Liebe Leserinnen und Leser,

der Oktober ist ein aufregender Monat für jeden Büchersüchtigen. Denn auch wer nicht den großen Bazar in den Frankfurter Messehallen besuchen kann, bekommt beim Händler des Vertrauens ein besonders reichhaltiges Angebot an Lesestoff geboten. In diesem Jahr gilt das besonders für die Fans phantastischer Werke, denn es gibt viel Neues, auch von Autoren, die sich ein wenig rar gemacht haben. Lassen Sie sich überraschen, denn wir informieren uns auf der Frankfurter Buchmesse und halten Sie hier auf dem Laufenden.

Heute stellen wir Ihnen ein „Buch des Monats“ vor, das den wundervollen, wenn auch trügerischen Titel "Wir waren außer uns vor Glück„ trägt. Dazu entspricht es einem wichtigen Trend der letzten Jahre, denn die Kurzgeschichte wird immer beliebter. Und nun ist es einem kleinen Verlag gelungen, wahre Kleinode dieser literarischen Gattung von David Marusek zu finden, die bisher nicht in deutscher Sprache veröffentlicht wurden.

Der Amerikaner Brent Weeks bringt seine nächste Erfolgsserie, nach der “Night Angels„ nun die “Black Prism„ Trilogie, an den Leser. Der Auftaktband “ Schwarzes Prisma„ setzt erneut Fantasy-Maßstäbe, was Magiekonzept, das politische System und natürlich die Figuren angeht. Dazu nervenzerreißende Spannung und lebendige Action – was will man mehr?

Der letzte Schattenschnitzer" von Christian von Aster spielt mit einer faszinierenden Idee: Was wäre, wenn unsere Schatten sich befreien und über uns erheben könnten? Der letzte Schattenschnitzer bedroht ein empfindliche Gleichgewicht und nur ein kleiner Junge vermag ihn aufzuhalten. Trotz des jugendlichen Helden wahrlich kein Kinderbuch, das Christian von Aster geschrieben hat. Warum hat der Autor ein Kind in ein solch bizarres Abenteuer geschickt und wofür steht eigentlich der Schatten? Unser Rezensent Marcel Bülles traf Christian von Aster zum Interview, um Antworten auf diese und weitere interessante Fragen zu bekommen.

"Der wilde Planet„ von John Scalzi ist ein Remake, der den “Fuzzys„ vom H. Beam Piper neues Leben einhaucht. Zum Glück hat der Autor sein altbewährtes Abenteuer auf einem Planeten voller seltsamer Kreaturen mit innovativen Ideen und einem erstaunlichen Finale gewürzt – nämlich einem Gerichtsdrama. Insgesamt das unterhaltsame Werk eines versierten Erzählers.

Die Abenteuer des Doctor Nikola enden am melancholischen Schauplatz Venedig. In “Der Palazzo des Doctor Nikola„ holt Guy Newell Boothby aus seinem Magier der Wissenschaft noch einmal alles heraus.
Doch der Abschied ist nun kein endgültiger mehr, denn nun wird nach 111 Jahren der Übersetzer dieser klassischen Mystery- Reihe, Michael Böhnhardt, den Doctor wieder erwecken – wir sind gespannt.

Erneut stellen wir Ihnen in dieser Oktober-Ausgabe einen Roman der “Justifiers„-Serie vor, dieses mal “Zero Gravity" von Nicole Schuhmacher. Bereits vier Autoren haben an Markus Heitz ehrgeizigem SF-Projekt mitgeschrieben. Warum haben sich Christoph Hardebusch, Lena Falkenhagen, Thomas Finn und Nicole Schuhmacher entschlossen, mitzumachen und was war ihnen besonders wichtig? Lesen Sie in unserer "Justifiers-Fragerunde" die ganz unterschiedlichen Antworten der Autoren auf vier gleiche Fragen.

Einen schönen sonnigen und spannenden (Bücher-) Herbst wünscht Ihnen

Eva Bergschneider