Die weiße Pest von Frank Herbert

Buchvorstellung

Die weiße Pest von Frank Herbert

Originalausgabe erschienen 1982unter dem Titel „The White Plague“,deutsche Ausgabe erstmals 1984, 686 Seiten.ISBN 3-453-31084-5.Übersetzung ins Deutsche von Roland Fleissner.

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In Kürze:

Apocalypse Now – Eine Epidemie löscht die Hälfte der Menschheit aus. Genmanipulationen gehören zu den gefährlichsten Experimenten der Welt, weil dabei tödliche Virusmutationen entstehen können, gegen die es keine Abwehrkräfte gibt. Ein Unglücksfall könnte eine Seuche entstehen lassen, neben der die Pestepidemieen der Vergangenheit vergleichweise harmlos erscheinen würden und binnen Wochen Millionen Menschen dahinraffen könnte. Deshalb hat das National Institute of Health der USA 1976 diesbezüglich strengste Bestimmungen erlassen (die inzwischen wieder gelockert wurden). Vielen Wissenschaftlern sind die Sicherheitsvorschriften nicht streng genug, anderen scheinen sie übertrieben, weil sie die Forschung behindern und verteuern. Alle aber gehen sie stillschweigend von der Voraussetzung aus, dass jeder Forscher auch WILL, dass nichts passiert. Aber wieso sollte diese Voraussetzung in jedem Fall zutreffen? Bei John Roe O’Neill, einem amerikanischen Molekularbiologen, trifft das nicht mehr zu, als seine Farau und seine beiden Kinder bei einem dieser sinnlosen Anschläge der IRA von einer Autobombe zerrissen werden. Er ist fest entshclossen, sich grausam zu rächen und die Hölle loszulassen. Was nach dem Steppenbrand zurückbleibt – ist eine andere Welt. Frank Herbert, der amerikanische Bestsellerautor, vor allem bekannt durch seine „Wüstenplanet“-Romane, schrieb dieses Buch als Menetekel einer Zukunft, die in ihrem Grauen unvorstellbar – aber sehr leicht möglich ist.

Ihre Meinung zu »Frank Herbert: Die weiße Pest«

sf-jens zu »Frank Herbert: Die weiße Pest«24.03.2015
John Roe O’Neill beabsichtigt für ein halbes Jahr in Irland zu bleiben, um dort seine Forschungsarbeit zu beenden. Er ist Molekularbiologe und seine Arbeit soll den Titel „Ein zusammenfassender Überblick über die Genforschung in Irland“ tragen. Doch dann kommt der Tag, der sich auf ewig in sein Gehirn einbrennen wird. Aus dem Fenster beobachtet er, wie seine Frau und die beiden Kinder gerade von einem Einkaufsbummel zurückkommen. In diesem Augenblick explodiert eine Autobombe der IRA. Mit einem Schlag ist seine Familie ausgelöscht. Nach Tagen der Verwirrung und der Trauer kommt John zu dem Schluß, daß die Brutstätten des Terrorismus‘ beseitigt werden muß. Und er hält sich nicht nur für die geeignete Person, um dies zu tun – er ist es tatsächlich. John entwickelt einen gentechnisch veränderten Virus, der alle bekannten Seuchen der Geschichte in den Schatten stellt. Seine irrwitzige Rachsucht bringt die Menschheit an den Abgrund ihrer Existenz.
Frank Herbert reißt den Leser mit in einen Strom aus Leidenschaft und Angst. Er schreibt fesselnd und überzeugend. Die Größenordnung des Geschehens hindert ihn nicht, einzelne Personen hervorzuheben und an ihnen das Schicksal vieler Menschen darzustellen. Gleichzeitig bleiben diese Charaktere glaubhaft und nachvollziehbar. Man leidet, fürchtet und hetzt mit ihnen durch die Handlung, die zwar apokalyptisch, doch gar nicht so unwahrscheinlich ist.
odysseus zu »Frank Herbert: Die weiße Pest«04.12.2011
Ich kann O'Neill verstehen, wie er seine Wut an den Schuldigen ausläßt. Ihr sollt denselben Schmerz fühlen, den ich auch fühle.
Ich kann aber nicht verstehen, daß er dann als Voyeur durch Irland reist, begleitet von den zwei idiotischsten Gestalten der Weltliteratur. Ja Weltliteratur, denn trotz der teilweise sehr antiquitierten Dialoge z.B. des Doktors (aber wir befinden uns ja auch in Irland, in dem Herberts Bücher ja auch auf dem Index stehen, weil sie zu viel Sex enthalten) und der hanebüchenen Konversation oben genannter Idioten (wie Vincent und Jules) halte ich dieses Werk für eines der Besten, die je geschrieben worden sind. M.E. sollte jeder Politiker, jeder Möchtegerngeneral, jeder Terrorist, jeder skandierende Student, aber auch der angsterfüllte Polizist auf der anderen Seite, dieses Buch gelesen haben.

Aber mal ganz ehrlich, es wäre schon ganz schön frustierend, wenn wir Männer auf einmal allein auf der Welt wären, langsam vor uns hinaltern und nicht wie mein Namenspate mit den Muskeln rollen können, um einer Frau zu gefallen.

Ich sagte ja schon Weltliteratur - und so gebe ich persönlich dem Buch die volle Hundert und den Hinweis: unbedingt lesen.
Ihr Kommentar zu Die weiße Pest

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