Liebe Leserinnen und Leser,

der Frühling ist nun endlich da! Die ersten Blumen lassen sich blicken, die Sonne gewinnt an Kraft und die Welt scheint aufzuatmen und aus ihrem Dornröschenschlaf zu erwachen.

Anscheinend sind auch die Rezensenten vom Aufbruch in eine neue (Jahres-)zeit angesteckt, denn in diesem Monat wurden ungleich viele Werke gelesen, die unter dem Sammelbegriff „Science Fiction“ zusammengefasst werden können.

So nehmen uns Kai Meyer in Phantasmen und Benjamin Percy in Roter Mond in eine ganz nahe gelegene Zukunft mit. Der eine lässt Tote als geisterhafte Gestalten die Erde erneut bevölkern und stellt die Frage, ob diese Verbindung zu geliebten Verstorbenen nicht wünschenswert sei – egal, was es kostet. Der andere zeigt eine Welt, in der Lykaner als Randgruppe einer modernen Gesellschaft existieren und der Menschheit als Sündenbock für Terror herhalten müssen.

Michael Farris Smith überzeugte in seiner Heimat auf ganzer Linie mit seinem Debütroman Nach dem Sturm, in dem er eine ebenfalls nicht allzu ferne Zukunft nach der Apokalypse zeigt. Und Autor Matthias Falke nimmt mit gleich zwei besprochenen Titeln seiner Enthymesis-Trilogie, die im letzten Jahr erschien, auf unserer Couch Platz.

Vertrautes hingegen erwartet den Leser bei Tim Currans Dead Sea – Meer der Angst. Das gute, alte Bermuda-Dreieck, ein Schiff und ein paar Leichen – und auch wenn man die Zutaten kennt, weiß diese Version doch durchaus zu überzeugen. Und nicht zuletzt haucht Karen Duve den Märchen der Gebrüder Grimm in ihrer Kurzgeschichtensammlung Grrrimm neues und gleichzeitig modernes Leben ein.

Wo auch immer Ihre Reise hingehen soll: Hoffentlich haben Sie ein gutes Buch dabei!

Viel Spaß beim Lesen, Stöbern und Entdecken,

Ihre
Silke Wronkowski