Schwarzer Montag von Garth Nix

Buchvorstellungund Rezension

Schwarzer Montag von Garth Nix

Originalausgabe erschienen 2003unter dem Titel „Mister Monday“,deutsche Ausgabe erstmals 2006, 340 Seiten.ISBN nicht vorhanden.Übersetzung ins Deutsche von Axel Franken.

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In Kürze:

Eigentlich ist Arthur Penhaligon kein Held. Genau genommen ist ihm sogar ein früher Tod vorherbestimmt. Doch dann rettet ihm ein merkwürdiger Gegenstand das Leben, ein Schlüssel, geformt wie ein Uhrzeiger. Mit dem Schlüssel kommen bizarre Wesen aus einer anderen Dimension: finstere Boten mit blutverklebten Flügeln, eine Armee aus hündischen Schergen, angeführt von einem unheimlichen Fremden. Sie wollen den Schlüssel um jeden Preis zurück – auch wenn sie dazu Arthur und dessen Welt vernichten müssen. In seiner Verzweiflung wagt Arthur es, ein geheimnisvolles Haus zu betreten – ein Haus, das nur er sehen kann und das in andere Dimensionen führt. Dort muss er die Geheimnisse des Schlüssels lüften… und sein wahres Schicksal erkennen.

Das meint phantastik-couch.de: „;Der Wille des Architekten“;73

Fantasy-Rezension von Frank A. Dudley

Auf den ersten Blick ist Arthur Penhaligon alles andere als ein Held, dessen Abenteuer sieben Bücher füllen sollen: Er hat Asthma. Und zwar so stark, dass er während der Schulsportstunde einen Asthmaanfall bekommt, der ihn unter normalen Umständen das Leben kosten würde. Aber er stirbt nicht und wird von bösen Mächten in ein Abenteuer hineingezogen, dass sein bisheriges Leben völlig aus dem Takt bringt.

In Schwarzer Montag zeichnet Garth Nix eine verschachtelte Schöpfung und stellt sie als eine Art Firma dar, deren Management der Schöpfer-Architekt in die Hände von Sterblichen gelegt hat. Doch, fehlbar, wie sie sind, haben diese den Willen des Architekten in sieben Stücke zerteilt und sie an unzugänglichen Orten versteckt, bewacht von unheimlichen Wesen. Arthur, der bis zum Einsetzen der Handlung reichlich hinfällige Held, gelangt in den Fokus eines der machthungrigen Manager: Montag. Um seine finsteren Machenschaften vorantreiben zu können, braucht der intrigante Herrscher des ersten Wochentages jemanden, der auf der Schwelle zwischen Leben und Tod steht. Arthur bekommt von ihm einen seltsamen Schlüssel, der wie der Minutenzeiger einer Uhr aussieht. Und zu seinem allergrößten Erstaunen stirbt er nicht und kann plötzlich sogar frei und tief atmen – sehr zum Ärger Montags.

Doch es geschehen auch reichlich unangenehme Dinge, als die Stadt von einer Art Schlafepidemie heimgesucht wird, während von Montag ausgesandte hundegesichtige Kreaturen dem verwirrten Arthur gnadenlos nachstellen. Allerdings können nur Menschen mit Todeserfahrung die Fänger sehen. Arthur macht sich also auf den Weg ins Ungewisse, als er in das riesige Haus eintritt, das in seiner Straße steht, seit er den Minutenschlüssel besitzt. Nur dort, so vermutet er natürlich richtig, kann er die Lösung für die rätselhaften Vorgänge finden.

Die Woche hat erst angefangen

Den obligatorischen Harry Potter-Vergleich muss man hier nicht anstellen. Schwarzer Montag ist zwar auch ein Fantasyroman innerhalb einer siebenteiligen Serie, deren Hauptakteur ein Junge ist, aber damit ist die Liste der Gemeinsamkeiten auch schon abgehakt. Garth Nix’ neuer Roman erinnert in Tonalität, Bildhaftigkeit und der Tendenz, alte Mythen kräftig umzurühren, eher an Neil Gaimans American Gods.

Für Außenstehende mag die spekulative Literatur wie eine kleine Hütte aussehen, aber von innen ist sie riesig. Genau wie das Haus, in das Arthur Penhaligon eintritt. Die Welt, die er dort findet, wirkt auf Anhieb geordnet und sorgfältig erdacht. Zahlen, Uhrwerke, Magie und eine Art abgerissener viktorianischer Fassade sind die ersten Eindrücke, die Arthur und der Leser von ihr gewinnen. Unter dieser Fassade liegt eine von Garth Nix mit großer Genauigkeit erschaffene Welt voller Anspielungen auf Weltschöpfungsmythen und griechische Sagen.

Nix schreibt einen sehr visuellen und farbigen Stil, voller eindrucksvoller Bilder. Anders als seine Abhorsen-Trilogie, die in die Alterskategorie Young Adult fällt, ist Schwarzer Montag aber klar an ein jüngeres Publikum gerichtet. So verwendet der australische Autor im ersten Teil der Serie viele Seiten, um das Uhrwerk seiner Welten-Konstruktion aufzuziehen. Dabei baut er die Magie auf, die sich in den nächsten sechs Bänden entfalten soll, und stattet Arthur mit leidenschaftlichen und entschlossenen Charakterzügen aus. Doch die Persönlichkeitstiefe von Sabriel und Lirael erreicht er dabei nicht. Allerdings hat er ja noch sechs Tage Zeit.

Ihre Meinung zu »Garth Nix: Schwarzer Montag«

walli007 zu »Garth Nix: Schwarzer Montag«18.12.2015
Montagsplage

Der 12jährige Arthur Penhaligon leidet unter schwerem Asthma. Seine wirklichen Eltern sind bei einer Grippe-Epidemie gestorben. Mit seiner Adoptivfamilie hat Arthur großes Glück gehabt, sie behandelt ihn wie ein echtes Familienmitglied und Arthur vermisst seine leiblichen Eltern nur selten. An seiner Schule ist er eher ein Außenseiter und weil der Sportlehrer nicht weiß wie krank Arthur ist, zwingt er ihn an einem Wettrennen teilzunehmen. Das löst bei Arthur einen schweren Asthmaanfall aus, während dem Arthur eigenartige Personen zu sehen scheint, bevor Kameraden ihm helfen. Arthur möchte das gerne als Halluzination abtun, doch als seine Klassenkameraden von seltsamen Erscheinungen berichten, muss sich Arthur stellen.

Arthur im Wunderland - in einem manchmal etwas grausamen Wunderland, so könnte man sich den Fortgang der Handlung dieses ersten Bandes einer siebenteiligen Reihe vorstellen. Arthur ist ein normaler sympathischer Junge, der allerdings zum Außenseiter abgestempelt wird, wohl hauptsächlich wegen seiner schlechten Gesundheit. Doch gerade diese befähigt ihn, in dieses fremde Haus einzutreten und mit der Rettung der Welt zu beginnen. Im Haus, in dem eigentlich nur der Lauf der Dinge festgehalten werden soll, ist einiges aus den Fugen geraten. Die Bewahrer haben sich einiges angeeignet, das ihnen nicht zusteht. Sie haben Veränderungen herbeigeführt, die sich negativ auf die Welt auswirken. Sie müssen gestoppt werden.

Für mich als Erwachsene war der Roman manchmal ganz schön unheimlich. Ich fühlte mich neben Alice auch an die Stimmung in Coraline erinnert. Die spillerigen Figuren, die Düsternis, die Musik, die einen schaudern lässt. Vielleicht ist ja alles ganz anders gemeint, doch so wirkt es auf mich. Je weiter ich las, desto surrealer und unheimlicher wurde es. Doch vielleicht habe ich gerade als Erwachsene hier mehr an der Handlung zu knacken als ein Kind, das möglicherweise nur eine spannende Verfolgungsgeschichte liest, mit einem Ausgang, der erstmal aufatmen lässt.
Tanja U. Walder zu »Garth Nix: Schwarzer Montag«24.05.2008
Omg. Ich habe lange gezögert dieses buch auch nur anzufassen, da ich die andere Trilogie von Garth Nix bereits gelesen hatte und sie einfach umwerfend gut fand. Ich fand sie so herausragend, dass ich dachte, Garth Nix würde es nicht schaffen sich selbst zu toppen und ich dann enttäuscht&traurig sein würde, wenn seine weiteren bücher nicht genau so ein Erfolg wären.
Ich lese 'schwarzer Montag' im Moment und ich muss sagen, dass Garth Nix sich selbst übertroffen hat. Wie sehr wünsche ich mir, er würde ewig schreiben.

Das Wort einer dreizehn jährigen. Lg Tanja W.
VerenaW zu »Garth Nix: Schwarzer Montag«23.08.2007
im Zeiten Buch der Serie kommt außerdem heraus, dass es kein Architekt ist, der "das Haus" und unsere Welt erschaffen hat, sondern eine Architektin. In der englischen Version wird das extrem lange im Unklaren gelassen.

Insgesamt sind alle Bücher der Serie, die bisher erschienen sind, absolut lesenwert. Ich hoffe, es geht bald weiter
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Chrissy zu »Garth Nix: Schwarzer Montag«23.08.2007
Ich habe das Buch erst kürzlich gelesen und bin total begeistert!!Ich hatte vorher noch nichts von Garth Nix gehört, aber seine Art zu schreiben gefällt mir sehr gut.Er hat einen sehr individuellen Schreibstil und das macht ihn einzigartig.Ich bin momentan auf der Suche nach den anderen Tagen (Romanen) dieser Buchreihe und würde mich über ein Paar Infos per Mail sehr freuen (= danke im vorraus
Meli zu »Garth Nix: Schwarzer Montag«11.06.2007
Ich finde dieses Buch echt cool, all die Rätsel werden nach und nach aufgedeckt dass es nie langweilig wird. Die neue Welt, die Garth Nix in seinem Buch erschaffen hat ist so groß, dass man einfach alle Teile unbedingt lesen möchte!!!
Jana zu »Garth Nix: Schwarzer Montag«24.02.2007
Ihr wollt meine Meinung zu diesem Buch haben??
Bitte hier ist sie, dieses Buch ist einfach nur genial.Zuerst wollte ich dieses Buch nicht lesen weil mir der Titel nicht so gefieöl doch dann fiel mir auf das Garth Nix dieses Meisterwerk geschrieben hat und ich musste es mir einfach kaufen. Die Leser von SAbriel und den Abhorsen werden den unvergesslichen styl wieder erkennen.Wenn man einmal dieses Buch gelsen hat kann man einfach nicht mehr aufhören..Leider ist die Reihe noch nicht voll ständi übersetzt hioffe das ich bald wieder hineintauchen darfin die Welt von Arthur Penhaligon.......
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