Attic. Gefahr aus der Tiefe von Douglas Preston & Lincoln Child

Buchvorstellung

Attic. Gefahr aus der Tiefe von Douglas Preston & Lincoln Child

Originalausgabe erschienen 1997unter dem Titel „Reliquary“,deutsche Ausgabe erstmals 1999, 544 Seiten.ISBN 3-426-61823-0.Übersetzung ins Deutsche von Thomas Merk.

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In Kürze:

New York wird von einer Serie grauenhafter Morde an Obdachlosen heimgesucht. Das Geheimnis kommt aus der Tiefe: „Devil’s Attic“, Dachboden des Teufels, heißt das Tunnelsystem unter den Straßen der Stadt. Ein Thriller an der Grenze zwischen Alptraum und Wirklichkeit.

Ihre Meinung zu »Douglas Preston & Lincoln Child: Attic. Gefahr aus der Tiefe«

tassieteufel zu »Douglas Preston & Lincoln Child: Attic. Gefahr aus der Tiefe«27.07.2010
Als ein Trupp Polizeitaucher auf der Suche nach einem Paket Heroin im Humbolt Kill tauchen, stoßen sie auf die Leichen von 2 enthaupteten Skeletten,die recht seltsame Bißspuren aufweisen. Die Leichen rufen Lieutenant D´Agosta auf den Plan, der gemeinsam mit einigen Wissenschaftlern berunruhigende Parallelen zu den Museumsmorden feststellt.
Attic schließt mehr oder weniger nahtlos an Relic an und bietet ein Wiedersehen mit den meisten Hauptfiguren die man aus diesem Buch kennt. Lieutenant D´Agosta, später wieder unterstützt von
Agent Pendergast, leitet auch diese Ermittlungen, Margo Green und Dr. Frock helfen bei der Untersuchung der Skelette und der Reporter Bill Smithback, immer auf der Suche nach einer heißen Story, geistert auch wieder im Buch herum. Während der Vorgänger doch im Mittelteil
einige Längen hatte, wird hier der Spannungsbogen durchweg gehalten und sogar noch gesteigert. Gerade die Szenen die im New Yorker Untergrund spielen wirken um so unheimlicher und gruseliger, weil sie auf einem realen Hintergrund beruhen. Die Vorstellung, das Tausende Menschen freiwillig in den unterirdischen Tunneln hausen und dabei ein Art eigene Gesellschaft entwickelt haben, ist erschreckender als die Vorstellung von bösartigen Monstern, die aus dem Untergrund nach oben kommen.
Eine Stärke des Autoren-Duos ist es zweifellos, eine spannende in sich schlüssige Geschichte zu erzählen, die trotz der Myterieelemente am Ende keine Fragen offen läßt. Die teilweise sehr
beklemmende Realität, wenn wegen toter "Penner" von Polizei und Obrigkeit kein Finger gerührt wird, wird genauso gut geschildert, wie Kompetenzgerangel bei der Polizei. Die Figurenzeichnung gelingt aber wie schon im Vorgäner nicht ganz so gut. Gut und Böse ist doch recht stark abgegrenzt, besonders bei den Polizisten wird das deutlich. Captain Waxie ist da mal ein ganz typisches Beispiel für einen feigen, fetten, ehrgeizigen, ignoranten Cop an dem man aber auch gar kein gutes Haar finden kann. Insgesamt gesehen ist das aber ein kleines Manko über das man bei dem rasanten Verlauf der Geschichte gut hinwegsehen kann.

Fazit: Attic toppt den Vorgänger noch um einiges, atemlose Spannung ist hier garantiert und einmal angefangen liest man das Buch in einem Rutsch durch, einfach großartig!
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