Liebe Leserinnen und Leser,

was war das für ein März. Die Schreckensmeldungen nahmen kein Ende: Krieg in Libyen und ein apokalyptisches Szenario aus Natur- und Atomkatastrophe in Japan. Hoffen wir das Beste für die, die um ihr Leben und ihre Gesundheit fürchten. Dass eintrifft, was man gern leichthin prophezeit: Es kann nur besser werden.

Wir starten mit "Der unmögliche Roman„ von Zoran Zivkovic als “Buch des Monats„ in die April-Ausgabe. Der Titel trifft es schon rein formal, denn es handelt sich um Kurzgeschichten und Novellen. Und die wurden als thematische Einheiten in fünf Bücher zusammengefasst. Dabei kommt Zivkovic ganz ohne die “Trendthemen„ des Genres aus. Stattdessen leben die Erzählungen von einer genialen Idee innerhalb der Grenzen des (Un)Möglichen.

Phantastisch weiter geht es mit Bernd Perplies “Magierdämmerung„, dem zweiten Teil der Reihe “Gegen die Zeit„. Obwohl bereits der Auftaktband “Für die Krone„ ein wahres Füllhorn an Ideen geboten hat, setzt der Autor nach: Mit technischen Superlativen, wie dem Zeppelin mit Tarnvorichtung, einem magisch erweckten, ausgestopften Aligator und originellen neuen Figuren, wie einem “Antimagier„. Der zweite Teil einer Trilogie ist immer der schwierigste. Doch was der Autor daraus gemacht hat, ist Steamfantasy vom Feinsten – und lässt auf ein knalliges Finale hoffen.

Ein Kleinod der Horrorliteratur, ein Sammlerstück aus der Edition Phantasia stellen wir mit “Die Stadt der unaussprechlichen Freuden„ von Michael Siefener vor. Der 158 Seiten kurze Roman fängt ganz harmlos mit dem Fund eines Fehldrucks an – und führt uns auf eine unendliche Reise jenseits der sichtbaren Realität.

Nach der beliebten Fantasy-Reihe “Das Geheimnis von Askir„ startet Richard Schwartz nun mit dem Nachfolgeprojekt: “Die Götterkriege„. Im Auftaktband “Die Rose von Ilian„ ist sich der Autor selbst treu geblieben. Bisher randständige Figuren und ihre Geheimnisse stehen nun im Mittelpunkt des Geschehens – und kämpfen. Was mancher “Askir„-Fan bisher vielleicht vermisst hat.

Manchmal ist der Weg das Ziel. Worum es in Patrick Lees Mystery-Thriller “Die Pforte" geht, ist eigentlich nicht so wichtig und das Übliche. Schurken und gebrochene Helden jagen gefährliche Artefakte, die den Weltuntergang herbei führen. Doch dieser Grenzgänger zwischen den Genres hat vor allem eines: ein höllisches Tempo.

In dieser Ausgabe stellen wir Ihnen außerdem Stefan Blankertz vor, der mit einer ungewöhnlichen Variante des Atlantis Mythos in seinem Roman „Der Lamo Kodex“ auf sich aufmerksam machte. Warum den Autor die jeweils andere, ungehörte Seite im historischen Roman interessiert, und wie diese in seiner Alternativwelterzählung Gestalt angenommen hat, erfahren Sie in unserem Interview.

Für viele von Ihnen war sicherlich die Leipziger Buchmesse 2011 ein Highlight des Monat März, auch für unseren Mann vor Ort, dem Phantastik-Couch Rezensenten Tom Orgel.
In der Reportage "Buchmesse 2011- Eine Couch-Potato in Leipzig" serviert Ihnen Tom seine persönliche Sicht auf bunte und alte Hasen, Autoren auf dem Präsentierteller und phantastische Tipps und Trends.

Apropos Hasen, warum legen Sie ihren Lieben nicht mal ein phantastisches Buch ins Osternest?

In diesem Sinne wünscht Ihnen das Phantastik-Couch Team: Spannende Lektüre und entspannte Osterfeiertage.

Ihre

Eva Bergschneider