hat und versucht die Menschen in der Stadt vor drohendem Unheil zu warnen indem er ihnen anrät hohen Grund aufzusuchen. Doch niemand versteht ihn so recht. Candys versoffener Vater drangsaliert weiter die Familie, aber das Verschwinden der Tochter hat einige Spannungslinien in der fest gefügten Dysfunktionalität des Quakenbush-Haushalts aufkommen lassen, so dass Bill Quakenbush sich von Seiten seiner Frau Melissa immer wieder Widerständen ausgesetzt sieht. Nach seiner Meinung kann im Endeffekt nur Candy daran schuld sein, was auch auf die seltsamen Umstände um ihre Geburt zu tun haben könnte.

Genau diese Umstände werden für Christopher Carrion – den Herrn der Mitternachtsinsel – und seine grausame Mutter zunehmend interessanter, da es der jungen Frau immer wieder gelingt, dem sicheren Tode zu entgehen und dabei auch immer öfter Magie anwendet, die sie eigentlich gar nicht beherrschen dürfte. Und sie sammelt immer mächtigere Mitstreiter um sich herum, so dass es schließlich zu einer aufsehenderregenden Auseinandersetzung auf Iza-bella kommt – dem Meer von Abarat, das dazu eine Ausdehnung bis nach Chickentown nimmt. Und damit ist die Geschichte an ihrem vorläufigen Höhepunkt angelangt.

TYPISCHER ZWEITER TEIL NUR BESSER

Dieser zweite Band, der auf vier Bände angelegten Reihe vertieft in erster Linie die Charakteredarstellung der Hauptprotagonisten und zeigt noch mehr – wenn auch noch längst nicht alles – des Archipels Abarat. Wie ein zweiter Akt in einem Drama ist das Buch darum nicht so spannend, aber doch interessant genug um es sich anzuschauen. Denn die Charaktere erlangen wirklich eine deutlich größere Plastizität und ihre Beziehungen untereinander werden gleichfalls entschieden verdichtet und klarifiziert, so dass man sich zwischen ihnen schon beinahe zuhause fühlen kann – auch wenn man das vielleicht bei Houlihan und dem passend benannten Prinz Carrion sicherlich vermeiden möchte.

OPTISCHER BONUS

Das Schauen lohnt sich auch in diesem Band, denn auch hier finden sich auf fast jeder Seite Darstellungen (insgesamt etwa 125) von Figuren aus Abarat, die Clive Barker selbst erstellt hat. Wer seine Kunstbände kennt weiß, dass er nicht nur als Schriftsteller imaginativ und handwerklich Erstaunliches zu Wege bringen kann. Dabei sind die letzten Seiten der Taschenbuchausgabe auch auf Hochglanzpapier ausgeführt, wodurch die Abbildungen noch besser zur Geltung kommen. Wer den gesamten Genuss haben möchte und alle Bilder in Farbe auf Hochglanz sehen möchte, der sollte zu der – allerdings wesentlich kostspieligeren Hardcoverausgabe greifen, die Heyne aufgelegt hat, oder zu der dazu im Vergleich dann doch sehr günstigen Originalausgabe, die zusammen mit der Taschenbuchausgabe von Heyne weniger kostet, als das Heyne-Kunstwerk.

WIEDER ERWECKTER APPETIT

Nachdem der erste Band schon große Erwartungen an die Fortführung der Reihe geweckt hatte, sind diese nach der Lektüre des zweiten Teils noch deutlich gestiegen – besonders auch, weil, wie gesagt hier die Charaktereetablierung im Vordergrund steht – so dass die Wartezeit auf die Fortsetzung beinahe so quälend sein dürfte, wie das Warten auf einen Harry-Potter-Band. Wer das nicht aushält, der muss warten, bis alle vier Bände raus sind und sie dann hin-tereinander weg lesen. Und hat bis dahin etwas, worauf man sich wirklich freuen kann. Eines der besten und komplexesten Märchen für Erwachsene, das mir bisher unter die Augen gekommen ist.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Ihr Kommentar zu Abarat - Tage der Wunder, Nächte des Zorns

Hinweis: Fragen nach einem fertigen Referat, einer Inhaltsangabe oder Zusammenfassung werden gelöscht.