Eine Handvoll Venus und ehrbare Kaufleute von Frederik Pohl

Buchvorstellung

Originalausgabe erschienen 1952unter dem Titel „The Star“,deutsche Ausgabe erstmals 1971, 400 Seiten.ISBN 3-453-52394-6.Übersetzung ins Deutsche von Helga Wingert-Uhde.

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Ihre Meinung zu »Frederik Pohl: Eine Handvoll Venus und ehrbare Kaufleute«

Alfred Müller zu »Frederik Pohl: Eine Handvoll Venus und ehrbare Kaufleute«14.06.2015
Pohl ist ein Visionär wie Orvell - das Buch ist "DER HAMMER", besonders wenn man das Erscheinungsdatum (mein Geburtsjahr) bedenkt. Vieles daraus ist heute Realität... Oder ist soeben im Begriff, zur Realität zu werden. Ebenso wie "A Logic Named Joe" von Murray Leinster von 1946, der darin das Internet vorweggenommen hat... WIE können manche Menschen sowas voraussehen ??
Diogenes zu »Frederik Pohl: Eine Handvoll Venus und ehrbare Kaufleute«06.10.2014
Mir hat "Eine Handvoll Venus" sehr gut gefallen. Besonders beeindruckend war, wie gut die Autoren gesellschaftliche Entwicklungen und heutige Probleme (Globalisierung, Überbevölkerung, Umweltzerstörung, Werbung rund um die Uhr, die Macht der Konzerne und die Ohnmacht des Staates) vorausgesehen haben. Darin ist dieses Buch Lichtjahre besser als die üblichen Science Fiction Sagas, wo häufig phantasielos einfach eine Feudalgesellschaft ins Weltall und in die Zukunft versetzt wird. Allerdings ist "Eine Handvoll Venus" keine klassische Science Fiction, sondern eher eine Anti-Utopie. Wer hier Abenteuer im Weltraum oder technische Spielereien erwartet, wird sicherlich enttäuscht werden. Trotzdem ist das Buch sehr vergnüglich und abwechslungsreich zu lesen. Die Hauptfigur Mitch Courtney, ein Topmanager der "Star-Klasse" hat jede Menge Abenteuer (auf der Erde) zu bestehen und es gibt sogar ein Happy End, wenn auch etwas anders, als Mitch es sich erträumt hat.
Vor mindestens 20 Jahren hatte ich dieses Buch schon einmal gelesen, damals noch unter dem alten Titel "Ehrbare Kaufleute und eine Handvoll Venus", der sich auch mehr am amerikanischen Original ("The space merchants") orientiert hat. Schade, dass der Verlag bei der Neuauflage den Titel verkürzt hat; dafür gibt es einen Punkt Abzug. Der alte Titel hätte auch sehr schön deutlich gemacht, wie aktuell dieses Buch in unserer heutigen Wirtschafts- und Systemkrise ist. Mögliche Fortsetzungen könnten dann zum Beispiel heißen: "Vertrauenswürdige Banker und eine Handvoll Wertpapiere" oder ganz aktuell "Vorausschauende Manager und eine Halde Autos".
Beverly zu »Frederik Pohl: Eine Handvoll Venus und ehrbare Kaufleute«01.08.2012
Der Roman spielt in einer sehr dystopischen Zukunftswelt. Was die "ehrbaren Kaufleute" betrifft, die sich als ausgebuffte Betrüger erweisen, ist er mittlerweile Gegenwart. So gibt es eine Versicherung gegen Erdbebenschäden, aber sie tritt außer Kraft, wenn man in das hochgradig erdbebengefährdete Kalifornien reist. Die Sozialversicherungsnummer schützt nicht vor Armut und Krankheit, sondern drückt den Status aus. Sie wird eintätowiert und je kürzer sie ist, desto höher ist der Status ihres Trägers.
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