Die erste Wahrheit von Dawn Cook

Buchvorstellungund Rezension

Die erste Wahrheit von Dawn Cook

Originalausgabe erschienen 2002unter dem Titel „First Truth“,deutsche Ausgabe erstmals 2008, 420 Seiten.ISBN nicht vorhanden.Übersetzung ins Deutsche von Katharina Volk.

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In Kürze:

Alissa glaubt nicht an Magie. Und schon gar nicht an die Märchen ihres verstorbenen Vaters von jener sagenhaften Feste in den Bergen, in der einst angeblich Drachen und mächtige Zauberer gewirkt haben. Bis es Alissa eines Tages selbst an diesen Ort verschlägt.

Das meint Phantastik-Couch.de: „;Bestsellermaterial – stromlinienförmig, voller bekannter Versatzstücke, aber auch mit überzeugenden Charakterzeichnungen“65

Horror-Rezension von Carsten Kuhr

Alissa ist ein echten Wildfang. Als Mischlingskind ist sie weder bei den eingebildeten Tiefländerhändlern noch bei den urwüchsigen Hochländern willkommen. Ihr Vater, der seit Jahren vermisst wird, hat eine einsame, abgelegene Region als Heimat für die kleine Familie ausgesucht. Hier, abseits der großen Handelspfade, wächst sie frei und ungebunden auf.

Doch mit einem Mal ist es vorbei mit ihrer Freiheit. Ihre eigene Mutter wirft sie aus dem Haus. Sie sei jetzt alt genug, in die Fußtapfen ihres Vaters zu treten. Kurz bevor die Pässe unpassierbaren werden, soll sie zur legendären Feste aufbrechen. Gerüchte wollen wissen, dass talentierte Hüter von Meistern dort in den Geheimnissen der Magie ausgebildet werden. Dabei weiß doch nun wirklich jedes Kind, dass es so etwas wie Magie gar nicht gibt. So macht sie sich voller Zorn ob der Ungerechtigkeit ihrer Mutter auf, vor den ersten Schneefällen das Gebirge zu überqueren. Nur ihr kleiner Greifvogel, ein Buntfalke begleitet sie.

Unterwegs trifft sie auf Strell. Als reinrassiger Tiefländer aus einer verbrieften Familie, die ob ihrer Tonerzeugnisse bekannt und berühmt ist, sollte sein Leben eigentlich vorbestimmt sein. Doch eine Wahrsagerin hat seinem Großvater prophezeit, dass der Familienname nur überdauern wird, wenn Strell seinen eigenen Weg gehen wird. So durchstreift er seit vier Jahren als Barde die Lande, von der Küstenregion bis ins Gebirge führen ihn die Pfade. Nun will er endlich einmal wieder heim nach Hause. Doch dann muss er erfahren, dass eine Flut sein Heim zerstört und die gesamte Familie ausgelöscht hat. Verzweifelt und voll unterdrückter Aggression macht er sich ohne Ziel auf, vor seinen Sorgen und der Realität zu fliehen.

Als er auf die Bauerntochter trifft, fliegen zunächst die Fetzen. Voller Vorurteile geraten die beiden dominanten Charaktere aneinander. Alissa, die Zeit ihres Lebens ob der Ungerechtigkeit, mit der sie als Halbblut abgestempelt wird, rot sieht, sieht ihre schlimmsten Befürchtungen über die arroganten Tiefländer bestätigt. Trotz aller Animositäten zwingen sie die Umstände, gemeinsam zu reisen.

Auf dem Weg fällt Alissa immer wieder in ein Wachkoma. Ein fremdes Bewusstsein. Niemand, wie er sich selbst nennt, versucht sie zu warnen. Er schickt ihr Versionen, die ihr zeigen, wie ihr Vater auf der Feste ermordet wird. Bailic, ein Bewahrer, hat vor fünfzehn Jahren schon die Meister und deren Schüler ermordet, um sich zum despotischen Herrscher aufzuschwingen. Seitdem sucht er nach dem einzigen, das ihm zur Machtübernahme noch fehlt – Die erste Wahrheit, das Buch, das der letzte, von Bailic eingekerkerte Meister damals Alissas Vater zur Aufbewahrung übergeben hat. Auf der Suche nach ihrem Erbe, dem Buch, das Alissa anlockt, begeben sich unsere beiden Abenteurer in die Höhle des Löwen – in der von Bailic bewohnten Feste suchen sie nach dem Buch und versuchen den gefangen gehaltenen Meister zu befreien …

Vertrauensselige Magier und finstere Lehrlinge, oder Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser

Was ist das für eine Trilogie, die Trudi Canavans Erfolge für Blanvalet wiederholen soll? Die äußere Aufmachung zumindest erinnert doch sehr an die Bestseller aus Down Under. Klappbroschuren mit einer sehr ansprechenden Titelbildgestaltung machen auf den Inhalt neugierig. Dieser aber präsentiert uns zunächst einmal wenig Innovatives. Ein zerstrittenes Abenteuerpaar, das sich mühsam zusammenrauft, erste Zuneigung zueinander findet und auf der Suche nach einem alten Rätsel oder magischen Gegenstand ist, das kennen wir leidlich.

Auch, dass die so mächtigen Meister sich von einem Lehrling haben übertölpeln lassen, dass ein zwar verschlagener, aber nicht unbedingt überragender Mensch sie hat ausschalten können, klingt nicht eben sonderlich glaubwürdig. Die Zeichnung der Welt bleibt relativ diffus, eine fruchtbare Tiefebene, eine Küstenregion und ein hohes, karges Gebirge, damit erschöpfen sich denn aber auch schon die entsprechenden Beschreibungen.

Was den Roman aber dann letztlich doch lesbar macht, das ist neben einem netten, flüssigen, allerdings auch dialoglastigen Stil die Charakterisierung der wenigen auftretenden Personen. Auch wenn sich die Autorin nur auf zunächst drei, zum Finale hin dann vier Gestalten konzentriert, bestimmen die Figuren den Roman. Mit viel Liebe hat sie ihre Helden gezeichnet.

Der Wildfang Alissa mit ihrem unbeherrschtem Wesen, ihrem aufbrausendem Gemüt und ihrem Sinn für Gerechtigkeit, nimmt uns gefangen. Das ist eine Person, bei der es dem Leser leicht fällt, in sie hineinzuschlupfen, ihre Gefühle und so manches mal unbedachten Aktionen nachzuvollziehen. Aber auch Strell, der zu Beginn voller Vorurteile ist, sich dann aber im Verlauf der Ereignisse eines Besseren besinnt, seine Haltung überdenkt und schlussendlich ändert, weiß zu überzeugen. Dass sich die beiden zueinander orientieren, das alte Spiel aus Necken und Streiten beginnt, konnte man erwarten.

Die Auseinandersetzung mit dem doch allzu einseitig charakterisierten Bailic und die überraschende Offenbarung um die Gestalt des Niemand treiben die anfänglich etwas zögerlich vorankommende Handlung im letzten Drittel dann rasant voran. Natürlich erwartet den Leser der unabdingbare Cliffhanger, der schon in zwei Monaten seiner Auflösung harrt.

Insgesamt ein Buch, das zwar keine neuen Pfade einschlägt, das sich aber in wohlgeordneten Bahnen bewegt, das dem Leser viel Vertrautes anbietet und dabei mit erstaunlich wenig Gewaltbeschreibungen auskommt. Keine große Weltenschöpfung, mehr ein Extrakt aus erfolgreichen Vorbildern in einer stromlinienförmigen Ausarbeitung, Fantasy für die breite Masse, dabei aber nett und flüssig zu lesen.

 

Ihre Meinung zu »Dawn Cook: Die erste Wahrheit«

Shining zu »Dawn Cook: Die erste Wahrheit«16.09.2011
Ein Meisterwerk. Wer dieses Buch als langweilig bezeichnet, hat absolut keine Ahnung. Diese Buch ist als Gesamtkunstwerk aller vier Bände zu betrachten. Oder ist etwa Frodo direkt nach Mordor gewandert und hat gleich alle umgehaun. Dieses Buch war einer der existentiellen Grundpfeiler des Fantasygenre und genauso wie die Bücher der Wahrheiten musste auch dieses Werk als Gesamtes betrachtet werden. Nicht dass ich die Beiden gleichsetzen will, auf keinen Fall. Doch möchte ich hier noch einmal betonen, wer den ersten Band losgelöst vom Gesamten betrachtet und es sich dann auch nur wagt, es als langweilig zu bezeichnen, der hat einfach mal keine Ahnung und sollte sich mehr mit dem Kunstwerk 'Buch' an sich beschäftigen.
1 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
AnOnYm zu »Dawn Cook: Die erste Wahrheit«04.06.2011
Die erste Hälfte des Buches kann man mit einem Wort beschreiben:
LANGWEILIG

zum Ende hin wurde es etwas besser, die Handlung war dann aber so voll, dass es eher unrealistisch war.
die anderen drei Bände waren besser, aber sie haben mich nicht wirklich überzeugt...
Man hätte schon im ersten Buch die Spannung gleichmäßiger verteilen müssen...

Ich hoffe, die nächste buchreie von Dawn Cook ist besser...
0 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Neko zu »Dawn Cook: Die erste Wahrheit«29.05.2011
Durch einen Freund bin ich auf die Buchreihe gekommen: Er hatte das Buch mal mit in der Schule und da hab ich einfach mal angefangen zu lesen...

Die erste Hälfte fand ich etwas langweilig:
die Handlung sind zu langatmig. Man hätte die zwei(und Kralle)durch einen Ort kommen lassen, wo sie einige Gerüchte mitkriegen und der Leser so vielleicht etwas mehr über diese Welt erfährt.
Ist aber trotzdem gut.
Die letzten Kapitel waren etwas eine gute einleitung in das folgende Buch.

Es gehört zwar nicht zu den besten Büchern (Bsp.: das "Silmarillion")
ist aber gut.

Die Nachfolger (die anderen drei Wahrheiten)kann ich aber nur empfehlen!
Ich war oft geneigt, das erste Buch zu übergehen, aber einige der da gegebenen Informationen sind durchaus wichtig!!!
INI+´´ zu »Dawn Cook: Die erste Wahrheit«11.04.2011
Meine Meinung zu den Büchern ist eine sehr positive, ich habe mit dem driiten Teil angefangen (meine Mutter hate ihn mir mal mitgegeben) un ich war sofort hin und weg. Innerhalb einer Wohce hatte ich die anderen drei Bücher auch und war damit durch. Eine sehr lesenswerte Buchreihe die ich jeden nur empfehlen kann. Und die "Schimpfwörter" wie Asche oder bei den Wölfen des Navigaors ist auch mal was neues. ;)
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Iris53 zu »Dawn Cook: Die erste Wahrheit«03.07.2010
Eine Geschichte, die, zumindest in diesem Teil, mit so wenig Personen auskommt, ist schon überraschend. Und überhaupt keine Kampfhandlungen, außer dem Kampf mit dem eigenen Ich. Das betrifft Alissa ebenso wie Strell, der im Laufe der Zeit lernt, daß es eigentlich egal ist, wo und als was man geboren wurde, sondern das jeder Mensch seine besonderen Vorzüge und Fähigkeiten hat. Aber da man seine Erziehung nicht so einfach abschütteln kann, wie ein nasses Hemd, gibt es zwischen den beiden immer wieder Reibereien, die auch dann von Bailic weidlich ausgenutzt werden.
Trotz allem führen sie ihn doch gehörig an der Nase herum und ich bin gespannt, auf welche Art und Weise sie ihm das Buch der ersten Wahrheit wieder abluchsen.
Setareh zu »Dawn Cook: Die erste Wahrheit«12.03.2010
Also ich habe gestern den letzten Band dieser Tetralogie durchgelesen und muss sagen, dass ich selten so gelungene Bücher gelesen habe.

"Die Wahrheiten" haben meiner Meinung nach alles, was ein Buch lesenswert macht:
Spannung, Humor und ein Ende, bei dem ich heulen musste :D
Außerdem ist die Geschichte sehr gut durchdacht und wunderschön geschrieben.
Mit Ausdrücken wie "Asche" hatte ich eigentlich keine Probleme, muss ich sagen.

Mir gefällt auch, wie Dawn Cook die Charaktere gestaltet hat. Sie haben Ecken und Kanten, was sie entweder sympathisch oder unangenehm macht. Daher fiebert man stets mit ihnen mit.

Dass die Hauptrolle Alissa und ihr Gefährte in der Feste mit dem Bösewicht zusammenleben müssen, finde ich sehr interessant, denn es ist mal etwas Anderes.

Also, wie gesagt, ich bin einfach begeistert, und daher gibt's auch von mir die volle Punktzahl :D
Annonymus zu »Dawn Cook: Die erste Wahrheit«30.10.2009
Also die ersten Hälfte des Buches hat mir sehr gut gefallen, die Charaktere waren interessant, die Storie war zwar etwas einseitig aber trotzdem gut.

Die zweite Hälfte des Buches wurde dann schon etwas seltsam, der ganze Teil in der Burg der Bewahrer war von den Handlungen der Personen teilweise unrealistisch. Aber darüber könnte ich noch hinwegsehen.

Was mir aber den Spass am Buch verdroben hat waren die letzten 80 Seiten. Das gesamte Ende war meiner Meinung nach einfach schlecht. Die tatsache das dort Verhandelt wurde war einfach lächerlich und der "Bösewicht" lebt plötzlich mit den beiden zusammen? So ganz ohne Zwang?
Also wie gesagt ich fande das Ende grotten schlecht, so schlecht das ich den zweiten Teil nicht Lesen werde.
Schade, das Buch hatte wirklich gut angefangen.
Tommaso zu »Dawn Cook: Die erste Wahrheit«21.09.2009
Also ich habe alle vier Bände durch und muß sagen das sie alle spitze waren.Eine tolle geschichte in der Magie und drachen aufeinander treffen wie es einer in seinem Kommentar schon geschrieben hatte.Und ja es stimmt die ausdrücke "Asche" und "Bei den Wölfen des Navigators" fand ich am anfang etwas seltsam,wobei man sich schnell an diese ausdrücke aber gewöhnt(Und das letzte klingt ja auch ein wenig komisch).Heute habe ich leider "Die letzte Wahrheit" beendet und bin etwas traurig das es keine weitere gute trilogie oder tetralogie von Dawn Cook gibt(hoffe das sie grad an einer dran ist ;-) )

Naja als nächstes schaue ich mal wie Alison Croggon so ist,gibt dann wieder eine gute oder schlechte Meinung dazu aber das sind dann andere Bücher.

Für Dawn Cooks Tetralogie "Das Buch der Wahrheiten" gibt es von mir volle Punktzahl.
Sabine zu »Dawn Cook: Die erste Wahrheit«13.08.2009
Hab mir das buch auch gekauft und war am anfang noch skeptisch, weil mich gerade diese aussagen wie "asche", und diese doch so fremde welt, in die man hineinkatapultiert wird, eher ein bisschen verwirrt haben ;) (ich mochte auch eragon nicht ^^) jedenfalls hab ich die erste wahrheit jetzt durch und fand das buch immer spannender, bis ich es zum schluss nicht mehr weglegen wollte. hab mir schon den 2. Band bestellt und werd ihn heute abholen, bin schon sehr gespannt wie's weitergeht ;)
des vergleicht in einem obigen kommentag, dass Bailic ähnlichkeiten mt Lord Voldemort habe finde ich witzig, so hab ichs noch nie gesehen ;) aber Nutzlos hat eine Gewisse Ähnlichkeit mit Dumbledore, was seiner Rolle aber gut steht ;)

alles in allem ein gutes buch und ich bin gespannt auf die fortsetzung
Seraphina zu »Dawn Cook: Die erste Wahrheit«30.09.2008
Magier und Drachen mal anders!

Ich als grosser Fan des Fantasy-Genres stehe ganz besonders auf magische Geschichten mit Heldinnen. So konnte ich nicht umhin, mir auch den ersten Band von den "Büchern der Wahrheiten" zu besorgen. Bereut habe ich den Kauf gewiss nicht.

Dabei war die erste Hälfte des Buches noch wenig aufregend und erschien bisweilen etwas eintönig. Doch das war auch bei anderen Fantasy-Reihen der Fall ... sogar bei jenen, die später zum Schluss meine Lieblinge wurden! ^_~

Und wie sieht`s hier aus? Nun, kurz gesagt, die zwei Hauptcharakere Alissa (19) und Strell (Anfang 20) treffen sich per Zufall und gehen - ebenfalls eher zufällig - auf eine gemeinsame Reise, als dessen Ziel sich nach einiger Zeit die geheimnisvolle Feste der sog. Bewahrer entpuppt! Natürlich gibt`s kleinere Schwierigkeiten beim Reisen und ansonsten wird diese Zeit von der Autorin hauptsächlich dazu genutzt, uns die Charaktere näherzubringen ... und ganz besonders die Heldin Alissa! Wie üblich wird auch die Vergangenheit und Herkunft der beiden durchleuchtet. Dazu kommt noch die Spannungssteigerung durch mysteriöse und unheimliche Vorfälle.

Doch als unsere zwei Helden endlich ( mitte des Buches ) die Feste erreichen, geht die Story erst richtig los!
Das fängt schon mal mit einer gewaltigen Überraschung an, was die wahre Identität der Bewahrer-Meister betrifft! o.o
Und wo ich schon mal bei den Bewahrern bin: Diese sind genau genommen Magier mit einer roman-spezifischen Bezeichnung ( genauso wie "die Barden" in der Pellinor-Saga ). Die Ausübung ihrer Magie beruht auf einer Energie-Quelle im Inneren und den daraus herausführenden "Pfaden", durch welche man unsichtbare Energie senden kann, um einen "Bann" zu bewirken ... also nix mit Blitzen, die aus den Fingern schiessen und dergleichen! ^^
Das Ganze erinnert ein wenig an das Prinzip aus "Die Gilde der Schwarzen Magier". Jedoch gibt es Unterschiede: Zum Einen findet die Magie hier mehr auf geistiger Ebene statt ( recht interessant beschrieben, v.a. die "Besessenheit" oder die Sicht auf mehreren Ebenen, etc. ) und zum Anderen ist es eine sehr geheime Kunst, die von gewöhnlichen Leuten als reiner Mumpitz betrachtet wird ( sogar die zwei Helden der Story halten Magie zunächst für Ammenmärchen ). Doch keine Sorge! So ganz rational ist die Bevölkerung jener - bisher namenlosen - Welt nun doch nicht. Immerhin sind wenigstens Vorhersagen und Geistervertreibungen allgemein akzeptierte Formen von übernatürlichen Gaben. Fans von "magischer" Fantasy kommen hier auf ihre Kosten. Soviel mal dazu!

Was gibt`s noch für Besonderheiten im Buch?

Erwähnenswert ist sicherlich die Zwei-Klassen-Gesellschaft, bestehend aus den dunkelhäutigen, handwerklich begabten Tiefländern und den hellhäutigen, bäuerlichen Hochländern ... mit all ihren Sitten und Bräuchen! Die beiden Völker haben nichts füreinander übrig als Verachtung und so sind auch Mischehen undenkbar ... außer natürlich bei den Eltern unserer Heldin ( die als Halbblut einen ziemlich schweren sozialen Stand hat )!

Auch die Tierwelt sollte erwähnt werden, welche teilweise bekannt und teilweise fremdartig rüberkommt. Zu ersteren gehört z.B. Claw ( Kralle ), der "gezähmte" Buntfalke unserer Heldin ... und zu letzteren zählen zunächst einmal die sogenannten Raku - Wesen, welche man ruhig als "Drachen" hätte bezeichnen können ( aber die Autorin wollte es anscheinend besonders fremdartig ). Wobei die Raku im Buch später eine grosse Rolle spielen.

Nicht vergessen darf man den Feind unseres Heldenpaares, Bailic, einen ehemaligen Bewahrer. Dieser erinnert in seiner Art stark an Lord Voldemort ( aus "Harry Potter" ) ... besonders durch seine Meinung über Halbblüter und Reinblüter! Ansonsten ist er ein recht komplexbeladener Typ und für einen Schurken recht furchtsam ... was ihn ziemlich glaubwürdig ( weil menschlich ) erscheinen lässt.

Was mir ausserdem noch gefällt, sind die total exotischen Ausdrücke und Bezeichungen, z.B. "Asche!", "Bei den Wölfen des Navigators!" oder "das Fest der Wintersonnenwende" ... anstelle von "Schei**e!", "Bei Gott!" oder "die Silvesterfeier", usw. Solche Kleinigkeiten steigern mein Fantasy-Feeling beim Lesen enorm. ^^

FAZIT:
Wer "Die Rebellin" ( Gilde der Schwarzen Magier ), "Die Gabe" ( Pellinor-Saga ) und "Tochter des Windes" ( Rhapsody-Saga ) mochte, dem könnte auch "Die erste Wahrheit" ( Bücher der Wahrheiten ) gefallen.
Ich selber bleibe auf jeden Fall dran und kaufe mir den zweiten Band "Die geheime Wahrheit" ... und höchstwahrscheinlich auch die Folgebände ( Die verlore Wahrheit, Die letzte Wahrheit )!

PS:
Die Karte ist etwas ungewöhnlich gestaltet und erinnert mich irgendwie an diese Aushangkarten auf den Rastplätzen im Gebirge ... mit ihren skizzierten Wanderwegen auf den recht plastisch gezeichneten Bergen! ^^
Auch das Cover passt wie üblich nicht wirklich zum Inhalt, ist aber hübsch anzuschauen!

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