Liebe Leserinnen und Leser,

Dieser Tage kommt das Lesen etwas kurz. Wenig verwunderlich, hat der Fußballbegeisterte doch momentan allzu wenig Freizeit außerhalb von solch lästig notwendigen Dingen wie Schlafen, Essen und Arbeiten. Wem das Weltereignisse des Mannschaftssports dann aber doch zu wenig Thrill bietet – und denken Sie dran: Es gibt ein Leben nach der WM! – dem haben wir hier ein paar Tipps zusammengestellt.

Wo auch heute Abend wieder mit zigtausend Fremden gefeiert und gejubelt wird, lässt Peter Huth titelgebend in Berlin Requiem einen Virus die Menschheit befallen, die sie zu Untoten werden lässt. Der erste Roman des Lektors und Übersetzers hat es unserem Redakteur Andreas Kurth angetan, auch wenn die Mischung aus Horror und Politthriller vermutlich nichts für knallharte Splatterfans sein wird.

Ebensoneben den üblichen Fantasypfaden bewegt sich Chris Adrian mit seinem Roman Die große Nacht und hat dabei etwas wunderschönes geschaffen. Seine moderne Adaption des Shakespear’schen Stücks Ein Sommernachtstraum ist in jeder Zeile zu finden und doch lässt sich die Geschichte um Liebe, Lust und Leid auch ohne Kenntnis des Originals genießen.

Debütant Nummer zwei:Sebastian de Castells Fantasy-Reihe um die Greatcoats, hier in Form ihres ersten Teils Blutrecht. Wenn unser viellesender Rezensent Carsten Kuhr hier frischen Wind fühlt, dann glauben wir das ungesehen!

Den direkten Vergleich zwischen zwei Werken, die sich mit Untoten befassen, können Sie mit Apokalypse Z anstellen. Manel Loureiro versetzt die Schar der Zombies nach Spanien und liefert mit seinem Buch den Auftakt zu einer neuen Serie über die Hipster der Monsterwelt.

Falls Sie sich fragen, warum Zombies so einen Lauf haben, warum Vampire irgendwie immer in sind oder wie schrecklich Ghule wirklich ausehen, sollten Sie Micha-El Goehres Monster, Monster einen Blick gönnen. Das kleine Lexikon der Ungeheuer wirft einen mehr als augenzwinkernden Blick auf menschliche und tierische Horrorgestalten von A-Z.

Also, sobald die Weltmeisterschaft vorbei ist, wünschen wir Ihnen wieder viel Spaß beim Lesen, Stöbern und Entdecken,

Ihre
Silke Wronkowski