Frank Festa

Schon in frühen Jahren schaute Frank Festa (*1966) gern hinter die Kulissen des Horrors. Seine Liebe galt ursprünglich der klassischen Phantastik, über die er sich in zahlreichen Fanzines und Magazinen zunehmend kundig äußerte. Konsequent ging er den nächsten Schritt vom Amateur zum Profi und wagte 1996 die Gründung des Verlags Edition Metzengerstein, dessen Namen Programm war und an Edgar Allan Poe (1809-1849), den frühen Meister eines psychologisch verankerten Schreckens, erinnerte.

Zwischen 1999 und 2001 war Festa Verlagsleiter des Blitz Verlages. Dort lancierte er u. a. zahlreiche Anthologien, die bald nicht mehr nur klassische Storys sammelten, sondern das Spektrum in Richtung des modernen Horrors erweiterten. Eine besondere Erwähnung verdient die Reihe „H. P. Lovecrafts Bibliothek des Schreckens“, in der Festa nicht nur die bekannten Novellen und Geschichten dieses Verfassers neu übersetzen ließ, sondern sie auch um Romane und Storys aus dem sogenannten „Lovecraft-Zirkel“ ergänzte, dessen Mitglieder seit vielen Jahrzehnten Lovecrafts Werk aufgreifen und durch eigene Arbeiten ergänzen.

Die genannte Reihe wurde übernommen, als Festa 2001 den Festa Verlag gründete. In den folgenden Jahren erschien hier unter inzwischen sorgfältigem Ausschluss des modischen aber infantilen „Romantasy“-Horrors klassische und moderne Phantastica in zahlreichen Reihen. Herausgeber Festa gab in seinem Verlagsprogramm neben Sekundärliterarischem auch der Anthologie immer wieder Raum und selbst viele sorgfältig edierte und kommentierte Sammlungen sowie das Horror-Magazin „Das Omen“ heraus.

Phantastisches von Frank Festa: