Das Rätsel Salomons von Daphne Niko

Buchvorstellungund Rezension

Das Rätsel Salomons von Daphne Niko

Originalausgabe erschienen 2013unter dem Titel „The Riddle of Salomon“,deutsche Ausgabe erstmals 2016, 384 Seiten.ISBN 3958351565.Übersetzung ins Deutsche von Madeleine Seither.

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In Kürze:

Cambridge Archäologin Sarah Weston und der amerikanische Anthropologe Daniel Madigan arbeiten an der Qaryat al-Fau Ausgrabungsstätte in Saudi-Arabien, als sie eine mysteriöse Schriftrolle geschrieben in Form eines Rätsels finden. Während sie versuchen, die Schriftrolle zu bestimmen und zu entschlüsseln – eine Aneinanderreihung von Katastrophen, darunter ein gewaltiges Feuer -, wird ihre Camp überfallen und die Schriftrolle gestohlen.

Sarah und Daniel folgen einer Reihe von Hinweisen, die nach Indien, Jerusalem und in die judäische Wüste führen, wo sie die Wahrheit über die Schriftrolle entdecken: Sie ist eine Art Karte, geschrieben von König Solomon, und führt zu einer alten Handschrift, die eine erstaunliche Offenbarung enthält.

Aber Sarah und Daniel sind nicht die einzigen, die nach der alten Schrift suchen. Trent Sacks, ein privilegierter junger Brite, hat viele Jahre damit verbracht und ein Vermögen investiert, um dieses Manuskript zu finden. Der Mann glaubt, dass er der letzte Nachkomme Davids und König Solomons ist, und er wird vor nichts zurückschrecken, die alten Relikte zu sammeln, um der Welt zu beweisen, dass er der wahre Messias ist.

Das meint Phantastik-Couch.de: „König David, sein Nachfahr Salomo und ein selbst ernannter Messias setzen eine ganze Region in Feuer“79

Mystery-Rezension von Carsten Kuhr

Nachdem die Archäologin Sarah Weston sich im Jemen durchgesetzt und das Rätsel um den Zehnten Heiligen gelöst hat, hat sie mit der Cambridge Universität gebrochen. Fürderhin wird sie sich ihre archäologischen Ausgrabungen selbst suchen und finanzieren müssen. Da kommt es gut, dass der Anthropologe Daniel Madigan, der ihr bereits beim ersten Abenteuer treu zur Seite stand, von der Saudischen Regierung mit der Leitung eine Wüstengrabung beauftragt wird. Mit an Bord natürlich Sarah, die im endlosen Sand der Wüste eine Schatulle aus dem 10. vorchristlichen Jahrhundert entdeckt. Im Inneren befindet sich eine Papyrusrolle mit einem Vers. Die Versuche den Fund zu datieren und einzuordnen rufen nicht nur Konkurrenten, sondern auch skrupellose Verbrecher auf den Plan.

Bald wird deutlich, dass der Vers eine Karte zu einem versteckten Schatz König Salomos darstellt. Der Fund des Schatzes wäre eine Sensation, würde er doch die tatsächliche Existenz Salomons und damit die Überlieferungen der Bibel und der Tora verifizieren. Ein skrupelloser, selbsternannter Messias, der sich als fernen Nachfahren Davids ansieht, will sich des Schatzes bemächtigen, die Region in einen alles vernichtenden Krieg stürzen und sich selbst zum Messias krönen – ein Vorhaben, dass Sarah und David nicht billigen können. In der Judäischen Wüste treffen die Parteien aufeinander …

Vorhang auf zum zweiten phantastischen Thriller im uralte Geheimnisse, fiese Verschwörer und eine toughe Heldin

Archäologische Thriller waren eine Zeit lang, angesichts des Hypes um Dan Browns DaVinci Code sehr en vogue. Mittlerweile ist die Welle abgeebbt, entsprechende Bücher erscheinen leider nur mehr sporadisch. Da ist es um so bemerkenswerter, wenn ein so genannter Kleinverlag, der sich ursprünglich auf Horror- und temporeiche Thriller konzentrierte, eine entsprechende Serie in sein Programm aufnimmt.

Der erste Roman um Sarah Weston bot packendes Abenteuergarn mit phantastischen Bezügen, so dass ich mich mit Feuereifer an die Lektüre des zweiten Bandes begab. Und, wie kaum anders zu erwarten, hat die gebürtige Griechin Daphne Nokolopoulos, alias Daphne Niko wieder so einiges für ihre Leser in Petto. Geschickt verwebt sie die Mythen um Salomo und die Königin von Saba, David und sein Volk mit aktuellen Problemen der Region.

Was zunächst „nur“ aussieht, wie ein packender Geschichts-Thriller, bei dem es um die Entdeckung der Hinterlassenschaften eines legendären Königs geht, das entwickelt im Verlauf des Romans deutlich aktuellere Bezüge. Der Nahost-Konflikt, Israel und seine verfeindeten Nachbarn, die Hisbollah, Jordanien, Syrien die ganze Region ist ein Pulverfass, das nur darauf wartet, dass die Lunte anfängt zu glühen. Der Fund von Öl im israelischen Grenzgebiet zum Libanon mit Streitigkeiten, wem das schwarze Gold zusteht wäre der Funke, der die gesamte Region in Brand setzen könnte. Hier zeichnet die Autorin ein sehr realistisch wirkendes geo-politisches Bild, wobei sie auch die krassen Unterschiede zwischen dem reichen Israel und den oft notleidenden direkten Nachbarn thematisiert.

Auch wenn der 2012 verfasste Roman die aktuellen Entwicklungen rund um den IS, den Krieg in Syrien und die damit verbundenen Entwicklungen noch nicht aufgreifen konnte, bekommt der Leser, neben viel Indiana Jones Flair auch jede Menge wirklichkeitsnahe Informationen um die politische wie wirtschaftliche Lage der Region vermittelt. So bietet auch dieses Buch wieder eine gelungene Mischung aus interessant aufbereiteten Fakten, jeder Menge Imagination und geschichtlichen Hinweisen und einer Menge an Action – ist somit eine klare Leseempfehlung wert.

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