Dämonenwinter von Georg Miesen

Buchvorstellungund Rezension

Dämonenwinter von Georg Miesen

Originalausgabe erschienen 2006, 282 Seiten.ISBN 3937001786.

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In Kürze:

Dreizehn sei der Tode Zahl suchest du Dämonenmacht zwiefach sie und frei die Wahl führt dich aus der ewgen Nacht. Der Jahrhunderte alte Spruch eines einst hingerichteten Schwarzmagiers droht, in der winterlichen Eifel Wirklichkeit zu werden.Hauptkommissarin Michaela Stark ist mit der Aufklärung einer Reihe ebenso rätselhafter wie grausiger Todesfälle beauftragt. Da scheinen auch der undurchschaubare BKA-Mann Jürgen Rudloff und sein Team von der Abteilung für okkulte Verbrechen nicht besonders hilfreich zu sein. Erst als Michaela beginnt, die andere Seite der Realität zu akzeptieren und ihren Gefühlen zu vertrauen, kommt sie der wahren Ursache der Ereignisse näher.Kann sie mit ihrem Team den Weg der dreizehn Tode unterbrechen und den Schrecken, der sich mit diesem blutigen Ritual in die wirkliche Welt hineindrängt, aufhalten?

Das meint Phantastik-Couch.de: „Die Eifel und der Fluch“65

Horror-Rezension von Carsten Kuhr

Wieder wird die malerische Eifel durch eine Serie von Verbrechen erschüttert. Hauptkommissarin Michaela Stark soll sich der ungewöhnlichen Todesfälle annehmen. Auf offener Strasse, in heimischen Wohnungen, überall schlägt ein gar grausamer Tod zu. Menschen sterben unerwartet und qualvoll. Ihre Körper sehen aus, als ob sie gepeinigt, gevierteilt oder verbrannt worden seien. Michaela Stark steht vor einem Rätsel. Als die Presse Wind von den seltsamen Todesfällen bekommt, nimmt der Druck zu. Die wenigen Spuren – Jahrhunderte alte Bücher, die sich jeweils im Besitz der Opfer befanden – führen die ermittelnde Beamtin auf einen Fluch.

Dreizehn sei der Tode Zahl suchest du Dämonenmacht zwiefach sie und frei die Wahl führt dich aus der ewigen Nacht.

Als Jürgen Rudloff und sein Team vom BKA ihre Hilfe anbieten, lehnt sie diese zunächst entrüstet ab. Als die Serie der Todesfälle aber nicht abreißt, muss auch Stark erkennen, dass sie mit ihrer Schulweisheit nicht weiterkommt – die Hinweise in Richtung schwarzer Magie sind zu deutlich …

Überzeugender Mix aus Krimi- und Horrorelementen

Georg Miesens kleine Reihe um das BKA Team zur Bekämpfung okkulter Verbrechen geht in seine zweite Runde. Ungleich vieler Kollegen klebt der Autor dabei nicht an seinen Protagonisten, sondern stellt zunächst eine neue Protagonistin ins Zentrum seiner Aufmerksamkeit.

Mit Michaela Stark ist ihm ein Glücksgriff gelungen. Auch wenn die Blondine natürlich und erwartungsgemäss hübsch ist, steht sie mit beiden Beinen in der Realität und zeichnet sich durch Kompetenz aus. Lange wehrt sie sich gegen die Erkenntnis, dass etwas Unerklärliches vorgeht, das die einzige logische Erklärung für die rätselhaften Vorgänge im Bereich der Magie liegt. Gerade ihre Skepsis macht sie uns sympathisch und sorgt für weitere Überzeugungskraft der geschilderten Vorgehensweise. So oder zumindest so ähnlich werden die Ermittlungen auch im wirklichen Leben vor sich gehen, das wirkt sehr realistisch.
Dass sich Michaela, auch wenn sie lange dagegen ankämpft, in Rudloff verliebt war fast zu erwarten. So sehr sich der Autor hier auch in Zurückhaltung übt, so dezent der Prozess der gegenseitigen Annäherung auch geschildert wird, er entspricht ein wenig zu sehr dem üblichen Klischee.

Dennoch, auch vorliegender Roman bietet dem Leser erneut einen gekonnten Mix aus Kriminal- und phantastischen Elementen, unterhält spannend aber auch mit einem Blick für soziale Missstände.

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