Liebe Leserinnen und Leser,

aus alt mach neu. Recycling ist ja bekanntlich etwas Gutes. Und wenn es gut gemachte Neuübersetzungen oder altbewährte Themen in neuem Gewand sind, dann sind wir voll dafür!

So legt der Festa Verlag Robert E. Howards Conan – Die Originalerzählungen in neuer Übersetzung in sechs liebevoll gestalteten Bänden neu auf. Zwei davon hat Redakteur Michael Drewniok unter die Lupe genommen und für uneingeschränkt empfehlenswert gehalten.

Ein weiterer alter Bekannter ist Sherlock Holmes, den Christian Endres in Sherlock Holmes und die tanzenden Drachen auf übernatürliche Verbrecherjagd schickt. Anders als in seinem sechs Jahre altem Sherlock Holmes und das Uhrwerk des Todes nicht in Form von kurzen Geschichten, sondern auf Romanlänge.

Ein ebenfalls sechs Jahre altes Buch eroberte sich schnurstracks einen Platz in unserer couch-internen Top Ten zurück und hält sich dort tapfer. Wir mutmaßen mal vorsichtig, dass es an der dazugehörigen Fernsehserie The Strain liegt, die derzeit im FreeTV ausgestrahlt wird und dem verklärten Teenie-Gesäusel um Vampire vorerst den Garaus macht.

Mit etwas Altem muss sich auch Jaarn, Christian von Asters Protagonist in seinem Werk Das eherne Buch auseinandersetzen. Eigentlich besteht sein Leben nur aus alten Büchern der königlichen Bibliothek, bis ihm eröffnet wird, der Thronerbe zu sein und ein verschollenes legendäre Schwert, das aus Geschichten geschmiedet wurde, zu finden, um das Königreich zu retten.

Kelsea soll auch den Thron besteigen, den in Tearling, der Welt aus Erika Johansens neuer Serie. Die Königin der Schatten hält unsere Rezensentin trotz des wiederkehrenden Themas für ein umwerfendes Debüt, das einen zweiten Blick verdient.

Ebenfalls altbekannt kommt einem das Setting in Horrorstör vor: Ein Gebäude erbaut auf einem noch älteren Gebäude, in dem schreckliche Dinge passiert sind, was seine letzten „Bewohner“ nun zu unliebsam spukenden und tötenden Geisterwesen werden ließ. Das aber mit dem durchgestylten Konstrukt einer schwedisch anmutenden Möbelhaus-Filiale zu verquicken und Parallelen im Sinn und Unsinn ihres Tuns aufzuzeigen, ist neu.

Viel Spaß beim Stöbern, (Wieder-)Entdecken und Lesen,

Ihre
Silke Wronkowski