Mondschein von Erin Hunter

Buchvorstellungund Rezension

Originalausgabe erschienen 2005unter dem Titel „Moonrise“,deutsche Ausgabe erstmals 2011, 344 Seiten.ISBN 3407810849.Übersetzung ins Deutsche von Friederike Levin.

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In Kürze:

»Der Stamm der ewigen Jagd hat versprochen, dass eine Katze kommen wird. Eine silberne Katze aus einem fernen Stamm, die uns von Scharfzahn befreien wird.« Die auserwählten Katzen haben erfahren, welches Unheil den WaldClans bevorsteht. Jetzt wollen sie auf schnellstem Weg nach Hause. Doch im Gebirge hält sie ein unheimlicher Katzen-Stamm auf und bringt sie in große Bedrängnis. Währenddessen spitzt sich die Lage in der Heimat dramatisch zu: Die Zweibeiner dringen immer tiefer in den Wald ein und verjagen alle Beute. Ein Krieg zwischen den Clans scheint unausweichlich …

Das meint Phantastik-Couch.de: „Wer ist Freund, wer ist Feind?“77

Fantasy-Rezension von Eva Bergschneider

Nun wissen die auserwählten Katzen aus allen Wald Clans, das ein großes Unheil auf den Wald zukommt. Sie müssen sich zusammenschließen und eine neue Heimat finden. Brombeerkralle und seine Gefährten können es nicht abwarten, nach Hause zu kommen. Um nicht wieder im Zweibeinerort umherzuirren, wählen sie nun eine andere Passage, über die Berge. Doch dort lauern unbekannte Gefahren, waghalsige Kletterpartien und Adler. Ein übertretender Gebirgsbach ertränkt die Freunde fast und befördert sie in eine Höhle – direkt vor die Pfoten eines unbekannten Katzenstamms. Die Bergkatzen sind freundlich, teilen die Beute und pflegen ihre Verletzungen. Doch als die Waldkatzen weiterziehen wollen, nehmen die Bergkatzen den FlussClan-Krieger Sturmpelz gefangen.

Währenddessen leiden die Katzen im Wald Hunger. Die Donnerclan-Heilerschülerin Blattpfote bemüht sich um ein freundschaftliches Verhältnis zum FlussClan – und ahnt zunächst nichts von einer neu aufflammenden Feindschaft.

Mehr Drama und Action

Wem es im ersten Teil der zweiten Warrior-Cats-Staffel („Mitternacht“) nicht rasant genug zuging, kann sich auf den zweiten Band umso mehr freuen. In „Mondschein“ geht es um einiges dramatischer zu, und das gleich in beiden Handlungssträngen. Der Rückweg der sechs Katzen, die an das Meer gereist und eine weitere Prophezeiung erhalten haben, gestaltet sich beschwerlich. Schließlich gilt es, harte Entscheidungen zu treffen und gegen ein übermächtiges Monster zu kämpfen. Im Wald ist von der friedlichen Stimmung zwischen den Clans nichts übrig geblieben. Die Botschaft zur Rettung aller Clans, die die sechs Verbündeten nach Hause bringen wollen, scheint zu spät zu kommen.

Es wird abwechselnd über die Rückreise der sechs Katzen oder das Schicksal des DonnerClans erzählt. Wie gewohnt, enden die Kapitel mit einem Cliffhänger. Zum Glück sind beide Erzählstränge so spannend, das man nicht versucht ist, voraus zu blättern, sondern gern wissen möchte, ob denn nun die andere Gruppe ihre Notlage meistern wird. Die Katzen halten uns gewissermaßen einen Spiegel vor, mahnen zu einem besonneneren Umgang mit dem Lebensraum und zu mehr Toleranz.

Doch in erster Linie geht es um eine Geschichte, die an Dramatik nichts zu wünschen übrig lässt. Zugleich verstärken die Autorinnen den Einfluss der Kriegerahnen und erschaffen so ein phantastisches Flair, ohne die Haupthandlung allzu unwirklich erscheinen zu lassen. Eine gelungene Mischung aus Action und Mythologie.

In der zweiten Hälfte des Romans haben sich einige Fehler eingeschlichen, die den Lesefluss doch etwas stören, z.B. ein falsch verwendetes Wort (S. 205) „gegen“ statt „gegeben“ oder die Übernahme der englischen Satzstellung, wie in „Er blinzelte, dann sie waren weg“ (S. 295). Hier wünscht man sich, auch angesichts dessen, dass eine jugendliche Zielgruppe erreicht wird, Nachbesserung.

Insgesamt jedoch überzeugt auch der „neuen Prophezeiung“ zweiter Teil „Mondschein“ als ein packendes Abenteuer mit vielen faszinierenden Katzenpersönlichkeiten.

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