Der Gentleman mit der Feuerhand von Derek Landy

Buchvorstellungund Rezension

Der Gentleman mit der Feuerhand von Derek Landy

Originalausgabe erschienen 2007unter dem Titel „Skulduggery Pleasant“,deutsche Ausgabe erstmals 2007, 344 Seiten.ISBN 3785559224.Übersetzung ins Deutsche von .

»Der Gentleman mit der Feuerhand« kaufen oder zum Merkzettel hinzufügen

bestellen bei amazon

in mein Bücherregal

In Kürze:

Er ist kein gewöhnlicher Detektiv. Er ist Zauberer und Meister der kleinen schmutzigen Tricks, und wenn die Umstände es erfordern, nimmt er es mit dem Gesetz nicht so genau. Er ist ein echter Gentleman. Und …er ist ein Skelett. Als Stephanie Skulduggery Pleasant das erste Mal sieht, ahnt sie noch nicht, dass sie ausgerechnet mit ihm eines ihrer größten Abenteuer erleben wird. Denn um den mysteriösen Tod ihres Onkels aufzuklären, muss sie ihn in eine Welt voller Magie begleiten – eine Welt, in der mächtige Zauberer gegeneinander kämpfen, Legenden plötzlich zu Leben erwachen und in der das Böse schon auf Stephanie wartet …

Das meint Phantastik-Couch.de: „Der Detektiv als Skelett“78

Fantasy-Rezension von Frank A. Dudley

Kommt jetzt der nächste Jugendbuch-Hype oder kommt er nicht? Nachdem um „Skulduggery Pleasant“, den Erstling von Derek Landy, in Großbritannien bereits viel Aufhebens gemacht wurde, unternimmt auch der deutsche Loewe Verlag einiges, um die Aufmerksamkeit des hungrigen Lesepublikums auf diesen zweifellos gelungenen Auftakt einer neunteiligen Serie zu lenken. Da ist zum Beispiel die für ein deutschsprachiges Jugendbuch recht aufwändige Buchwebsite mit Animationsvideos, Hör- und Leseprobe sowie umfangreichen Hintergrundinformationen. Rechtfertigt das Buch den Aufwand?Ja, ohne Zweifel, das Buch hält, was es verspricht. Und es ist eigenständig genug, um sich nicht ständig mit Potter & Co. vergleichen lassen zu müssen. Die Handlung ist schnell erzählt: Stephanies Onkel Gordon ist ein erfolgreicher aber misanthropischer Bestsellerautor. Er schreibt einen Horror-Schocker nach dem anderen, und seine Tätigkeit hat ihn reich gemacht. Doch eines Tages fällt er beim Tippen tot um und hinterlässt zum Entsetzen der buckligen Verwandtschaft sein gesamtes Vermögen seiner jungen Nichte. Sehr zu ihrer Überraschung, hätte sie doch nie damit gerechnet, dass der alte Grantler so viel für sie übrig hatte. Auf dem Begräbnis fällt ihr einer der zahlreichen seltsamen Freunde ihres Onkels besonders auf, doch er verschwindet, bevor sie mit ihm reden kann.

Ein paar Tage später, Stephanie übernachtet in ihrem neuen Anwesen, begegnet sie dem Fremden erneut, dieses Mal aber unter für sie weitaus gefährlicheren Umständen: Ein unheimlicher Eindringling bedroht sie und verlangt die Herausgabe des „Schlüssels“. Stephanie glaubt sich schon fast so tot wie ihren Onkel, doch dann fliegt die Tür aus den Angeln und der seltsame Typ vom Friedhof verscheucht den Einbrecher mit Flammen, die aus seiner Hand schießen. Gestatten, Skulduggery Pleasant, der Gentleman mit der Feuerhand, Detektiv, Zauberer und – Skelett. Stephanies Neugier ist größer als ihre Furcht, und so erfährt sie ziemlich schnell von ihrem Retter, dass die Bücher ihres Onkels keine Fiktion, sondern Fakten enthalten. Tatsächlich gibt es lebende Skelette, eines steht ja auch vor ihr und spricht, Zauberer, Vampire, Zombies und finstere Bösewichte, die die Welt mit dem Magischen Szepter vernichten wollen. Leider glaubt der böse Zauberer namens Serpine, dass Stephanie dieses Szepter besitzt und stellt ihr nun unablässig nach. Doch er bekommt es mit Skulduggery, seinen skurril-magischen Freunden und Stephanies scharfem Verstand zu tun, die ihm jeweils mächtig zusetzen.

Respektlos und flott

Das Schöne an Phantastik ist, dass sie im Gegensatz zu Fantasy und Science Fiction ohne große Weltenbauerei auskommt. Auch Derek Landy verlässt sich nicht auf Hyperraum und Hobbits, um eine gute Geschichte zu erzählen, er setzt auf seine Hauptcharaktere und ihre gegensätzlichen Eigenschaften. Während Skulduggery Pleasant ausgesprochen pflichtbewusst ist, spießt Stephanie in ihrer respektlosen Art diesen verknöcherten Wesenszug ihres Retters regelmäßig mit spitzen Worten auf. Daraus entstehen ziemlich ironische Dialoge, an denen nicht nur jugendliche Leser ihren Spaß haben. Der Plot ist zwar etwas locker gestrickt und dem Bösewicht fehlt es an Dreidimonsionalität, doch das wird vom respektlosen Humor und der flotten Erzählweise mehr als aufgewogen. Empfehlenswert!

Ihre Meinung zu »Derek Landy: Der Gentleman mit der Feuerhand«

ABC zu »Derek Landy: Der Gentleman mit der Feuerhand«14.05.2014
Ich bin mittlerweile bei Band 6, und der erste Teil ist meiner Meinung nach der bisher mit Abstand schlechteste. Nach dem ich dieses Buch gelesen hatte, war mein Fazit eindeutig negativ, weswegen es Monate gedauert hat, bis ich mich dazu entschlossen habe, die ganze Reihe zu lesen. Das Bemerkenswerteste an ihr ist, finde ich, dass Derek Landy es durch unglaublich witzige Dialoge, rasante Handlung und enorme Spannung schafft, die gefühlte 90% der Bücher ausmachenden detaillierten Kampfbeschreibungen auch noch im sechsten Band nicht so sehr nerven zu lassen, dass man das Buch ohne Umwege auf den Müll befördert. Skulduggery Pleasant gehört mittlerweile zu meinen Lieblingsbüchern.
Esther P. zu »Derek Landy: Der Gentleman mit der Feuerhand«21.03.2013
Eigentlich lese ich ja nur Krimis und zwischendurch mal was humorvolles ..... aber als ich dieses Buch sah wusste ich daß ich es lesen würde.

Alles in Allem hat es mir auch sehr gut gfallen, die Handlung ist doch recht kurzweilig, und die Figuren sind fast schon "lebensecht".

Einzig und allein die Göre , welche die Hauptperson ist neben dem Titelhelden , nervt aufgrund ihrer überheblichen und altklugen Art doch sehr. Etwas "to much" für eine 12jährige.

Ich bin auf die nächsten Bände gespannt, muß aber dazu sagen daß ich Band 1 nicht unbedingt für Kinder weiterempfehlen würde. Dafür wird etwas zu viel gemordet.
Amenea zu »Derek Landy: Der Gentleman mit der Feuerhand«05.10.2012
Das Cover hat mich begeistert und das Buch befand sich auf der Liste einer befreundeten Autorin. Also habe ich es mir gekauft ...
Der Anfang ist ziemlich rasant, eine Auktion, dann der Einbruch. Die Schreibweise ist sehr rasant, aber niemals langweilig, man liest immer mit einem Lächeln auf den Lippen. Die Idee eines Skeletts als Detektiv ist an sich schon so absurd, dass der Inhalt theoretisch nur noch absurder werden kann. Ein kanariengelber Bently (sehr unauffällig!), ein etwas dicker, geheimer Schneider und der Versuch, eine Büroklammer telepatisch zu sich zu "beamen" sind nur wenige Beispiele, wie lustig der Roman zum Teil ist. Mit dem Mädchen Stephanie konnte ich mich sehr gut identifizieren, sie wird beschrieben wie ein normales Mädchen, nicht wie eine Heldin. Ein Mädchen mit ganz normalen Problemen und Macken. An sich hat mir die Handlung sehr gut gefallen, alles war nachvollziehbar und der Autor ist nicht von seinem roten Faden abgewichen. Nun freue ich mich schon auf den nächsten Band, denn das Buch fesselt einen, man kann nicht mehr aufhören.
Aero zu »Derek Landy: Der Gentleman mit der Feuerhand«09.04.2010
Eine Geschichte, die sich im Kopf festsetzt, denn wo liest man denn bitte von einem lebenden Skelett?

Die Story ist eher auf die Handlung konzentriert, die Charaktere werde im Erzählungsfluss sozusagen 'nebenbei' mit Details versehen.

Skulduggery finde ich persönlich fast schon genial. Nicht nur seinen Humor (den man mit meinem vergleichen könnte: Einfach Antworten geben, und dabei so tun, als ob es ganz normal wäre), sondern auch seine Folgerungen treiben die Geschehnisse immer weiter; nicht nur die Witze treiben einen zum Weiterlesen, auch die meist ungeahnten Szenen treiben die Spannung immer weiter.

Nicht nur ein Jugendbuch!

____
Aero
Ihr Kommentar zu Der Gentleman mit der Feuerhand

Hinweis: Fragen nach einem fertigen Referat, einer Inhaltsangabe oder Zusammenfassung werden gelöscht.