Couch-Talk Dezember zur Lesung / Vampirmusical „Glut und Asche“ von Wolfgang Hohlbein am 6. November 2009 auf den Fantasydays im Burgwächter-Castello in Düsseldorf

Stimmige, düstere Bühnenshow zu „Glut und Asche“-Texten, trotz massiver Tücken in der Technik

Marc Blasweiler, Eventmanager der „Fantasydays“ in Düsseldorf und Peter Groß Paaß hatten die Idee, aus der Buchpräsentation von Wolfgang Hohlbeins elften Band "Glut und Asche„ aus der Serie “Die Chronik der Unsterblichen„ etwas ganz Besonderes zu machen. Wolfgang Hohlbein fasziniert die Mischung verschiedener Kunstrichtungen, wie er uns erzählte. Und da es zum Buch bereits das Konzeptalbum “Blaze and Glory„ der Rockformation “Delany„ gibt, lag die Idee, gelesene Textauszüge mit Musik und Tanz auf der Bühne zu präsentieren, auf der Hand.

Und so wurde mit den Darstellern und Tänzern der “Ring-Stars„, der “Düsseldorf-Dancers„ und den “8Counts„ eine Bühnenperformance zur Musik des Albums und zu Texten aus “Glut und Asche" erarbeitet, die auf der Hangar-One-Bühne des Burgwächter-Castellos uraufgeführt werden sollte.

Doch zunächst schienen massive technische Probleme das ehrgeizige Projekt zu kippen. Auch 90 Minuten fieberhafter Arbeit an den Tücken der Technik, konnte den Hangar-One nicht zum Leben erwecken. Man beschloss, auf die wesentlich kleinere, technisch eher einfach ausgestattete Bühne im Ground 2.0 umzusiedeln.

Dort nahm Wolfgang Hohlbein auf einem hohen, altenglischen Sessel Platz und verlas die dramatische Geschichte des Vampirs Andrej, der sich im Jahr 1666 mit seinem Freund und Beschützer Abu Dun im brennenden London seinem übermächtigen Erzfeind Loki stellen muss, um den Untergang der Welt zu verhindern. Zwischen den Kapiteln erschollen rockige Klänge zu düsteren Texten des Wizard-Bassisten Volker Lesons aus den Boxen. Vampire tanzten, kämpften, bissen, bluteten, liebten und litten auf der Bühne und zogen das Publikum in ihren mystischen Bann.

Wer das Buch „Glut und Asche“ kannte, hat die Bilder aus seinem Kopf, das Kribbeln aus seinem Bauch auf der Bühne erlebt. Wer es nicht kannte, hat sich von der düster-gespannten Atmosphäre und Geschichte fangen und begeistern lassen. Kein Wunder, das es nach der gut einstündigen Bühnenshow keinen Zuschauer mehr auf seinem Sitzplatz hielt und mehrere Minuten Standing Ovations auf Tänzer, Darsteller und den Autor Wolfgang Hohlbein herab regneten.

Eine eindrucksvolle und gelungene Mischung aus Phantastikliteratur und darstellender Kunst wurde in diesem Vampir-Rock-Musical dem überwiegend jungen Publikum präsentiert. Leider kann man nur erahnen, was die technischen Möglichkeiten und Effekte der großen Bühne aus der Show noch heraus geholt hätten.

Regie: Peter Groß Paaß und Marc Blasweiler
Fotos: einen ganz herzlichen Dank für großartige Bilder an den Hobbyfotografen meermiau

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Eva Bergschneider