Leseprobe

Goldener Sonntag von Garth Nix

Buchvorstellung und Rezension

  • Fantasy
  • Science-Fiction
  • Horror
  • Mystery

Originalausgabe erschienen 2010 unter dem Titel Lord Sunday, deutsche Ausgabe erstmals 2010 , 304 Seiten. ISBN 3-431-03810-7. Übersetzung ins Deutsche von Axel Franken.

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In Kürze:

Der krönende Abschluss der Reihe „Die Schlüssel zum Königreich“. Arthur Penhaligon war eigentlich dem Tod geweiht. Doch man ließ ihn nicht sterben, sondern erlegte ihm eine schier unlösbare Aufgabe auf: Er muss in einem magischen Reich sieben Erzfeinde besiegen, um die Welt zu retten. Arthur hat sechs der sieben Schlüssel zum Königreich erobert – doch das reicht womöglich nicht, um seinen letzten Gegner Lord Sonntag zu bezwingen. Sonntag ist der gefährlichste Widersacher, mit dem Arthur es bislang zu tun hatte. Und ihm bleibt nur wenig Zeit. Denn eine Welle des Nichts droht das magische Haus zu zerfressen und vielleicht sogar das gesamte Universum …

Das meint Phantastik-Couch: „Der goldene Abschluss für eine fantastische Woche und Reihe“ 83

Fantasy-Rezension von Verena Wolf

Mit „Goldener Sonntag“ liegt jetzt der letzte Band der international sehr erfolgreichen Reihe „Die Schlüssel zum Königreich“ des Australiers Garth Nix vor. Es interessiert den Leser also brennend, wie lässt Garth Nix die Reihe schließen und was bedeutet das Ende für das „Haus“ und Arthur? Wird er das Vermächtnis erfüllen können und was bedeutet das eigentlich genau?

Der Endgegner: Lord Sonntag

Das Haus wird schnell vom Nichts zerfressen und damit drohen den sekundären Reichen – also auch unserer Welt – die Vernichtung. Arthur hat kaum Zeit, um den Plan, alle sieben Schlüssel zu erobern, umzusetzen. Und das Fatale ist: Lord Sonntag hat wirklich ein anderes Format als Arthurs frühere Gegner. Er schafft es prompt, Athur an das geheimnisvolle Uhrengefängnis des Alten zu schmieden, deren unheimliche Hackebeilfigürchen wir schon aus den früheren Bänden kennen. Lord Sonntag will Arthur so dazu bringen, ihm Atlas und Schlüssel auszuhändigen. Arthur sitzt fest und die Zeit läuft ihm davon. Blatt und Susi haben in anderen Teilen des Hauses auch alle Hände voll zu tun, das Nichts und die Nichtlinge aufzuhalten. Die Situation verspricht also Action pur und wirklich ist es noch nie so ein Wettlauf gegen die Zeit gewesen. Ab und zu wirkt das Buch dadurch – ähnlich wie die Protagonisten – gehetzt und es fehlt in der ersten Hälfte von „Goldener Sonntag“ ab und zu die sonstige sorgfältige Liebe zur Handlung und zum Detail. Der Spannungsbogen, der sonst vor allem durch die seltsame, exzentrische Atmosphäre des Hauses und die ständig neuen Einfälle besticht, hat einen leichten Hänger.

Kleine Elefanten und Mensch versus Bürger

Aber es gibt auf der anderen Seite absolute Kleinode schöner, bewegender Momente. Sehr niedlich und bewegend ist die Episode mit Arthurs Kindheitsfreund „Stoffelefant“, der im Haus zum Leben erwacht und versucht, so klein er auch ist, Arthur als Verbündeter treu zur Seite zu stehen. Längst ist klar, dass Arthur zu hundert Prozent ein Bürger geworden ist, aber er will trotzdem nicht seine menschliche Vergangenheit vergessen. Wie er seinen kleinen alten Stoffelefanten bittet, ihn zu erinnern, „wer er ist“, erwärmt das Leserherz.

Gut ist die Drehung, dass die Protagonisten – und so auch der Leser – durch Lady Primus’ Verhalten zweifeln, ob sie wirklich auf Arthurs, also auf der „guten“ Seite, ist. Auch stellt sich die Frage, was geschieht eigentlich, wenn Arthur alle sieben Herrscher des Hauses und alle sieben Schlüssel erobert? Lord Sonntag behauptet zumindest, dass das der Untergang für sie alle bedeuten würde. Stimmt das?

Wie genau die Reihe zu Ende ist, soll hier nicht verraten werden. Was Garth Nix aber gut schafft, ist einen Kompromiss für die Leser zu schaffen, die sich nicht entscheiden konnten, welches seiner zwei Leben – das auf der Erde oder das im Haus – Arthurs Weg sein sollte.

Das große Rätsel um den wirklichen Plan der Architektin wird aufgelöst. Auch erfährt der Leser jetzt, was Arthurs Rolle als Erbe ist – oder welche Wahl er hat. Nur so viel: Es lag nicht auf der Hand und ist doch der Logik der Bände gemäß schlüssig. Garth Nix bleibt sich treu: Trotz aller Phantastik gibt es melancholische Untertöne, manch bittere Wahrheiten und Verlusste muss der Leser und Arthur hinnehmen. Das gibt dem runden Ende einen fast philosophischen Anklang. Schön gemacht.

Ihre Meinung zu »Garth Nix: Goldener Sonntag«

Tempe zu »Garth Nix: Goldener Sonntag« 26.06.2010
Endlich! Der 7 und letzte Teil vom Die Schlüssel zum Königreich ist da und schon von mirgelesen.
Arthur muss seine letzte Schlacht mit Lord Sonntag kämpfen und hoffen das er das Nichts bezwingen kann!
Das Buch ist wieder sehr fantasyvoll geschrieben und lässt die Leser mit einem Happy End zurück.
Ein schöner Abschluss vor diese beeindruckende Reihe
Ihr Kommentar zu Goldener Sonntag

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