Liebe Leserinnen und Leser,

etwas Altes, etwas Neues, etwas Blaues …Nein, keine Sorge! Es geht immer noch um Phantastische Literatur, aber der althergebrachte Hochzeitsbrauch kam mir als erstes in den Sinn, als ich die Auswahl der Titel in der neuen Ausgabe sah. Und Sie werden feststellen: Nicht von ungefähr.

Dass „alt“ nicht automatisch auch angestaubt und langweilig sein muss, zeigen uns gleich zwei Titel unserer Top-Auswahl. Ungeschlagen mit der höchtsmoglichen Wertung ausgezeichnet hat unser Rezensent Carsten Kuhr die von Sascha Mamczak herausgegebene Kurzgeschichtensammlung Ich muss schreien und habe keinen Mund von Harlan Ellison. Da können wir uns gegen den Titel „Buch des Monats“ wohl kaum noch wehren.

Ebenso „alt“ und wiederentdeckt hat der Golkonda Verlag Karl Edward Wagners Saga von Kane und bringt mit Der Blutstein das fast 40 Jahre alte Buch in einer neuen, ungekürzten Übersetzung raus. Gar einen neuen Titel haben die Kollegen von Heyne der ebenfalls neuen und ebenfalls ungekürzten Übersetzung von Der Mond ist eine herbe Geliebte und veröffentlichen Robert A. Heinleins Mondspuren mit einem schicken blauen Cover.

Ein farblich ähnlich gestaltetes Cover mit völlig anderem Inhalt – und hier reiht sich zu „blau“ auch „neu“ ein – hat dtv Matt Haigs Ich und die Menschen verpasst. Ein Roman, der sich nicht wirklich in eine Schublade packen lässt, und mit phantastischen Elementen die Leser einlädt, über das menschliche Leben im Allgemeinen und Besonderen zu sinnieren.

„Neu“ sind auch die MHI, die Monster Hunters International, die sich in Larry Correias Die Monster, die ich rief dem Bösen in Form von Vampiren, Werwölfen und Dämonen in den Weg stellen. Ein zwar logikarmes dafür aber umso actionreicheres Popcorn-Kino-Kracher in Buchform.

Einzig das Geborgte fehlt uns nun noch. Vielleicht leihen Sie uns einfach Ihre Aufmerksamkeit, wir versprechen Sie im Gegenzug mit ausreichend Lesetipps zu belohnen.

Viel Spaß beim Stöbern, (Wieder-)Entdecken und Lesen,

Ihre
Silke Wronkowski