Krieg der Vampire von David Wellington
Buchvorstellung und Rezension
- Fantasy
- Science-Fiction
- Horror
- Mystery
In Kürze:
Die Armee der Vampire beginnt den Angriff.
Nie wieder – das hat sich Detective Laura Caxton nach dem letzten Gefecht gegen die Vampire geschworen. Doch nun taucht ihr alter Partner Jameson Arkeley wieder auf und bittet sie um Hilfe. In Pennsylvania hat man neunundneunzig Vampirsärge gefunden. Caxton und Arkeley stellen fest, dass die Herzen der Vampire entfernt wurden. Doch dann kehrt der hundertste Vampir zurück, um eine Armee der Untoten zum Leben zu erwecken – und eine gnadenlose Jagd auf die Menschen zu eröffnen.
Das meint Phantastik-Couch.de: „Brutal und tierisch – die Vampire des David Wellington“
Horror-Rezension von Carsten Kuhr
Laura Caxton hat eine schwierige Zeit hinter sich. Nicht genug damit, dass sie als Polizistin nicht eben den einfachsten und stressfreiesten Beruf für sich ausgewählt hat, ihre lesbische Neigung und die damit verbundenen Vorurteile ihrer Vorgesetzten und Kollegen haben ihre Spuren hinterlassen. Gezeichnet aber hat sie die im Roman „Der letzte Vampir“ (Piper Verlag) geschilderten Erlebnisse. Eher unfreiwillig wurde sie vom Marshall Jameson Arkeley damals rekrutiert, ihm bei seiner Jagd nach dem letzten Vampir zur Seite zu stehen. Doch von gleichberechtigtem Miteinander konnte damals keine Rede sein. Sie fungierte als Lockvogel, auch wenn die Presse und Hollywood im Nachhinein ihre Rolle glorifiziert haben. Seit dem Kino-Blockbuster und der Verstümmelung ihres alten Partners gilt sie landauf, landab als die Koryphäe schlechthin was die Nosferatu betrifft. Zum Glück gibt es bis auf die untoten Überreste der mehr als 300-jährigen Malvern ja keine blutsaugenden Kampfmaschinen mehr, und die Überbleibsel hütet Arkeley wie seinen Augapfel – das zumindest dachte sie bisher.
Dann aber erreicht Laura eines Tages ein Hilferuf. Auf den Schlachtfeldern des Sezessionskrieges nahe Gettysburg, Pennsylvania hat man – eingeschlossen in einer Höhle – bei archäologischen Grabungen 99 Särge mit den Skeletten von Vampiren entdeckt. Die Herzen der Nosferatu fehlen, so dass eine Auferstehung einer ganzen Vampirarmee wohl nicht zu befürchten ist. Doch Laura findet die Überreste eines zertrümmerten Sarges. Kurz darauf begegnet sie einem zunächst höflichen Vampir – ein Untoter, der Rache nehmen will. Während die örtlichen Behörden ganz auf Schadensbegrenzung bemüht sind – schließlich will man den sprudelnden Tourismus nicht abwürgen -, bemüht sich Laura mit Unterstützung durch Arkeley, den flüchtigen Vampir zur Strecke zu bringen, bevor dieser auf den Gedanken kommt, die erste Vampireinheit des amerikanischen Bürgerkrieges wieder aufzuwecken und mit dieser unschlagbaren Armee über die Menschen herzufallen …
Blut, Ehre und Vampire – eine explosive Mischung
David Wellingtons Vampire sind keine chemisch reinen, höflichen und kulturell interessierten Unsterblichkeiten, die sich um ihre Seele oder ihre Libido Gedanken machen. Anders als viele der blutsaugenden Wesen beschreibt der Autor seine Nosferatu als bestialische Killer, deren Wesen ganz auf die Nahrungsaufnahme ausgerichtet ist.
Plakativ, temporeich und gewaltbetont geht es deshalb zu in dem zweiten von insgesamt drei zusammenhängenden Vampir-Romanen aus seiner Feder. Mit der Ansiedlung der Handlung im historischen Gettysburg hat er ein glaubwürdiges historisches Grundgerüst gebaut, auf dem er seine Auseinandersetzung, die letztlich natürlich wieder auf einen brutalen Kampf der Menschen gegen die Blutsauger hinausläuft, stützt. Fiktive Tagebuchaufzeichnungen aus der Zeit des Sezessionskrieges, die sich mit den Szenen aus der Jetztzeit abwechseln, verleihen der Handlung größere Authentizität.
Wie von Auftaktband gewohnt reihen sich die Actionszenen nahtlos aneinander, erwartet den Leser eine Tour de Force voller Gewalt, Tempo und Cliffhangern. Es ist nicht so sehr das „ob“, sondern mehr das „wie wird es den Menschen gelingen, die drohende Katastrophe aufzuhalten“, das dem Werk sein rasantes Tempo verleiht. Verbunden mit jeder Menge bleihaltiger Luft und einprägsamen, aber auch ein wenig flachen Charakteren drängt sich das Buch wie sein Vorgänger für eine Verfilmung als B-Movie förmlich auf. Dabei wirkt der Text an einzelnen Stellen ein wenig unstrukturiert, gibt es Widersprüche und Ungereimtheiten. Das ist geradlinig geschriebene Action voller Kämpfe und Gewalt. Wer diese Art von Horror-Roman mag, der bekommt einiges für sein Geld.
Ihre Meinung zu »David Wellington: Krieg der Vampire«
| mase zu »David Wellington: Krieg der Vampire« | 12.04.2009 |
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| Aufziehvogel zu »David Wellington: Krieg der Vampire« | 13.10.2008 |
| Lares zu »David Wellington: Krieg der Vampire« | 11.09.2008 |


