Der Preis der Sterne von Debra Doyle & James D. MacDonald

Buchvorstellungund Rezension

Der Preis der Sterne von Debra Doyle & James D. MacDonald

Originalausgabe erschienen 1992unter dem Titel „The Price of the Stars“,deutsche Ausgabe erstmals 2011, 544 Seiten.ISBN 3-442-26817-6.Übersetzung ins Deutsche von Wolfgang Thon.

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In Kürze:

Beka will möglichst wenig mit ihrer Mutter, der Regentin der halben Galaxis, zu tun haben, sondern lieber eine einfache Raumpilotin sein. Doch nach der Ermordung ihrer Mutter bleibt Beka kaum eine Wahl. Sie muss die Assassinen finden und deren Hintermänner stellen. Doch wer Mördern nachspürt, gerät bald selbst in deren Fadenkreuz …

Das meint Phantastik-Couch.de: „Klassische Space Opera – da kommt Freude auf“73

Science-Fiction-Rezension von Carsten Kuhr

Zwischen den Sternen wartet die Freiheit und das Abenteuer – so zumindest ein Werbeslogan, den auch unsere Protagonistin Beka für sich in Anspruch genommen hat. Dass sie aus einer adeligen Familie stammt, ihre Mutter als Domina über ein Sternenreich herrscht und ihr Vater, ein ehemaliger Schmuggler und Freibeuter, als General der SpaceForce in den Magierkriegen dafür gesorgt hat, dass die freien Welten überlebt haben, macht ihren Alltag nicht eben einfacher. So nutzt die ebenso begeisterte wie talentierte Pilotin die Möglichkeit, sich vom dominanten Elternhaus zu lösen und ihr Glück auf eigene Faust zu suchen.

Als ihre Mutter einem Mordkomplott zum Opfer fällt, rückt sie zur Domina auf – auch wenn sie dies nicht will. Um so erstaunter ist sie, als ihr Vater ihr sein altes, getuntes Kurierschiff anbietet – und dies zu einem sehr moderaten Preis. Als Entgelt will er lediglich die Namen derer, die hinter dem heimtückischen Mordanschlag stecken. Zusammen mit dem untergetauchten Kriegsmeister ihrer Familie und mit der mehr oder minder freiwilligen Hilfe ihrer beiden Brüder macht sie sich auf die Suche, nicht etwa, um Namen herauszufinden, sondern um selbst Rache zu üben …

Logiksektor ausschalten, anschnallen, es geht ins Abenteuer

Space Opera, so nannte man dereinst die Romane, die wenig mit der Realität, dafür um so mehr mit Träumen, Abenteuern und dem so oft beschworenen Sense of Wonder zu tun haben. Mittlerweile werden derartige Titel kaum mehr verfasst. Am ehesten stehen noch die literarischen Umsetzungen der gängigen PC-Games oder die Military-SF-Reihen in der Tradition der Space Opera.

Ab und an aber finden die Verlage doch noch entsprechendes Lesefutter. So ist es wenig verwunderlich, dass vorliegender Titel in den Staaten bereits im Jahr 1992 veröffentlicht wurde. Es ist müßig zu spekulieren, warum die Reihe ihren Weg nicht über den großen Teich fand. An dem spannend aufbereiteten Inhalt kann es wohl nicht gelegen haben.

Natürlich schlägt die Logik ein ums andere Mal Kapriolen, bieten sich die Charaktere stereotyp, die Handlung bekannt an, doch die Mischung stimmt und macht einfach Spaß. Das ist bestes Unterhaltungsfutter, voller packender Kämpfe, wilder Verfolgungsjagden und fieser Gegner. Wer sich ernsthaft mit Zukunftsentwicklungen auseinandersetzen möchte, wer auf eine nachvollziehbare und vielschichtige Charakterentwicklung Wert legt, der ist hier nicht richtig. Wer sich aber ein paar Stunden lang unterhaltsam und spannend unterhalten will, der wird hier fündig werden.

Ihre Meinung zu »Debra Doyle & James D. MacDonald: Der Preis der Sterne«

mdk2003 zu »Debra Doyle & James D. MacDonald: Der Preis der Sterne«08.01.2015
Hohe Literatur ist dieser Roman wohl nicht, trotzdem habe ich mich gut unterhalten gefühlt. Debra Doyle und James D. MacDonald haben ein recht interessantes Universum geschaffen, dass gewisse Parallelen mit dem Star Wars Universum aufweißt. Die Geschichte würde ich als solide bezeichnen: Nichts was nun unglaublich inovativ ist, aber ich fand sie sehr kurzweilig erzählt, so dass es mir oftmals schwer fiel den Roman beiseite zu legen. Ich denke, ich werde mir auch den zweiten Roman aus der Reihe hohlen.
Ihr Kommentar zu Der Preis der Sterne

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