Die Stimme der Wölfe von Henri Loevenbruck

Buchvorstellungund Rezension

Die Stimme der Wölfe von Henri Loevenbruck

Originalausgabe erschienen 2004unter dem Titel „Le Louvetier“,deutsche Ausgabe erstmals 2008, 448 Seiten.ISBN 3-442-26600-9.Übersetzung ins Deutsche von .

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In Kürze:

Die Wölfe sind die natürlichen Feinde der Menschen, das lernt in Gallica jedes Kind. Doch in der Grafschaft Tolsanne erzählt man sich, dass ein junger Mann durchs Feuer ging, um einen Wolf vom Scheiterhaufen zu retten. Sein Name ist Bohem – die Stimme der Wölfe …

Das meint Phantastik-Couch.de: „Die Ausrottung der magischen Wesen Gallicas“38

Fantasy-Rezension von Eva Bergschneider

Nicht viele Schriftsteller sind so vielseitig wie Henri Loevenbruck. Der Franzose veröffentlicht nicht nur Romane verschiedener Phantastik-Subgenre, sondern auch Krimis. In seiner Fantasy-Trilogie „Das Geheimnis der weißen Wölfin“ beendete die Hauptfigur Alea den Machtkampf zwischen Druiden und Christen in Gaelia. Der neue Dreiteiler „Gallica“ setzt einen Teil dieser Geschichte etwas später an einem anderen Schauplatz fort.

Politische und klerikale Intrigen

In die Fußstapfen seines Ziehvaters zu treten ist das Letzte, was Bohem sich als seinen Lebensunterhalt vorstellen kann. Darüber ist der Wolfsjäger Martial so erzürnt, dass er ihn aus dem Haus wirft. Als Junge rettete Bohem einen Wolf vor dem Scheiterhaufen. Nun begegnet er einem dieser gefürchteten Kreaturen, doch anstatt anzugreifen, bewegt der Wolf Bohem zur Rückkehr zum Dorf. Dort muss er mit ansehen, wie fremde Soldaten alle Häuser seines Heimatortes Passhausen niederbrennen. Sein Ziehvater und seine Schwester kommen in den Flammen um. Bohem bleibt nur die Flucht, denn nach ihm scheinen diese stummen Söldner, die Aishaner zu suchen. Wandernde Handwerksgesellen gewähren ihm Freundschaft und Schutz, doch Bohem muss fürchten, sie in tödliche Gefahr zu bringen.

König Emmer von Brittia heiratet Helena, die Herzogin von Quitenien, die von ihrem Ehemann König Livian von Gallica verstoßen wurde. Diese Verbindung bringt Livian in eine prekäre Lage. Da das Herzogtum Quitenien an Gallica grenzt, hat er seinen ärgsten Feind und die verstoßene Ehefrau direkt vor der Haustür. Um innenpolitisch Stärke zu zeigen, will er diesen Jungen, von dem das ganze Königreich ehrfürchtig spricht, zu sich holen. Ausgerechnet bei Helena findet Bohem Schutz, Quitenien steht vor einem Angriff der Königsgarde.

Zwei starke Hauptfiguren …

„Die Stimme der Wölfe“ beginnt mit Bohems ergreifender Geschichte um die Rettung eines magischen Wesens, die in Gallica als „Nebel“ bezeichnet werden. Herrschende und vor allem die Kirche fürchten sie und verbreiten diese Angst unter den Menschen. Bohems Geschichte ist zunächst von Einsamkeit und Verzweiflung geprägt. Auf seiner Flucht findet er jedoch Freunde, die sein Ziel, die Nebel vor der Vernichtung zu bewahren, mutig unterstützen.

In der Politik spielt die kluge Herzogin Helena den Konterpart zum schwachen König Gallicas und seinem Ratgeber, dem intriganten Kleriker Abt von Cerly. Schließlich haben Bohem und die Herzogin eine derart überlegene Streitmacht gegen sich, dass nur übernatürliche Mächte den Rettern der Fabelwesen Gallicas aus der Klemme helfen können.

...erhalten Schützenhilfe von alten Bekannten

Wer die Trilogie „Das Geheimnis der weißen Wölfin“ von Henry Loevenbruck kennt, findet sich in „Die Stimme der Wölfe“ bald in vertrauter Umgebung wieder. Die Traumwelt Djar, in der Alea, die Heldin der vorhergehenden Saga, Gespräche mit Personen führt, die sie nie oder viel später im realen Leben trifft, wird auch für Bohem zugänglich. Hier trifft er Mjolln, den Zwerg und Barden aus „Das Geheimnis der weißen Wölfin“.

Erneut steht die erbarmungslose Jagd auf einen Idealisten, der die Welt zu verbessern sucht, im Mittelpunkt der Handlung. Wieder dreht es sich um den Disput zwischen christlicher und keltischer Religion und es ist wieder ein Wolf, der dem Helden die richtige Richtung weist.

Diese Fortsetzung der Saga wurde mit interessanten Protagonisten und einer weiter entwickelten Machtkonstellation aufgewertet. Loevenbruck zeichnet ausführliche Charakterprofile und beschreibt die Landschaft in anschaulichen Bildern. Jedoch wirkt sein Stil manchmal hölzern, Satzbau und Formulierungen ähneln sich häufig.

Insgesamt wiederholt Loevenbruck zu viele der bereits aus Gaelia bekannten Themen und Motive. Die Leser, die „Das Geheimnis der weißen Wölfin“ nicht kennen, erleben mit „Die Stimme der Wölfe“ einen spannenden Auftakt zu der neuen Fantasy-Saga des französischen Autors. Es dürfte ihnen allerdings schwer fallen, den religiösen Hintergrund richtig einzuordnen. Wer die vorhergehende Serie des Autors gelesen hat, bekommt in „Gallica I“ wenig Neues als Anreiz, um neugierig auf die Fortsetzung von „Gallica“ zu werden.

Ihre Meinung zu »Henri Loevenbruck: Die Stimme der Wölfe«

Maik Christian Böker zu »Henri Loevenbruck: Die Stimme der Wölfe«28.02.2009
ich fand das buch echt interessant und kam ehrlich gesagt nicht mehr von dem buch weg ehe ich es durch hatte. vor allem finde ich es interessant wie bohem durch das land zieht, immer wieder neue leute trifft und vor seinen verfolgern fliehen kann. also wenn man dem buch punkte geben könnte würde es bei mir von einer skala von 0-10 glatte 9,5 punkte bekommen.
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