Hyperion von Dan Simmons

Buchvorstellung

Hyperion von Dan Simmons

Originalausgabe erschienen 1989unter dem Titel „Hyperion“,deutsche Ausgabe erstmals 1991, 688 Seiten.ISBN 3-453-13304-8.Übersetzung ins Deutsche von .

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In Kürze:

Auf Hyperion herrscht das Shrike – ein unüberwindliches Ungeheuer aus den Tiefen von Raum und Zeit. Manche verehren es als Gott, andere sehen in ihm das absolute Böse und wollen es vernichten, aber gefürchtet wird es von allen. Im Tal der Zeitgräber, wo sich riesige Gebilde mit ihren rätselhaften Botschaften aus der Zukunft in die Vergangenheit bewegen, wartet das Shrike. Und es wartet auf sie alle.

Ihre Meinung zu »Dan Simmons: Hyperion«

Janko zu »Dan Simmons: Hyperion«08.04.2015
Wie immer freut es mich, ein Buch von Dan Simmons in den Händen zu halten.
Wenn es sich dann noch um ein so sehr gefeiertes und hochgelobtes Werk wie die „Hyperion-Gesänge“ handelt, wiegt die Freude gleich umso schwerer. Die Herausforderung für einen Nicht-Sci-Fi belesenes menschliches Wesen ist jedoch ungleich größer, mutet der Autor dem potentiellen Leser doch unheimlich viele neuartige Begriffe zu. Diese sind nicht immer auf Anhieb in einen kausalen Zusammenhang zu bringen, was den Lesefluss dieses Gesamtwerks von biblischem Ausmaß leider von Anfang an ein wenig hemmt. Je nach Auflage sind es über 1.400 Seiten, welche die beiden ersten Teile dieser Space Opera umfasst. Die Fortsetzung „Endymion“ (Teil 1: Pforten der Zeit und Teil 2: Die Auferstehung) schlägt mit weiteren 1.300 Seiten zu Buche. Der unübersichtliche Plot überfordert einen zu Anfang mit diversen Begriffen wie Hegemonie, das Shrike, der Farcaster, die Kruziform, den Tesla Bäumen, die Fuge, die Hegira, Fatline, KI's, Cybrids etc. Die Schatten lichten sich aber alsbald und es ergibt sich eine sehr abwechslungsreiche, spannende, aber nicht minder sonderbare und auch recht komplexe Story.
Wir schreiben in etwa das Jahr 750 nach der Hegira und dem großen Fehler von Kiew (dem Aufbruch von der alten, durch ein selbst geschaffenes schwarzes Loch, zerstörten Erde). Es leben über 20 Milliarden Menschen im Netz, welches den vernetzten Teil des Zusammenschlusses der menschlichen Hegemonie (also des Herrschafts- und Vernetzungsgebietes der Menschheit) im All umfasst. Dan Simmons erzählt die Geschichten der sieben Pilger und ihrer Fahrt nach Hyperion, zu den Zeitgräbern und der Kirche des Shrike. Macht, Vernichtung, Religion, Krieg, Verfolgung, Sehnsüchte, Träume, Moral, Physik und Philosophie vereinigen sich zu einer kunstvoll erschaffenen Szenerie. Science Fiction ist normalerweise ja nicht so meins, aber was Dan Simmons hier abliefert ist schon allererste Sahne. Er schafft sein eigenes Universum oder sagen wir besser seine eigenen Universen. Die vielen fremdartigen Begriffe verwirren ein wenig, machen die Welten und ihre Gegebenheiten aber interessant und den Leser somit neugierig auf mehr. Es ist schon arg unorthodox was Dan Simmons hier konstruiert. Mehrere Erzählstränge sind zwar noch lange nicht ungewöhnlich, aber das „Was“ und „Wie“ macht es so sonderbar. Schund oder Meisterwerk. Hier werden sich die Geister scheiden. Ein Buch wie von einem anderen Stern. Viele neue Gedankengänge offenbaren sich der potenziellen Leserschaft und regen zum Hinterfragen an. Wer hier leichte Kost vermutet, wird Dann Simmons-mäßig eines Besseren belehrt. Selten sind seine Bücher zum einfachen, entspannten lesen geeignet. Die Hyperion-Gesänge sind vielmehr ein Buch im Buch im Buch. Moderne Klassiker zu kreieren sind Trademark des (seit Samstag, 04.04.2015) 67–jährigen Amerikaners. Man merkt immer wieder, wie belesen Dan Simmons ist und ist gleichzeitig immer wieder fasziniert, wie er das Gelesene in seine eigenen Werke einfließen lässt und entsprechend verarbeitet. Langwierige Passagen trüben jedoch zeitweise das Lesevergnügen und hemmen hier und da schon mal den Lesefluss. Für einen "Nicht-Sience Fictionie" ist es oftmals schwierig, den Überblick zu behalten und am Ball zu bleiben. Sci-Fi Fans werden diesem Bollwerk einer Geschichte, welche im gleichen Atemzug mit „Dune-Der Wüstenplanet“ genannt wird aber sicherlich einiges abgewinnen können.
Meine Wertung: 79/100
Beverly zu »Dan Simmons: Hyperion«17.02.2012
Als ich anfing, Science Fiction zu schreiben, war eines meiner großen Vorbilder in stilistischer und dramaturgischer Hinsicht "Hyperion". Denn was außer dem besten ist gut genug, um als Inspiration zu dienen?
Nicht nur der Aufbau in Protagonisten, die ihre Geschichten erzählen, sondern auch die Geschichten selbst machen "Hyperion" bemerkenswert. Simmons schreibt in einem eigenen Stil mit unverwechselbaren Ideen das Epos einer Zukunft, die zu dem besten gehört, was die SF zu bieten hat. Dabei ist "Hyperion" der erste von vier Bänden, die jeder SF-Fan kennen sollte:

Hyperion
und
Das Ende von Hyperion

hängen unmittelbar zusammen. Danach gibt es einen Zeitsprung zu

Endymion. Pforten der Zeit
und
Endymion. Die Auferstehung
Hockenberry zu »Dan Simmons: Hyperion«29.05.2010
Meiner Meinung ist dieses Buch ein Muss für jeden SiFi/Phantasy Liebhaber.

Ich finde im ersten Teil sehr gut dass die verschiedenen Pilger,die alle eine eine sehr wichtige Rolle haben,unterschiedlich vorgestellt werden.Für jeden Pilger gibt es eine Geschichte.
Man sollte der Geschichte von Oberst Fedmahn Kassad sehr genau lesen,da ich finde bzw. vermute das dieser im späteren Verlauf der Buchreihe zum Shrike wird.
Im Grunde ist das nicht sehr wichtig,es ist nur sehr interresant da das Shrike in Teil 1+2 im Vordergrund steht.
Da aber so immens viele kleine wichtige Informationen der Beteiligten
vorhanden sind,und man später im Verlauf mal nicht mehr durchbklicken sollte..;),kann man im ersten Teil einfach diejenige Geschichte des Pilgers nochmals durchlesen..;).
z.B.Baum der Schmerzen=Raumschiff der tempelritter ,nja ,,,,ich galube Ihr werdet nen bisl hin und her lesen müssen...;)aber es macht durchaus Spass.

Ich habe nun Teil I-IV zum 3ten mal gelesen in abstand von 4Jahren und ich kann nur sagen es begeistert mich immer wieder aufs Neue.
Ilium+Olympos habe ich auch schon zum 2ten mal durchgelesen.
Diese 2 Teile sind ein guter Nachfolger für Hyperion.

Hyperion+Ilium ist Pflichtlektüre

Viel Spass
Alles in Allem muss
vfrey zu »Dan Simmons: Hyperion«02.10.2009
ohne hier groß auf das Buch eingehen zu wollen: ich kann mich an keinen Roman erinnern, der dermaßen viele Ideen, die auch jede einzeln für ein eigenständiges Werk gereicht hätten, in ein Buch gepackt hat. Daher (und für die hervorragende handwerkliche Ausführing) die Maximalwertung.

P.S.: natürlich ist Simmons in der Nachbetrachtung dann doch nicht so verschwenderisch mit seinen Ideen umgegangen, wenn man die Nachfolgewerke betrachtet. Aber dennoch: Hyperion ist in seiner Mischung aus vertrauten und fremdartigen Motiven eine absolute Leseempfehlung.
Kay zu »Dan Simmons: Hyperion«06.07.2009
Hui noch schnell was zu meinen Lieblingsbuch:

Ich denke man sollte von einem Schriftsteller nicht erwarten das er das buch schreibt damit ein "1000 Jahre alter Mensch" es versteht. Heißt : heutige Literatur müßte einen Menschen des Jahres 1000 begrifflich gemacht werden . DAs ist SF in Reinform. Das geniale an Simmons ist doch wie selbstverständlich er mit den Begriffen seiner Zukunftsvision umgeht. DAs macht ja seine Glaubwürdikeit aus. Ich war froh das er mich nicht mit definitionen seiner geistigen Vorstellungskraft als Leser langweilt.
Alles erschließt sich mit dem lesen oder beim wiederholten lesen und manches bleibt rätselhaft.
Und diese Phantasie ....wahnsinn...er ist einer von denen die so schreiben das man glaubt er wäre dort. Egal ob es sich dabei um eine verdammte Landschaft oder zwischenmenschliche Beziehungen handelt. Ach gut Ok ein Kritikpunkt: Typisch amerikanisch kommen Mann und Frau immer Gleichzeitig und natürlich immer zum Orgasmus. Egal ob Rachel oder Aenea oder Brawne. Mehr wird nicht gesagt.
LESEN!
mase zu »Dan Simmons: Hyperion«04.05.2009
Simmons ist ein grossartiger Erzähler, denn sonst hätte ich hier nicht 80 klein gedruckte Seiten durchgehalten.

Ich kann nicht lesen, was ich nicht verstehe. Simmons benutzt derart viele Wortschöpfungen und Fremdwörter (und ich dachte bis dato meine Allgemeinbildung wäre ausreichend), dass ich entweder ständig zum Fremdwörterlexikon greifen musste, oder meinen staunenden Mund ob meiner Fantasielosigkeit wieder manuell zuklappen musste.

Hier Beispiele nur aus der 1. Seite: Hegemonie, Ebenholzraumschiff, Gymnospermen, Fatline-Empfänger, Aasbrüter, Tachyonen, Diskey, und natürlich Hyperion.

Es wird bis zur 80. Seite kein Wort zur Beschreibung der Wortschöpfungen verloren. Bei einer Star Trek Folge, kann man sich anhand der Bilder orientieren, aber hier nicht. Simmons verschwendet leider auch seine Zeit nicht damit, zur erklären, wie es zu diesem „Weltgefüge“ gekommen ist und warum. Für mich sind das elementare Dinge zu meinem Verständnis und ich erwarte von einem Autor wenigstens das Grundgerüst vorgelegt zu bekommen. Alles andere ist mir zu anstrengend.

Mein Vorstellungsvermögen reicht für „Hyperion“ nicht aus und die zusätzlichen Fremdwörter machten es nicht leichter. Das ist nichts für mich.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
zu »Dan Simmons: Hyperion«07.02.2008
Die Hyperion-Gesänge bestehen aus den vier Büchern: Hyperion, Der Sturtz von Hyperion, Endymion – Die Pforten der Zeit und Endymion – Die Auferstehung.
Ich habe diese Werke von Simmons mit Begeisterung verschlungen! Nicht ohne Grund zählt diese komplexe Erzählung zu den Klassikern.
Simmons hat hier eine Welt erschaffen, die seines gleich sucht!
Es gibt in dem Band „ Welten und Zeit genug“ eine weitere Kurzgeschichte, die im Hyperion-Universum angesiedelt ist. Diese bildet den endgültigen Epilog.
Absolute Leseempfehlung.
Viele Grüße vom Shrike!
hoffmann9471 zu »Dan Simmons: Hyperion«05.10.2006
DER Einsteiger-Roman bei Dan Simmons. Fast unglaublich faszinierend, wie genau durchdacht und fantasievoll Simmons sich die Welt in etwa 750 Jahren "erdenkt". Da hat er "was drauf". Auch die geschilderten Typen sind herrlich skuril. Der Plot ist nun nicht völlig einzigartig, aber spannend. Ich habe das Buch nach Jahren zum zweiten Mal gelesen. Es hatte mich wieder gefesselt. Für einen Sci-Fi-Autor ist er schon eine Klasse für sich. Empfehlenswert.
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