Affinity Bridge von George Mann

Buchvorstellung

Affinity Bridge von George Mann

Originalausgabe erschienen 2008unter dem Titel „The Affinity Bridge“,deutsche Ausgabe erstmals 2011, 448 Seiten.ISBN nicht vorhanden.Übersetzung ins Deutsche von .

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In Kürze:

Willkommen im London des Jahres 1901! Doch dies ist nicht London, wie wir es kennen. Hier regiert Queen Victoria, halb Mensch, halb Maschine. Und ihr Reich ist erfüllt von Luftschiffen, Dampfloks und revolutionären magischen Erfindungen. Tote erheben sich aus ihren Gräbern, und Geister treiben ihr Unwesen als Serienmörder  …Sir Maurice Newbury, Ermittler im Namen der Krone, muss ein bizarres Verbrechen aufklären und gerät in immer seltsamere Verwicklungen. Und bei seiner Reise in das geheimnisvolle dunkle Herz Londons kann er sich nur auf eines verlassen - auf die Schlagfertigkeit seiner unverzichtbaren Assistentin Veronica Hobbes.

Ihre Meinung zu »George Mann: Affinity Bridge«

rolandreis zu »George Mann: Affinity Bridge«19.11.2012
Das Buch verspricht mehr als es halten kann. Die Hauptstory ist eigentlich recht interessant, leidet aber an farblosen Figuren, die pathetisch und anspruchslos rüberkommen. Das geht bei der Beschreibung des heldenhaften Einsatzes der Hauptfigur los und setzt sich über plakativ wirkende Sprüche seiner Begleiter fort. So beginnt das Buch mit einer Beschreibung eines Überfalls auf Soldaten, der im weiteren Verlauf der Geschichte keine Rolle mehr spielt. Dabei hätte der Faden aufgegriffen und durchaus fortgesetzt werden können, zumal sich dies auch aufdrängt. Ich bin aus mehreren Gründen etwas zwiegestalten was dieses Buch angeht. Die Story, der Kriminalfall haben mir durchaus gefallen, dennoch fand ich den Roman an Stellen langatmig und umständlich zu lesen.
tassieteufel zu »George Mann: Affinity Bridge«08.11.2012
Sir Maurice Newbury ist Ermittler der Krone im England um die Jahrhundertwende, seit kurzem steht ihm seine neue Assistentin Veronica Hobbes zur Seite. Beide ermitteln in einer Alternativwelt, in der es von Luftschiffen wimmelt, Königin Victoria halb Mensch und halb Maschine ist, London gerade von einer seltsamen Seuche überflutet wird, die Menschen in Zombies verwandelt und zudem scheint ein Serienmörder umzugehen. Doch als ein Luftschiff unter seltsamen Umständen abstürzt in dem ein hochrangiges Mitglied aus Adelskreisen an Bord war, erhält Sir Maurice von der Königin die Order, alles andere stehen und liegen zu lassen und diese heikle Angelegenheit zu klären.

George Mann hat hier eine durchaus interessante Welt entworfen, die von teils liebenswerten, teils skurrilen Figuren bevölkert wird. Königin Victoria, halb Mensch und halb Maschine fand ich dabei besonders gelungen, ebenso die Idee mit den Automaten . Die Geschichte beginnt zunächst in Indien und wechselt dann nach London, durch diesen Prolog wird man als Leser im Verlauf des Geschehens auf eine falsche Fährte gelockt, denn zumindest ich habe hier vollkommen daneben gelegen, als es um die Herkunft der Seuche in London geht. Die verschiedenen Handlungsstränge (Seuche, Serienmörder und Luftschiffabsturz) scheinen zunächst nichts miteinander zu tun zu haben, doch dem Autor gelingt es ganz gut, diese 3 Fäden miteinander zu verknüpfen. Die Auflösung mit der Seuche fand ich jetzt nicht so gelungen, aber das ist sicher Ansichtssache!
Sir Maurice und seine Assistentin sind natürlich die Sympathieträger des Buches, dabei sind sie doch auch recht vielschichtige Charaktere. Sir Maurice mit seinem Interesse für das Okkulte und seiner Vorliebe für Laudanum, hat noch das ein oder andere Geheimnis das noch gelüftet werden muß. Allerdings muß ich sagen, das ich bei Miss Hobbes doch eine etwas andere Person erwartet hätte, lt. Klappentext sollte sie besonders schlagfertig sein und im Buch wurde mehrfach erwähnt, das sie besonders scharfzüngig sei, davon hab ich jetzt aber nicht viel gemerkt und eine ganze andere Figur erwartet. Nichts desto Trotz ist Miss Hobbes eine sympathische Person, die mit ihrer Schwester, die von den Eltern in eine Irrenanstalt gesteckt wurde noch so einiges Potenzial hat.
Der Plot ist recht spannend konstruiert, durch die kurzen Kapitel, die zudem noch häufig den Schauplatz wechseln kommt keine Langeweile auf. Die Actionszenen fand ich stellenweise ein wenig überzogen, wenn Sir Maurice, schon am Ende seiner Kräfte noch einen weiteren Zombie besiegt, aber damit kann man dann doch ganz gut leben, denn das alles wird rasant und flott beschrieben. Das Setting des viktorianischen England ist gut gelungen, die Funktionsweisen der ganzen Maschinen und Automaten werden vom Autor routiniert und logisch erklärt ohne zu langweilen.
Was mir hier ein wenig gefehlt hat, war der englische Humor und Wortwitz, der Schreibstil des Autors wirkte auf mich ein wenig einfach, etwas trocken und schnörkellos, es ließ sich flott lesen, keine Frage, aber die sprachliche Raffinesse vieler englischer Autoren habe ich hier doch vermißt.
Das Cover ist sehr nett gestaltet und optisch ein richtiger Hingucker, allerdings wirkt das Buch durch recht dickes Papier und eine sehr große Schrift entschieden umfangreicher, als der Inhalt dann letztendlich hergibt und so ist es wesentlich schneller durchgelesen, als man anfangs vermutet, wenn man das Buch zum ersten Mal in der Hand hat.

FaziT: gelungener Auftakt zu einer neuen Reihe mit einem interessantem Setting, netten Figuren und einer spannenden Story, Potenzial nach oben ist aber noch allemal vorhanden.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
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