Diane Carey

Diane Carey wurde 1954 in Flint, US-Staat Michigan, geboren. Sie besuchte das Alma College und später die University of Michigan, die sie mit einem Master of Arts abschloss. Ihre schriftstellerische Laufbahn begann sie mit Historienromanen und Romanzen, bevor sie Mitte der 1980er Jahre eine besondere, noch junge Nische für hauptberufliche Schriftsteller/innen für sich eroberte und sich auf „tie-ins“ – Romane zu Filmen und TV-Serien – spezialisierte. Im Rahmen standardisierter Exposés, eines fest stehender Handlungsrahmens und vorgegebener Charakterzeichnungen setzt sie die Abenteuer bekannter und beliebter Figuren fort.

Bekannt ist Carey primär für ihre Arbeiten für das „Star-Trek“-Fanchise geworden. Sie hat Romane zu allen Fernsehserien geschrieben und einige neue, speziell für den Buchmarkt entworfene „ST“-Serien (u. a. „New Earth“ und „Gateways“) mitgestaltet. Carey liefert termingerecht sauber gedrechselte Texte ab, die niemals originell sind, weil sie es nicht sein dürfen, um die „arcline“ – die fiktive Chronologie und Chronik des „Star-Trek“-Universums – zu wahren.

Carey ist eine Lohnschreiberin, deren Fantasie oder Ehrgeiz kaum eigenständige Werke hervorbrachte. Ihre frühen Werke zeigen, dass sie ein Nachtschattengewächs der „ST“-Fanszene ist. Das Doppel-Debüt „Fortunes of War“ trägt alle Züge einer sog. „Mary-Sue“-Schmonzette: Carey projiziert sich und ihre spätpubertären Mädchenträume in die „Star-Trek“-Welt, wo sie die Rolle eines jungen Lieutenants übernimmt, die den großen Kapitän Kirk anschmachtet, ihn aus mancher Bredouille rettet und dafür mit seiner Liebe belohnt wird.

Diese und andere, ähnlich kitschbefrachtete Romane wurden von der Kritik sehr ungnädig aufgenommen und kommentiert. Carey drosselte ihren Schmalzausstoß und setzte zukünftig auf ihr wachsendes Wissen um die verschiedenen „ST“-Serien. Sie gehört anders als z. B. Peter David, Jeannine M. Dillard oder Vonda McIntyre nicht zu den „tie-in“-Autoren, denen es trotz des eng gesteckten Rahmens – man könnte auch von einem Korsett sprechen – gelang, „ST“-Geschichten zu verfassen, die das Bekannte geschickt variieren, mit scheinbar Neuem mischen und dadurch lesenswerte Lektüre entstehen lassen. Stattdessen ist sie ein Rädchen, das vor allem rund und ohne Blockade läuft, wie es das hochkommerziell ausgerichtete „ST“-Franchise schätzt.

Ein zweites berufliches Standbein besitzt Carey, die seit 1993 mit ihrer Familie (Gatte Gregory Brodeur liefert ebenfalls „Star-Trek“-Romane) in Owosso, Michigan, lebt, in ihrer Firma „ Falconbane Historic Events and Weddings“.

Phantastisches von Diane Carey:

  • Star Trek – Starfleet Academy
    • (1996) Cadet Kirk
    • (1997) Starfleet Academy
  • Star Trek – Voyager
    • (1996) Flashback (mit Brannon Braga)
    • (1998) Fire Ship: Captain’s Table 4
    • (1999) Equinox
    • (2001) Unimatrix Zero
    • (2001) Endspiel (mit Christie Golden)
      End Game
  • Star Trek – New Earth
    • (2000) Wagon Train to the Stars
    • (2000) Belle Terre (mit Dean Wesley Smith)
    • (2000) Challenger
  • Star Trek – Gateways
  • Aliens
    • (2006) DNA War
    • (2007) Cauldron
  • (1985) Silver Season
  • (1986) Harem
  • (1986) Under the Wild Moon
  • (1986) After the Torchlight
  • (1990) Sudden Storm
  • (1991) Distant Drums
  • (1992) Rose Legacy
  • (2003) S.W.A.T