Liebe Leserinnen und Leser,

Wiederholungen können manchmal nervig sein. Aber nicht, wenn der Autor Neil Gaiman heißt, der Übersetzer Hannes Riffel und das Buch American Gods. Und zwar als Director’s Cut, das Prinzip kennen wir vom Film, länger, besser, eine gute Wiederholungen eben. Auch fast 15 Jahren nachdem der Autor sein Buch verfasst hat, ist es immer noch eine wahre Achterbahnfahrt durch Amerika, die in eindrucksvollen Bildern den American way of life einfängt.

Herausgeber Stephen Jones „wiederholt“, indem er in Schatten über Innsmouth – Neue Erzählungen H.P. Lovecrafts ursprünglichem Werk in 17 zusammengetragenen (neuen) Geschichten huldigt – unter anderem ebenfalls mit einer Story von Neil Gaiman.

Ebenfalls knapp 600 Seiten stark ist Tom Jacubas Serienauftakt Kalypto – Die Herren der Wälder. Glaubhaft, vielschichtig und authentisch, bei dieser Geschichte wartet unsere Rezensentin bereits sehnsüchtig auf den zweiten Teil.

Auf 200 Seiten mehr bringt es Brandon Sandersons Die Stürme des Zorns, und dabei handelt es sich doch eigentlich wieder nur um ein „halbes Buch“, musste es für die Übersetzung aufgeteilt werden. Auch wenn Sanderson viel und ausgiebig erzählt, wird man als Leser mit einer Geschichte belohnt, die nie langweilig wird.

Wiederholen möchte auch Lauren Beukes’ Verlag den Erfolg der Südafrikanerin mit ihrem neuesten Roman Broken Monsters, obwohl sich die Autorin so gar nicht wiederholt und auch nicht in eine Schublade packen lässt.

Wir hoffen hingegen, Ihnen zum wiederholten Mal ein paar Lesetipps bieten zu können, und dass sich die sonnig warmen Tage auch noch ein paar Wochen lang wiederholen.

Viel Spaß beim Stöbern, (Wieder-)Entdecken und Lesen,

Ihre
Silke Wronkowski